16. September 2019, forschen statt dogamtisieren
Depositär der Originaltexte  Grundlage des Friedens

WTC7 WURDE AM 11. SEPTEMBER 2001 GESPRENGT. Seit 13 Tagen weiss es die Welt. Aufgabe der Medien wäre, Lügen zu entlarven, um Kriege zu verhindern; Natomedien tun das Gegenteil.

Maastricht

Die 90-60-3 Maastrichtkriterien (90 gleich Deadline Staatsverschuldung; 60 gleich max. Staatsverschuldung; 3 gleich Neuverschuldung/Jahr) bezüglich dem BIP bewirken einen Investitionsausschluss des Staates: Die Kriterien stärken das Grosskapital. Wer solche Kriterien unterzeichnet ist ein Neoliberalist!

Das BIP einer Nation ist die Summe aller Bruttolöhne + Reingewinne + Abschreibungen der Unternehmen. Beispiel: mein persönliches BIP €50'000 => Deadline €45'000; max. Schulden €30'000; Neuverschuldung/Jahr €1'500. Kann ich damit leben? Ja, aber ich kann nicht investieren! Ich kann mir kein Haus bauen, ich muss es mieten.

Share Gallen statt Sankt Gallen

Spinnen wir den Gedanken weiter: Aus Meinem persönlichen BIP von €50'000 pro Jahr kann ich vielleicht €1'500 ansparen - dies ist Mein persönlicher HANDELSÜBERSCHUSS und wir wissen, dass nicht alle einen Überschuss erzielen können, sondern im ausgewogensten Fall bloss die Hälfte. In Wirklichkeit dümpeln die Haushalte um einen Sparbatzen, um ihre "Eisernen Reserven" herum - und können eine unerwartete Rechnung über €2'000 nicht bezahlen! Darum versichern sie sich gegen Unerwartetes so gut dies geht und zur Freude der Versicherungsunternehmen. Drakonisch hohe Bussen bewirken, dass die Haushalte sich der Ordnung fügen, um nicht in Not zu geraten, und mit immer perfideren Methoden werden sie trotzdem erwischt und ducken sich noch tiefer vor dem Staat. Die totalitäre Anpassung: Die Schweiz ist hier führend.

Die Stadt St. Gallen wirbt mit dem Slogan "teilen und erleben statt besitzen" für Sharing. Du brauchst kein Eigentum, sondern - du mietest es. Die Stadtbewohner sollen Mieter werden und nicht Besitzer sein. Vertraut ist uns der Begriff Shareholder: geteilter Besitz. Geteilten Besitz aber strebt die Stadt nicht an, sondern das Mieten von einem Holder (Besitzer), der nicht die Stadt sein kann, weil die Maastrichtkriterien von ganz oben bis hinunter zur Gemeinde gelten. Die Gemeinden sind gefangen im Neoliberalismus und werben für eben diese Lehre, indem sie das Mieten mit dem Erleben mit dem Leben schlechthin gleichsetzen.

Soll ich dir noch verraten, dass St. Gallen von rot-rot-grün regiert wird oder ahnst du das schon?

Alle Natoparteien sind dem Gedankengut des Neoliberalismus anhängig und in der Schweiz haben wir keine anderen Parteien. Keine. Der gesamte Farbkreis ist neoliberal.

Selbst wenn die ganze Stadt Holder aller natürlichen Ressourcen, Immobilien und der Infrastruktur einschliesslich dem Geldwesen - also sozialistisch wäre, wäre die Macht bei Dreien: heute rot-rot-grün. Und die Unzufriedenen, die es zwangsläufig gibt, würden eine liberale Ordnung anstreben und Ressourcen, Immobilien und Infrastruktur einschliesslich Banken selbst besitzen wollen.

Holder und Shareholder

Ich habe nichts gegen Holder und Shareholder - jedoch sollen sie ihren Besitz selbst nutzen! Der Holder, der Besitz hat und ihn über Nutzungsrechte gegen Entgelt teilt, ist mir fremd; er ist in meinen Augen ein Parasit. Das heisst, dass Fabriken nicht dem Fabrikherrn gehören, sondern allen, die in der Fabrik arbeiten, sie selbst nutzen - was den Fabrikherrn miteinschliesst, wenn er mitarbeitet; aber eine juristische Person ausschliesst: Sie kann nicht arbeiten, sie hat keine Hände, sondern ist ein Geist.

Gewiss gibt es auch bei dieser gesellschaftlichen Ordnung Unzufriedene, die dagegen opponieren. Ihre Bedürfnisse sind ernst zu nehmen! Sie sind nicht einfach als Randständige, Querulanten, Opposition, Straftäter oder Terroristen zu entsorgen und einer Endlösung zuzuführen.

PS: Wer hat die Verwahrung erfunden? Ja, Nazi-Deutschland; die heutige Sicherungsverwahrung wurde zu Beginn der NS-Zeit als "Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher" vom 24. November 1933 eingeführt - und heute wird die Verwahrung oder, was dasselbe ist, eine lebenslängliche Freiheitsstrafe bis zum Tod - in allen Natoländern angewandt, darunter auch der Schweiz. Schleichend wird die Verwahrung immer mehr auch bei geringen Verbrechen oder vorbeugend ausgesprochen, um "die Gesellschaft zu schützen" - damit ist der Willkür Tür und Tor geöffnet. Abermals.

Mesh-Messaging - Kommunikation, wenn nichts mehr geht

Jedes Smart-Phone besitzt drei technische Möglichkeiten, mit dem es sendet und empfängt: Mobilfunk, WIFI und Bluetooth. Wenn Mobilfunknetz und WIFI-Netz ausfallen, egal ob aufgrund technischer Störungen und von den Behörden ausgeschaltet, kann mittels Bluetooth von Gerät zu Gerät kommuniziert werden. Mesh-Messaging-Apps benutzen Bluetooth, um Nachrichten (Daten) auszutauschen. Der grosse Vorteil dabei ist, man benötigt keinerlei funktionierende Infrastruktur; jeder, der ein Smart-Phone hat, kann Nachrichten senden und empfangen oder als Übermittler dienen. Die Übermittler sind zentral, denn Bluetooth hat eine beschränkte Reichweite von max. 100 Metern - um 1000 Meter von mir zu dir zu überbrücken, müssen acht oder mehr Übermittler dazwischen sein.

Wenn nichts mehr funktioniert, funktioniert ein Handy mit geladener Batterie noch und aufladen kann man den Akku mit Sonnenpanels. Die Nutzung eines Mesh-Netzes kostet nichts und funktioniert, sobald mindestens zwei Personen mit Handy in Bluetooth-Reichweite zueinander sind. Je mehr Personen im Mesh-Netz sind, desto grösser wird der Kreis für den Nachrichtenaustausch und das völlig anonym.

Eine gute Mesh-App sollte folgende drei Möglichkeiten Haben: 1 Nachrichten nur an eine bestimmte Person senden (1-to-1); 2 Nachrichten an eine Gruppe im Mesh-Netz senden (Group); 3 Nachrichten an alle Teilnehmer im Mesh-Netz senden (Forum/Broadcast). Nachrichten unter Punkt 1 und 2 sollten verschlüsselt sein.

Bekannte Mesh-App sind: Briar und Bridgefy. Sie sollten heruntergeladen werden, bevor nichts mehr geht :) GoTenna Mesh ist eine Mash-App mit einem Zusatzgerät, das eine Bluetooth-Reichweite von 6 km hat.

Sind Menschen in Bewegung, setzt sich das Mesh-Netzwerk immer wieder anders zusammen! Bei jeder Nachricht an eine bestimmte Person oder Gruppe von Personen muss sich die Nachricht durchfragen, wo der Empfänger ist. Sind an einer Grossveranstaltung sehr viele Leute anwesend, kann dies dauern, bis die Empfänger gefunden sind und allenfalls eine Empfangsbestätigung zurück beim Sender der Nachricht ist. Hier wird der Vorteil zum Nachteil: Es gibt keinen zentralen Server, keinen Google, der den Überblick hat.

Entwickelt werden die Mesh-Massaging Programme als Broadcast/Forum: Meine Nachricht geht an alle, die im Mesh-Netz erreichbar sind. Nach einer gewissen Zeit (Timeout) wird die Nachricht nicht mehr weiter verbreitet. Mittels Anschrift (Group oder 1-to-1) wird dem "falschen Empfänger" (Übermittler) die Nachricht nicht angezeigt. Beispiel: Schreibe ich an einer Grossveranstaltung mit 100'000 Personen Susanne "Hallo Susanne, wo bist du?" erhalten 100'000 diesen Text, jedoch nur eine sieht ihn und schreibt: "Ich bin da!" und 100'000 erhalten dieses Ich-bin-da, aber nur ich sehe den Text und frage mich, wo da da ist?

Wäre das Netzwerk statisch, also die Sender/Empfänger zuverlässig am gleichen Ort, könnten wir uns den kürzesten Weg merken und nur noch über diese Adressen (via) Nachrichten senden. So aber sind alle Smart-Phones nach der Veranstaltung total erschöpft, während Susanne und ich ungestört den Abend genossen.

By the way: Man kann auch ohne Smart-Phones kommunizieren, oder? So wie früher braucht man sich nur an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit zu verabreden - und er wartet dort lange vor pünktlich bis Sie kommt; Sie aber wartet keine Sekunde!

Terms of Trade und das Erdöl

Es erstaunt schon, dass eine Ware, die wir absolut benötigen, billiger wird. Im Herbst 1973 setzte die OPEC ihre wirtschaftliche Macht erstmals und mit vollem Erfolg durch. Mit Kartellmassnahmen erzielten sie eine dramatische Preissteigerung für Erdöl: Dessen Grundpreis war 1974 fünfmal höher als noch 1970. Doch die Terms of Trade entwickelt sich stets zu Ungunsten von Ländern, die einseitig vom Ausland abhängig sind.

Unter "Terms of Trade" (TOT; Handelsbedingungen) versteht man das Verhältnis zwischen den Preisen der Exportgüter eines Landes und jenen seiner Importgüter. Seit über einem Jahrhundert leiden die Rohstoffländer unter der Entwicklung, dass ihre Preise für Importgüter stärker steigen als jene der Exportwaren. Die UNCTAD forderte wiederholt, die Preise der Rohstoffe an jene der Industriegüter anzubinden. Erfolglos.

Selbst wenn Russland nicht vom Ausland abhängig ist, bleiben die Exporterlöse auf dem Niveau des vom Ausland abhängigsten Rohstofflandes: In seiner Not verkauft es zu jedem Preis! In Afghanistan, Libyen, Irak, Syrien und im Jemen, im Iran hat der Westen sehr viel Not geschaffen.

Betrachten wir die Terms of Trade im kleineren Rahmen der Landwirtschaft, auf deren Produkte wir auch nicht verzichten können, jedoch feststellen, dass der Landwirt nicht zu den Reichsten zählt - im Gegenteil. Auch er leidet darunter, dass die Preise für seine "Importgüter" stärker steigen als jene seiner Produkte. Warum ist das so? Was importiert der Landwirt?

Er importiert alles ausser seine Produkte, die er direkt verzehren kann (Milch, Kartoffeln, Eier und Äpfel). Selbst Mehl, Öl, Zucker, Milch- und Fleischprodukte reimportiert er, nachdem er Korn, Rüben, Milch und Tiere geliefert hat. Die Kosten der anderen Produzenten und deren Produzenten usf. summieren sich - das BIP steigt: mehr Investitionen, Löhne und Reingewinne (Zinsen, Dividenden, Nutzungsrechte) und der Anteil des Landwirtes am Ganzen sinkt. Kommt er dadurch in Not, verkauft er günstiger, bald zu jedem Preis. Erst wenn er aufgibt, merken wir, dass wir nichts zu essen haben und die ganze Produktionskette fällt zusammen.

Wir sehen aber auch, dass Geld ein sehr schlechter Verteiler ist. Mit solch grundsätzlichen Verteilungsfragen müssen wir uns beschäftigen, denn sie sind wichtig. Jedes Land, jede Region, jede Gemeinde, letztlich jede Gruppe und Familie muss sich diesen Verteilfragen zuwenden: Wie viele sind wir, was haben wir an Ressourcen, was ist essentiell - können wir das selber produzieren, was tauschen wir wofür? Wie können wir anderen helfen? Und wir sollten unsere Arbeitskraft da einsetzen, wo Essentielles hergestellt und angeboten wird: Nahrung, Kleidung, Wohnungen, Energie, Fahrzeuge, Infrastruktur, Spital.

Wir sind auf dem Nice-to-have-Trip und lassen andere zu erbärmlichen Bedingungen uns Waren und Dienstleistungen liefern, für uns Kleider, Wohnungen, Fahrzeuge machen.

Merkantilismus, Liberalismus, Globalismus

Die als merkantilistisch bezeichnete Wirtschaftstheorie und -politik beruht auf dem Gedanken, Geldausfuhr (Importe) lassen ein Land verarmen, Geldeinfuhr (Exporte) aber erhöhe seinen Reichtum. Schon Luther im 16. Jh. wetterte gegen alle nach Rom fliessenden Geldzahlungen und forderte ein Importverbot für "Spezereien", das heisst für Luxusgüter.

Der Volksreichtum sollte vermehrt werden, weil nur ein reiches Land die für den Aufbau der königlichen Verwaltung und Armee erforderlichen Steuern aufbringen konnte. Sozialpolitische Erwägungen spielten aber keine Rolle: Der Frage, wie sich dieser Reichtum auf die einzelnen Gruppen innerhalb des Volkes verteile, schenkten die Merkantilisten keine Aufmerksamkeit.

Ziel der merkantilistischen Wirtschaftspolitik im 16. und 17. Jh. war eine aktive Aussenhandelsbilanz.

Dieses Ziel übernahm der Liberalismus ab dem 18. Jh., berücksichtigt aber zusätzlich alle anderen Wege, auf denen Geld zu- oder abfliessen konnte, insbesondere Bezahlung von Dienstleistungen, Transfer der Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Lizenzen) und Fremdenverkehr (Tourismus).

Der Verminderung des importbedingten Geldabflusses dienten vorab drei Massnahmen: erstens Prohibitivzölle (Schutzzölle); zweitens Förderung all jener Produktionszweige, welche unerlässlich benötigte, aber bisher aus dem Ausland importierte Güter herstellten; drittens Aufbau eines Kolonialreiches, das die im eigenen Land nicht vorhandenen, aber benötigten Ressourcen lieferte.

Zu den wichtigsten Massnahmen, die der Exportförderung dienten, gehör(t)en: Privilegierung aller exportorientierten Wirtschaftsunternehmun­gen; Ausbau der Verkehrswege im Landesinneren, um die Exportgüter mit möglichst geringen Transportkosten bis zur Landesgrenze schaffen zu können; Tiefhaltung der Existenz- und Lohnkosten (also der Produktionskosten) durch staatliche Eingriffe in das Preisgefüge; politischer Druck auf das Ausland, um dort den Absatz der eigenen Exportgüter zu erzwingen; im Extremfall kolonialistische Beherrschung solcher fremder Absatzmärkte.

Schon diese knappe Aufzählung macht deutlich, dass dem Merkantilismus und dem Liberalismus ein ausgeprägt aggressiver Charakter eigen war und ist, was ihn wiederum mit dem Absolutismus und dem Faschismus verbindet. Dieser Grundzug von Rücksichtslosigkeit ist eine unausweichliche Folge der Theorie: Eine aktive Aussenhandelsbilanz setzt voraus, dass in anderen Staaten diese Bilanz passiv ist, denn der Saldo sämtlicher Aussenhandelsbilanzen muss ja Null sein. Reichtumsvermehrung der einen bedingt nach merkantilistischer und liberalistischer und globalistischer Lehre die Verarmung der anderen.

Und was zwischen den Völkern gilt, gilt auch innerhalb eines Volkes: der Handelsüberschuss - die Spargelder - setzt voraus, dass in anderen Familien diese Bilanz passiv ist! Diese Rücksichtslosigkeit ist Kern unserer Gesellschaft, von klein auf werden wir auf das Sparen getrimmt!

Der Globalist (der Neoliberlist) des 20. Jh. ist nun aber nicht der geläuterte Mensch, sondern noch aggressiver, noch rücksichtsloser: Was kümmern mich Volk und Völker! Ich will überall den grösstmöglichen Gewinn erzielen. Meinen Reichtum mehren ist Menschenrecht! Weg mit allem, was mich daran hindert! Ihm - dem Globalismus - dienen die Demokraten, die nordische Rasse - die Natos.

Jedoch ein Problem haben die Globalisten: Sie haben keine Identität! Der Merkantilist hatte den König; der Liberalist hatte die Nation; der Globalist hat nichts, niemand, der ihm zujubelt. Er ist nirgends, das absolut Anonyme - das Grauen. Die daraus resultierende Zerstückelung der Gesellschaft geht auf Kosten des Gemeinwohls und des Dialogs mit Andersdenkenden. Empathie und Mitleid werden begrenzt auf "Menschen, die mit mir gemeinsam eine eingeengte Weltsicht teilen“. Daraus entsteht die radikale Gesellschaft. Abermals.


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