Mt 5,32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
Mt 19,3 Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? 4 Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat 5 und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein? 6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. 7 Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will? 8 Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. 9 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe. 10 Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. 11 Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. 12 Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.
Versuchen wir's, denn in diesen wenigen Zeilen wird das christliche Zusammenleben einschliesslich des ökonomischen und sozialen Modells sichtbar!
Der Mann wird Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden. Daraus folgt: Der Mann und seine Güter gehen unter das Dach der Frau und alles Zukünftige ist unter diesem Dach.
Das Einssein kann durchaus mehrere Ehemänner und eine Ehefrau umfassen - und nur die Hartherzigkeit des Mannes hat Moses bewegt, ihm den Austritt aus der Ehe zu erlauben, wenn die Ehefrau erneut verheiratet ist, der zweite Ehemann die Ehe bricht. Am Anfang war das nicht so. Anna, die Mutter von Maria und Grossmutter von Jesus, hatte nach dem Tod des Vaters von Maria noch zwei weitere Ehemänner, Kleophas und Salomas. Mit dem Abgeben der Scheidungsurkunde verlässt der Mann die Frau, das Dach der Familie, er gibt sie frei. Er verzichtet auf alles und kehrt möglicherweise zu seinen Eltern zurück.
Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen.
Nicht alle werden heiraten! Die einen sind von Geburt an, vielleicht aufgrund einer Vorbelastung, dazu nicht in der Lage. Andere können aufgrund von Erlebnissen keine Ehe eingehen. Andere wollen aufgrund ihnen wichtiger scheinenden Aufgaben - um des Himmelreiches willen - keine Ehe eingehen.
Die Lebensfreude schränkt Moses und Jesus überhaupt nicht ein! Die Ehe ist kein Gefängnis - wie könnte sonst eine Frau einen anderen Ehemann finden? Wie ein einsamer Ehemann Freude empfangen? Hingegen ist die Ehe geschützt: Niemand soll in eine Ehe eindringen. Der Ehering signalisiert eine Einbahnstrasse.
Der Mann wird nie eine Frau Heim bringen. Ist er für die Ehe geeignet, nimmt ihn die Frau zu sich, wo er Zeit seines Lebens bleiben kann.
Jeder Mensch lebt unter dem Dach seiner Familie. Der Mann kann es verlassen und unter das Dach seiner Frau ziehen (sich binden). Das christliche, soziale Modell sind Familien, deren Mitglieder füreinander sorgen. Familien, die über die Söhne und Ehemänner verbunden sind mit anderen Familien, die sich gegenseitig helfen. Daraus ergibt sich ein regionales und überregionales soziales Netzwerk, dem Gemeinde-, Kantons-, Bundesgrenzen fremd sind - alles künstliche Grenzen!
Dieses soziale Netzwerk wird als Stamm bezeichnet und die Stämme sind durch neue Eheverbindungen dynamisch miteinander verbunden. Wir müssten künstliche Bestimmungen erlassen, um diese natürlichen Verbindungen in Staats- oder Religionsgrenzen zu zwingen! Ein Ansinnen, das den griechischen Evangelisten fremd ist - nicht aber den Staatsführern, den Kirchenfürsten und Reformatoren (siehe unten: Nachgang, das Volk).
Die Familie, auch heute, verwendet im Innern kein Geld. Kein Kind muss fürs Geschichtenerzählen etwas bezahlen, kein Mann bezahlt die Liebe seiner Frau und umgekehrt. Jeder sorgt nach seinen Kräften für jeden. Auch heute helfen sich die Geschwister und Eltern untereinander. Und so ergibt sich ein geldloses Netzwerk. Das Gewerbe, auch grosse Betriebe, gehören den Familien - es gibt keine Fremdarbeiter! Und Josef zimmert für seine Nächsten - nicht für irgendwen, einen Markt. "Markt? Nein, den kenne ich nicht. Wo wohnt er denn?" fragt er.
Ein geldloses Netzwerk, das immer wieder nach grossen Katastrophen errichtet wird, wenn die von Macht besessenen Führern ausgerufenen Kriege vorbei sind. Und dann vergessen wir dieses Erfolgsmodell wieder und erfinden "weit bessere" Modelle, die dazu führen, dass 62 Menschen heute die Hälfte der Erde besitzen, unzählige Menschen in Gefängnisse eingesperrt sind, Milliarden Menschen unter erbärmlichen Bedingungen leben und täglich Tausende verhungern!
Gutes Tun ist völlig geldlos! Wir benötigen weder in der Familie noch innerhalb des Stammes Geld. Und weil die Stämme keine Grenzen kennen, sondern über Beziehungen verbunden sind - der kennt den und der den - ergibt sich ein sehr weites Beziehungsnetz.
Der Nachteil ist, dass ich niemanden zwingen kann "Gutes zu tun". Der Kumpel bleibt für mich vielleicht etwas länger im Stollen, damit ich auch Kohle habe, aber nicht für alle anderen, die ich auch noch kenne! "Die sollen gefälligst selber unter Tag steigen." Was bedingt, dass die natürlichen Ressourcen frei und allgemein zugänglich sein müssen. Wer Land braucht, muss Land haben; wer Holz braucht, muss Holz haben; wer Wasser braucht, muss Wasser haben ...
Und schon kommen die Fremdarbeiter (Tagelöhner) der Ausbeuter und buddeln und buddeln die ganze Kohle weg, damit ihr Herr Geschäfte machen kann. Versperren wir ihnen den Weg, hetzt der Herr andere Fremdarbeiter (Söldner) auf uns, die den Weg freischiessen. Und hat der Herr Gier nach unserer Mutters Land, befiehlt er den Abhängigen, es uns zu nehmen. Er höhnt über unsere Familien- und Stammeskultur, die ganz undemokratisch (unegoistisch) sei und installiert uns eine Regierung, die unmoralisch und demokratisch gewählt ist. Rasch haben wir Gesetze, Richter und Gefängnisse und aus der Mutter Erde ist düsteres Vaterland geworden. Dass das Gewalttätige, das Schäbige, das Niederträchtige immer siegt, scheint unumkehrbar - und ist es auch!
Die Frauen und Gutmenschen können das Böse nicht besiegen, ohne selber zum Bösen zu werden. Wir können nur immer und immer wieder das Gute errichten, gebären wie das jede Mutter tut. Erst an dem Tag, an dem kein Kind mehr geboren wird, hat das Böse gesiegt.
Umgekehrt kann das Gute jederzeit siegen und unendlich bestehen, wenn wir der Versuchung, Böses zu tun, nicht folgen und hoffen - beten -, dass das Böse sich auflöst. "Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen."
Es bedarf eines Ereignisses, um einen Menschen ins Böse zu führen. Diese Ereignisse müssen wir vermeiden. Es sind sieben: Töten, stehlen, lügen, versprechen, strafen, ehebrechen und begehren. Die ersten sind sofort klar. Wie eine Ehe eingegangen und aufgelöst wird, ist oben beschrieben. Möglicherweise unklar ist das Begehren, namentlich der Unterschied zwischen Begehren und Bedürfnis.
Wir haben Bedürfnisse! Alle paar Sekunden nach Luft, dann nach Wasser, nach Nahrung, nach Wärme und Dach, nach Geborgenheit und Lebensfreude. Darin sind wir Menschen alle gleich. Und wir können die Befriedigung dieser elementaren menschlichen Bedürfnisse als Freiheit bezeichnen, als "unser tägliches Brot", das wir brauchen.
Gewiss, wir essen nicht alle das Gleiche und gleich viel. Wir kleiden, wärmen uns nicht alle gleich, auch unsere Dächer sind anders und unter Lebensfreude versteht und macht jeder etwas anderes. Doch sind wir alle gleich im Bedürfnis nach dieser Freiheit.
Schränken wir die Freiheit ein, lassen der Lebensfreude - der langen Weile - keinen Raum, werden wir dumpf. Fehlen Dächer, Wärme, Kleider, Nahrung ist unsere Existenz bedroht und ohne Wasser und Luft können wir nicht sein.
Dumpfe Menschen sind leicht zu führen, weil sie gar keine Zeit haben nachzudenken (zu reflektieren), mit der Zeit sogar Angst haben vor Langer Weile. Der Dumpfe will arbeiten, konsumieren, arbeiten, konsumieren und empfindet Langeweile als furchtbar, als vergeudete Zeit, in der er hätte verdienen können - um mehr zu haben! Auch in der Freizeit kann man zum Glück konsumieren - die Freizeitindustrie, die ihn jedoch rasch wieder an die Arbeit schickt. Weile haben ist ihm fremd: "Ich habe keine Zeit!"
Obwohl er seine Bedürfnisse längstens schon befriedigt hat, ist er unbefriedigt und begehrt mehr und mehr. Doch wenn einer, ein Tyrann, mehr und mehr begehrt und dies nicht selber schafft, müssen andere mehr und mehr geben! Ein König, der sein Schloss vergrössern will und selber die Steine holt und sie aufschichtet, tut niemanden etwas zu Leide. Begehrt er aber die Arbeit von anderen, zwingt er sie auf die eine und andere Art, ist das vom Bösen.
Du sollst nichts begehren, heisst: Du sollst keinen Menschen nötigen und für dich nicht mehr nehmen, als du brauchst.
Wir sind sehr auf dem falschen Weg. Bescheidenheit und Weile sind keine Tugenden, Begehren und Keine-Zeit-haben alltäglich, angetrieben von omnipräsenter Propaganda. Der richtige Weg ist bekannt: die Ehe, die Familie, die Verwandtschaft (Stamm). Selbst die Auflösung der Ehe, weil Männer hartherzig sind [Moses], ist geregelt.
Wir haben hier erstmals geschrieben, wie eine Gemeinschaft - die Menschheit als eine Familie - offensichtlich möglich ist. Diese Arbeit ist das Ergebnis vieler Gespräche, auch mit Theologen. Diese Vision ist überhaupt nicht neu! Nur verschüttet.
Sie besteht aus dem Gebot der Nächstenliebe, die in allen Religionen und Ethiken enthalten ist und sieben Geboten zusammenfasst: Nicht töten, nicht stehlen, nicht lügen, nicht versprechen, nicht strafen, nicht ehebrechen, nicht begehren. Mindestens ist uns keine Ethik bekannt, die Töten, Stehlen, Lügen, Versprechen, Strafen, Ehebrechen oder Begehren als Tugenden nennt.
Das vom Bösen Hineininterpretierte besteht im Wort VOLK. Die guten Gedanken gelten nur für mein auserwähltes Volk - andere Völker darf ich töten, bestehlen, belügen, nötigen, strafen, ihre Frauen vergewaltigen und ihr Land begehren! Und der Führer nennt auch gleich, wer zu SEINEM VOLK zählt. Nein, nein, es sind nicht alle Deutschen sein Volk, sondern nur die rechten Deutschen! Die, die dem Führer zujubeln und ihm gehorchen! Gleiches beim Islamischen Staat, bei der Organisation Nordatlantik (Nato), der Mafia - bewusst setzen wir alle auf die gleiche Stufe, denn sie unterscheiden sich in nichts!
Was sind die Westlichen Werte anders, da seit dem 24. März 1999 bis heute von der Nato über zwei Millionen Menschen ermordet wurden, als Hitlers Völkische Werte? Vielleicht die Hoffnung, dass es bis zum Ende der Nato nicht 41 Millionen ermordete Menschen werden wie nach Hitlers Regime? Selbst die Mafia, wie jede Verbrecherorganisation, pflegt unter denen Nächstenliebe, die dem Paten zujubeln und ihm gehorchen.
Wir sehen klar, dass die Adeligen Familien einen weit verzweigen Stamm bildeten, sich gegenseitig halfen - völlig selbstversorgend waren. Die Nicht-Blaublütigen bezeichneten sie als Untermenschen und vermieden es, sich mit ihnen zu verbinden. Das Gleiche wiederholte sich, als Europäer in den Amerikanischen Kontinent auswanderten und die einheimischen und die schwarzen Menschen ausgrenzten. Die Franzosen erfanden 1789 die Nation - La Grande Nation -, das auserwählte Volk.
Das Gute immer wieder aufbauen. Ehe, Familie, Verwandtschaft, freier Zugang zu natürlichen Ressourcen, keine Fremdarbeiter. Nicht, weil wir etwas gegen Fremdarbeiter hätten, sondern weil sie eine eigene Verwandtschaft haben, in der sie benötigt werden. Gerne aber zeigen wir Interessierten, wie wir Sachen tun, damit sie das Know-how verwenden können. Ein geistiges Eigentum kennen wir nicht. Das sind sehr einfache, natürliche Strukturen, die keinerlei Politik, keine Mehrheitsdiktatur (Bolschewiki), keine Strafen benötigen.
Hoffnung. Die Sehnsucht nach der grossen, weiten Freiheit!
1. Das Recht auf Ehe und Familie ist gewährleistet. Die Frau ist die Mutter der Menschheit, ohne sie könnte das menschliche Leben nicht weitergehen.
2. Mit der Ehe werden Mann und Frau unter dem Dach der Frau eins.
3. Der Mann kann das Dach der Frau verlassen, wenn die Frau erneut verheiratet ist. Mit seiner Scheidungsurkunde gibt er alles unter dem Dach der Frau frei.
4. Die Frau kann die Ehe nicht auflösen. Sie darf zur gleichen Zeit mehrfach verheiratet sein. Ihre Hinterlassenschaft geht an ihre Kinder und Ehegatten.
A) Nach altem Recht geschlossene Ehen können neu geschlossen werden.
PS: Es versteht sich von selbst, dass eingetragene Partnerschaften ein anderes Ziel erfüllen als Ehe und Familie. Sie entsprechen einem Zweckbündnis wie andere Rechtsgemeinschaften: Einfache Gesellschaft, Kommanditgesellschaft (KG), Kollektivgesellschaft.
04.04.2016
"Dienet dem Herrn" war natürlich ein verlockender Slogan für die Pfaffen und Männer, sich selber als Herrn einzusetzen.
Schön, dass ihr von der Bibel berichtet und schreibt, wie Moses und Jesus die Familie sahen: als Matriarchat!
Niemand schreibt: Herr Jesus von Nazareth! Jesus ist einfach Jesus und Moses ist Moses. Frau ist Frau und Mann ist Mann. Aber heute sagen wir: "Grüezi Herr Pfarrer! Grüezi Herr Sowieso!"
04.04.2016
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich auch einen anderen Mann liebe: Soll ich es meinem Mann sagen?
Nein! Ich sage es ihm, wenn ich den anderen heiraten möchte - und hoffe, dass mein erster Mann nicht hartherzig ist und uns verlässt, denn ich liebe ihn auch, aber wir sind in der geschwisterlichen Liebe angekommen.
05.04.2016
Der Bauer, der seine Frau heiratet, führt seinen Betrieb unter dem Dach der Frau weiter.
Ich finde das schön!
Das Patriarchat hat sich überlebt. Es ist Zeit, die natürliche und damit harmonische Ordnung (wieder) herzustellen.
05.04.2016
Die Tuareg im Südwesten Libyens haben (noch) eine matrilineare Familien- und Stammeskultur. Durch den Einfluss des patriarchal geprägten Islam sind viele Stammesgruppen zur patrilinearen Abstammung übergegangen. Jedoch halten auch viele trotzdem an der matrilinearen Tradition fest, so dass es inzwischen häufig Mischformen gibt. forschendes-lernen.de [link]
Gaddafi hat die Familien- und Stammesorganisation gefördert und darin eine Selbstorganisation ohne politische Parteien gesehen. Die Nation sah er als künstlichen Überbau, um die natürlichen Ressourcen (Erdöl, Wasser) zu verwaltet und zu schützen. Entsprechend sollten alle Bewohner am Exportertrag beteiligt sein - in bar und in kostenlosen Dienstleistungen (Bildung, Spital etc.).
Die Zerstörung Libyens und die Ermordung Gaddafis durch die Nato im Jahr 2011 hat Libyen in vier Teile getrennt. Karte [link] (die roten und grünen Tropfen bezeichnen Erdölfelder)
05.04.2016
1. Gedanke
Wenn wir (matrilineare) Familienbetriebe fördern möchten, müssen wir alle anderen Betriebe verteuern: Wir erheben eine Lenkungsabgabe. Doch was machen wir mit den Einnahmen, die anfangs hoch, dann immer geringer werden, letztlich versiegen - also nicht für dauernde Staatsleistungen geeignet sind?
Ich schlage vor, wir amortisieren mit diesen Lenkungsabgaben die öffentlichen Schulden. Im Idealfall haben wir eine familiär geprägte Volkswirtschaft aus kleinen und mittleren Betrieben und einen schuldenfreien oder sogar vermögenden Staat.
2. Gedanke
Libyen hat seinen Exportertrag an die Bevölkerung ausgegeben (in bar und kostenlose Dienstleistungen). In der Schweiz geht der Exportertrag in private Schatullen. Wie können wir das ändern?
05.04.2016
Der serbisch-orthodoxe Bischof von Budmilje, Joanikije (Micovic), hat sich gegen einen Beitritt Montenegros zur NATO geäußert. Bei einer Gedenkveranstaltung auf dem Hauptplatz der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica für die Opfer der NATO-Bombardements von 1999 betete Bischof Joanikije für die Seelenruhe der Opfer der Angriffe des westlichen Bündnisses auf das damalige Jugoslawien. Bei der namentlichen Nennung der Opfer sagte er: „Wir gedenken hier der Namen der Kinder und Erwachsenen, einschließlich der Soldaten, die 1999 von den NATO-Bomben oder durch die Hand der albanischen Terroristen getötet wurden.“
Am 24. März 1999 hatten die NATO-Bombardierungen im damaligen Jugoslawien begonnen. Es handelte sich um den ersten Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne ausdrückliches UNO-Mandat führte. Radio Vatikan [link]
Die regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) ist für einen Beitritt Montenegros in die Nato. Die Nato ist eine Völkerrecht verletzende Organisation, die seit dem 24. März 1999 mehr als zwei Millionen Menschen ermordet hat. Sie gehört umgehend verboten und ihre 28 Mitglieder sind zu Reparationszahlungen zu verpflichten.
05.04.2016
Allein in Afghanistan, Pakistan und Irak haben die westlichen Kriege seit 1990 wahrscheinlich 4 Millionen Todesfälle verursacht, davon 1.3 bis 2 Millionen Tote nach dem 11.09.2001. voltairenet 12.05.2015 [link]
470'000 Todesfälle sind es in Syrien.
sueddeutsche 11.02.2016 [link]
34'000 Tote und Vermisste in Libyen.
ag-friedensforschung 10.09.2011 [link]
13'526 Tote und Vermisste im Kosovo.
humanitarian law center 06.02.2015 [link]
und das Morden geht weiter!
05.04.2016
Die Aussage von Donald Trump, die Nato sei überholt und gehöre aufgelöst, zeugt von Einsicht!
Die Massenmedien der Organisation Nordatlantik sind entsetzt! faz [link]
06.04.2016
Anders als echte WikiLeaks werden die "Panama Papers" nicht öffentlich zugänglich publiziert, sondern selektiv verarbeitet: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.
Das ist KORRUPTION.
Fahndet irgendwer nach den 400 Julian Assanges des internationalen Konsortiums für investigativen Journalismus (ICIJ) und nach den anonymen Edward Snowdens, die die Daten gehackt haben? Nein?
Das ist DOPPELMORAL.
06.04.2016
Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), hat im Jahr 2008 Stellung bezogen zum Vorwurf, wonach die SNB Steuerflucht betreibe, indem sie sich für die Cayman Islands als Sitz für die UBS-Zweckgesellschaft (Stabilisierungsfonds zur UBS-Rettung) entscheide: Es gehe darum, eine doppelte oder dreifache Besteuerung zu verhindern.
Ja, auch die Schweizerische Nationalbank greift zu solchen Konstrukten. Der Vorwurf der Steuerflucht erscheine ihm bizarr, sagte Jordan, wo doch die SNB ihre Gewinne an die Kantone und den Bund verteile. Man werde aber alle geschuldeten Steuern zahlen, namentlich auf den amerikanischen Papieren. Wenn ein anderer Standort ähnliche Konditionen biete, könnte man auch diesen wählen.
07.04.2016
Es ist eine Doppelmoral, gleichzeitig Putin und Assad zu verteufeln, mit Erdogan zu kunkeln und amerikanische Kriege zu verleugnen.
08.04.2016
Putin: "Ich möchte an Dmitri Sergeewitsch Lichatschow erinnern, einen herausragenden Wissenschaftler und Humanist des 20. Jahrhunderts. Er hat einmal gesagt: Der Patriotismus unterscheidet sich grundlegend vom Nationalismus. Der Nationalismus ist der Hass zu anderen Völkern, der Patriotismus ist die Liebe zum eigenen Vaterland." sputniknews [link] (Übrigens spricht Wladimir Putin im Video mit Willy Wimmer ein sehr schönes Deutsch!)
Vielleicht liest Wladimir Putin auch die montagsZeitung, in der Nummer 171 habt ihr das ebenfalls sehr schön so geschrieben. :) [link]
Nach dem Patriot, noch eine ethische Stufe höher, kommt der Matriot: "A person who loves, supports, and defends the earth and its interests with devotion. Of country, patriot. Of earth, matriot." - also nicht mehr das Vaterland, sondern die Mutter Erde.
Mir scheint Russland auf dem richtigen Weg zu sein, während Europas "Westliche Werte" eine leere Hülse sind.
08.04.2016
Thomas Galli ruft dazu auf, Gefängnisse abzuschaffen. Verblüffend ist dabei, dass der Aufruf von einem Gefängnisdirektor kommt. Der Chef der JVA Zeithain in Sachsen (Deutschland) hat ein Buch geschrieben, in dem er an besonders eindringlichen Beispielen die Sinnlosigkeit des Gefängnissystems beschreibt. Weiterlesen: sputniknews [link]
Es ist sehr schön, dass die Meinungen der montagsZeitung von anderen bestätigt werden. Man ist nicht so einsam!
08.04.2016
Solange unabhängige Forscher und Medien keinen Vollzugriff auf die Daten bekommen, um selbst Recherchen vornehmen zu können, sind die Panama Papers nichts anderes als ein Propagandainstrument.
Whistleblower (wie Snowden) und investigative Journalisten (wie Assange) interessieren uns, um ihre Motivation zu erkennen (cui bono) - nicht um sie strafrechtlich zu verfolgen!
09.04.2016
Wie hoch darf der Preis für eine demokratische Revolution sein? In Syrien sind Europa und die Vereinigten Staaten die Brandstifter einer Katastrophe. Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Bürgerkrieg. 02.08.2013, von Reinhard Merkel
Es lohnt sich, alte Artikel zu lesen. Weiterlesen unter Frankfurter Allgemeine [link]
11.04.2016
Nachdem Jazenjuk einen Misstrauensantrag im Februar überraschend überstanden hat, ist er bis September 2016 unkündbar. Warum der Sinneswandel? Wedelt hier irgendwer mit Panama-Papers?
Im Sommer 2005 bezeichneten deutsche Journalisten die Süddeutsche Zeitung bei einer grossangelegten Umfrage als das „Leitmedium“ Nummer Eins – vor dem Spiegel. In der Studie Journalismus in Deutschland des Kommunikationswissenschaftlers Siegfried Weischenberg sagten 34,6 Prozent von 1536 repräsentativ ausgewählten Journalisten, dass sie regelmässig zur Süddeutschen Zeitung griffen, um sich zu informieren oder Themenanregungen zu finden.
Die Süddeutsche Zeitung bildet mit den Öffentlich-Rechtlichen Runfunkanstalten der ARD (NDR und WDR) einen bedeutenden Rechercheverbund. Der Rechercheverbund ist ein 2014 begründeter deutscher Investigativ-Rechercheverbund. Leiter ist seit 1. Februar 2014 der ehemalige Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo [Putsch in Kiew, 22.02.2014].
Namhafte deutsche Journalisten u.a. Stefan Kornelius, Ressortleiter Aussenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, der FAZ-Herausgeber Günther Nonnenmacher, FAZ-Journalist Klaus-Dieter Frankenberger, die Zeit-Herausgeber Josef Joffe und Jochen Bittner haben Beziehungen zu transatlantischen Lobbyvereinigungen.
376 JournalistInnen von über 100 Medienunternehmen aus 76 Ländern haben die Panama-Papers in den letzten Monaten analysiert und veröffentlichen. Die Daten bleiben unter Verschluss, auch fehlt die Liste der über 100 Medienunternehmen - den Medien der Organisation Nordatlantik.
11.04.2016
Vor aller Augen werden der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama Daten gestohlen, gewerbemässig verwertet und Personen unter Druck gesetzt - genötigt.
Finden das alle toll, was da abgeht? Gilt der Rechtsstaat nichts mehr, sind die Gesetze ausser Kraft? Darf auch ich seit April 2016 in Antwaltskanzleien eindringen, Dossiers stehlen und mein Freund damit ein bisschen Personen erpressen?
Bei Snowden waren die gleichen Medien noch einhellig anderer Meinung, er darf keine Daten stehlen! Und bei Assange auch, er darf keine zugespielten Daten veröffentlichen! Erpresst hat er niemanden.
11.04.2016
Haben Sie den Türkischen Präsidenten Erdogan Ziegenf... genannt? Ja.
Das war's. Schuldig im Sinne der Anklage. Jetzt geht es nur noch um das Strafmass, um das Motiv - und das war auch nicht edel: Berühmt werden (Böhmermann), Beziehung Deutschland-Türkei belasten (Springer Verlag), latenter Fremdenhass (beide). Es ist keine "Kunst", andere zu verletzen, sondern ein Verbrechen - genauso wie es keine "Kunst" ist, was Erdogan mit den Bewohnern in der Osttürkei macht.