Medien waren und sind nie kritisch gegenüber den eigenen Interessen. Eine Ausnahme sind frei zugängliche Wandzeitungen und das Internet, als es noch frei war.
Der Artikel Das Gleichstellungs-Paradox in der letzten montagsZeitung wurde kontrovers aufgenommen. Das betrübt mich, wenn du traurig bist über das, was ich schreibe. Ich möchte eigentlich die Frauen ermutigen, nicht Mann zu sein - doch das wird offenbar falsch verstanden…
Ich behaupte, dass die Männerwelt eine hierarchische ist und die Frauenwelt eine vernetzte ist.
Zwingen wir das Weibliche in die Männerwelt, entspricht dies nicht ihrem Naturell. Ich möchte das erklären, wobei mir bewusst ist, dass es Die Frau und Der Mann nicht gibt.
Die Frau ist in der Regel kein Soldat. Das Befehlen liegt ihr nicht im Blut, zumindest haben wir noch nie vernommen, dass Gruppen bewaffneter Frauen ein Massaker verübten, obwohl sie zweifellos dazu fähig wären.
Das bis heute bestehende Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ist durch und durch hierarchisch. Es ist nicht weiblich! Lange nach 1789 (Französische Revolution) war Mann im Zweifel, ob die Frau "sachgerecht" entscheidet oder eben - weiblich, emotional. Die deutsche Frau hat sich bewährt und das Dritte Reich nicht verhindert, obwohl sie das Stimm- und Wahlrecht seit 1918 hatte …
Die Gehirnwäsche verlangt, Frauen müssten sein wie Männer, sich dem Wettbewerb stellen, Kampf und Krieg, den Sieg vor Augen! Krieg ist die Fortsetzung des Wettbewerbs und der Sieg ist kein Zufall, sondern strategisch herbei-GEFÜHRT. In diese Führerposition soll die Frau, sie soll ein Mann werden! Nichts anderes kommt den Linken in den Sinn! Denn das herrschende System - der Faschismus - sei alternativlos.
Die Alternative ist in der Tat - das Weibliche, die Vernetzung, ist gute Gedanken denken und für andere Sorgen: Die Alternative ist eine andere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, denn dasselbe System ist keine Alternative! Das Vaterland, die Vereinigten Vaterländer, das Grosskapital sind tot! Die Männerwelt ist tot, sie hat uns Kriege und unvorstellbare Verwüstungen, unsägliches Leid gebracht und schick sich an, den finalen Roten Knopf zu drücken.
Frauen!
Geht nicht an die Macht, übt nicht Gewalt! Vernetzt die Welt, beseelt sie, macht sie schön, schafft Leben, das glücklich ist, wenn das andere glücklich ist!
Frauen!
Schafft Macht und Gewalt ab! Gebt dem Mann eine Aufgabe - nämlich für euch und eure Kinder, für Alte und Invalide zu sorgen!
Frauen!
Jesus von Nazareth war weiblich, er war gegen Macht und Gewalt: "Weiche, Satan!" und viele Männer sind wie er und ihr! Jedoch, wir wurden dumm gemacht! Dummheit ist lernbar und wird von Generation zu Generation weiter gelernt. Wir müssen die Schulen und Universitäten neu erfinden! Wenn aus 10 Studenten und 60 Studentinnen 10 Gruppen gebildet werden und 9 Gruppen von Männern GEFÜHRT werden, verlasst die Schule - vernetzt euch, macht nicht mit in der Männerwelt, SIE IST TOT! DAS HIERARCHISCHE IST TOT.
Werde jede von Euch ein allmächtiges Ich!
Die gute politische Partei ist diejenige, die euch und alle Menschen befreit: Verlangt die Ganze Freiheit! Ordnet Eigentum, Geld und Handel so, dass niemand Macht und Gewalt hat. Niemand; auch die gute politische Partei nicht! Jeder Mensch ist ein Mensch, keiner ist des anderen Untertan und niemand hat das Recht, zu strafen.
Liebe wooow Men (Women, wunderbare Menschen), eine solche Ordnung schlagen wir unter montagsZeitung.ch/bv vor und habe sie seit dem 2. Oktober 2017 schon viele Male den Gesprächen angepasst. Gewiss, es braucht beides, das Männliche und das Weibliche; aber das Grosse muss unten bleiben. Das Grosse dient dem Kleinen und so erreicht jedes, was es will!
Die Männerwelt sieht dies umgekehrt: Das Grosse dominiert das Kleine - und so erreicht nur eine kleine Gruppe, was sie will! und hält uns in Angst und Schrecken gefangen! 
Ein Jubelheft über selbstorganisierte Teams und Gemeinschaften, die möglichst hierarchiefrei, kooperativ und gewaltfrei funktionieren - ohne das übliche Oben-Unten.
Der Verlag Saiten publiziert monatlich das gleichnamige Magazin Saiten und er funktioniert als Kollektiv - seit 25 Jahren. Das heisst: keine (oder zumindest: flache) Hierarchien, Einheitslohn und eine Diskussions- und Entscheidungskultur, die möglichst solidarisch und rundum respektvoll ist beziehungsweise sein soll. Die schöne Theorie besteht den Praxistest nicht immer gleichermassen kratzerfrei - aber immerhin erfolgreich seit 25 Jahren. Und auf diesem Kurs schippert der Saitenkahn auch weiter.
Diese Jubiläumsausgabe beschäftigt sich aus gegebenem Anlass mit Kollektiven. Wie können selbstorganisierte Gruppen, Teams, Gemeinschaften möglichst hierarchiefrei, kooperativ und gewaltfrei funktionieren? Wie fallen Entscheidungen, wie löst man Konflikte, wo liegen die informellen Stolpersteine? Was uns interessierte, waren zukunftstaugliche Arbeits- und Lebensmodelle ohne das übliche Oben-Unten. Denn wie sagte ein kluger Mensch kürzlich so träf: «Demokratie muss nicht nur als politisches System, sondern auch als Lebensform installiert werden.»
Drei solcher Projekte sind im Heft porträtiert: die St.Galler Buchhandlung Comedia, Genossenschaft der ersten Stunde, das IT-Unternehmen Liip, das sich holokratisch organisiert, und die Lebensgemeinschaft Nextgen in Trogen, die den Kollektiv-Gedanken umfassend bis in den Kleiderschrank zu verwirklichen sucht. Dazu gibt Soziokratie-Expertin Katja Breitenmoser Auskunft, wir stellen Hans Widmers Andere Stadt vor und wollten wissen, wie Basisdemokratie heute gelebt wird - am Beispiel des Kollektivs, das derzeit den St.Galler Frauenstreik vorbereitet. Das Heft kann unter saiten.ch bestellt oder in der Bibliothek St. Gallen gelesen werden.
Was will das Grosse, zum Beispiel eine Buchhandlung (Unternehmen), zum Beispiel eine Lebensgemeinschaft (Verein)? Dieser Wille muss geäussert werden. Das Grosse will nichts anderes als die Menschen vereinigen und nähren. Das Kleine - der Einzige - will nichts anderes als sich beteiligen am Dienst der Menschen. Natürlich können nicht alle Menschen sich an derselben Buchhandlung oder nur an Buchhandlungen beteiligen: Das Grosse, die Buchhandlung, ist innerhalb des Grossen das Kleine - und beteiligt sich am Dienst der Menschen, sie zu vereinigen und zu nähren. TUT SIE DIES? und zögert sie nicht, ihre Idee aufzugeben, wenn eine andere ihr geeigneter erscheint?
Das kleinste Grosse ist die Lebensgemeinschaft zweier Menschen, ein Verein. Auch es, das kleine Grosse, hat den Willen die beiden Menschen zu vereinigen und zu nähren, und jeder der beiden Einzigen beteiligt sich am Dienst. TUN SIE DIES? und zögern sie nicht, ihre Idee aufzugeben, wenn eine andere ihr geeigneter erscheint? Mir scheint, wir sind noch ein paar Meter davon entfernt - die Männerwelt, der Staat regiert bis in die Familie hinein, er regelt DIE EHE, DAS SORGERECHT, DIE SCHULPFLICHT usw. Das Grosse stellt sich über das kleinere Grosse.
Songtext
Ich bin nicht frei und kann nur wählen,
welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen.
Ich bin tausendmal verblutet und sie ham mich vergessen.
Ich bin tausendmal verhungert und sie war'n vollgefressen.
Im Süden, im Osten, im Westen, im Norden,
es sind überall dieselben, die uns ermorden.
In jeder Stadt und in jedem Land,
schreibt die Parole an jede Wand.
Schreibt die Parole an jede Wand.
Keine Macht für Niemand!
Keine Macht für Niemand!
Reißen wir die Mauern ein, die uns trennen.
Kommt zusammen, Leute. Lernt euch kennen.
Du bist nicht besser als der neben dir.
Keiner hat das Recht, Menschen zu regier'n.
Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen,
es sind überall die dieselben, die uns erpressen.
In jeder Stadt und in jedem Land
heißt die Parole von unserem Kampf,
heißt die Parole von unserem Kampf.
Keine Macht für Niemand!
Keine Macht für Niemand!
Komm rüber Bruder, reih dich ein,
komm rüber Schwester, du bist nicht allein.
Komm rüber Mutter, wir sind auf deiner Seite,
komm rüber Alter, wir woll'n das Gleiche.
In Augsburg, in München, Frankfurt, Saarbrücken,
es sind überall dieselben, die uns unterdrücken.
In jeder Stadt und in jedem Land,
mach ne Faust aus deiner Hand.
Mach ne Faust aus deiner Hand.
Keine Macht für Niemand!
Keine Macht für Niemand!
"Wenn es unmoralisch ist, anderen Menschen ihr Eigentum abzunehmen, wieso ist es dann moralisch korrekt, Parteien zu wählen, die dir versprechen, anderen ihr Eigentum abzunehmen und es dir zu geben?"
WEIL WIR ANDERS ARBEITER*INNEN UND MIETER*INNEN UND ZINSSCHULDNER*INNEN NICHT BEFREIEN KÖNNEN!
Ihr bleibt euer Lebtag Erniedrigte und eure Kinder auch. Man hat euch 1789 mit der Französischen Revolution vorgegaukelt, euch zu befreien: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! - in Wirklichkeit hat man bloss die Herrschenden ausgewechselt: Anstelle des Geburtsadels trat der Geldadel - das Grosskapital.
Und das Grosskapital selbst ist ebenfalls dem Wirtschaftssystem "Liberalismus" unterworfen: Es kann nicht sozial sein, sonst würde es gefressen, besiegt vom Skrupellosen! Dieses barbarische System hat zwei Weltkriege verursacht und seit 1949 die unendlichen NATO-Kriege.
Keine Macht für niemanden bedingt, dass Geist, natürliche Ressourcen, Unternehmen, Immobilien und Darlehen von Herren befreit werden: Geist ist frei; natürliche Ressourcen werden von der Gemeinde zugeteilt; Unternehmen werden von den Arbeiter*innen, Immobilien von den Nutzer*inne verwaltet; Darlehen und Anteilscheine sind zinslos.
Gewiss, die Gemeindeversammlung, die Versammlungen der Arbeiterinnen und Nutzerinnen, das Geld- und Kreditwesen haben eine Macht über den Einzigen - doch diese Macht wird nicht Repräsentanten verliehen, sondern bleibt bei euch Versammelten. Auch wenn niemand ein Strafrecht hat, so haben die Versammelten doch die Möglichkeit zu bestimmen, welches Unternehmen oder welcher Verein die natürlichen Ressourcen nutzt und die Versammlung des Unternehmens nimmt neue Arbeiter auf und die Versammlung der Immobilie nimmt neue Bewohner auf. Und jeder Einzige kann frei ein Unternehmen, einen Verein gründen.
Die Geldpolitik wird von der Gemeindeversammlung festgelegt: das schuldfreie Geld, das öffentliche Geld, die Darlehen der Gemeinde und die Minderung der Geldmenge. Auch die Währungspolitik wird von der Gemeindeversammlung beschlossen: die Wechselkurse und die Haushaltsmenge zu der Fremdwährungen gekauft werden können.
Gemeinden, die dieselbe Geld- und Währungspolitik beschliessen, verwenden dasselbe Geld und vernetzen sich zu einem Wirtschaftssystem, das gutartig ist, weil keine Gruppe von anderen dominiert werden kann.
ES GIBT KEINEN HERRN AUF ERDEN!
Horse-Man-Ship, zu Deutsch, Pferd-Mensch-Schiff: Pferd und Mensch gehen zusammen auf eine gemeinsame Reise. Die moderne englische Bezeichnung "Horseman" hat den Ursprung im spanischen Caballero, dem italienischen Cavalieri. Als Kavalier (lat. caballarius, Pferdepfleger) bezeichnet man jemanden, der aufmerksam, zuvorkommend, elegant, ausgeglichen und umgänglich ist.
Kannst du konsequent sein, ohne zornig zu werden, und kannst du freundlich sein, ohne zu verhätscheln?
Viele Menschen sind natürlich, intuitiv und mit gesundem Menschenverstand versehen. Pferde sind die Definition von Natürlichkeit; sie leben im Moment, Zukunft und Vergangenheit erscheinen unwichtig. Die Zusammenarbeit mit Pferden eröffnet Menschen eine hervorragende Basis, um nicht nur in den Spiegel zu schauen, sondern auch, um in die Herzen und in die Psyche des Pferdes vorzudringen.
Die Vermenschlichung (Anthropomorphismus) dieses domestizierten Fluchttieres brachte erst die moderne und industriealisierte Zeit, in der das Pferd vom Arbeitstier zum Partner wurde. Horsemanship ist kein spezifischer Reitstil, sondern eine ganzheitliche Ausbildung für Mensch und Pferd.
Horsemanship setzt weder Trensen noch Sporen ein und setzt auf gegenseitige Kommunikation und Verständnis. Horsemanship ist eine der lohnendsten Herausforderungen zur Persönlichkeitsbildung DES MENSCHEN: Wenn es zu meiner Einstellung wird, dass wahrer Respekt keine Angst beinhalten kann, dann öffnen sich alle Türen, nicht nur jene zu Pferden! - horsemanship-schule.ch
Wahrer Respekt kann keine Angst beinhalten
Und genau dies: vom Arbeiter zum Partner; vom Mieter zum Mitbewohner; vom Zinsschuldner zum Zinsfreien; von der Angst zum Respekt schliesst das Zeitalter des Faschismus. Wir respektieren einander und unser aller Ziel ist Ernährung und Vereinigung - mit einem Wort, WELLNESS.
Bis 2030 sollten wir das Zeitalter des Faschismus schliessen und ein anderes Ziel erreichen: Eine andere Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung: Wellness statt Liberalismus.