Sehr geehrte Kolleginnen
Sehr geehrte Kollegen
Falls Sie in einer Familie leben: Leben Sie eine demokratische? Haben Teenager ebenfalls eine Stimme und besteht ein Vetorecht?
EU NATO WTO werden zerfallen und damit auch das geistige Eigentum.
Den USA wird es nicht gelingen, die ganze Welt zum Götzendienst zu zwingen. denn die Entwicklung der Information Richtung Open Source kann nicht in die Tube zurückgedrückt werden. Der Controllverlust (CTRL-V) ist bereits heute offensichtlich und wird sich fortsetzen. Die Digitale-Revolution, der sich die westlichen Staaten auf Befehl des Grosskapitals verschrieben haben, ist ein erfolgloser Versuch, die Zeit zurückzudrehen, den Imperialismus des Geistes und den Lizenzhandel zugunsten der Atlantiker - nicht der westlichen Bevölkerung! - wieder zu errichten.
Ich möchte daran erinnern, dass der Kolonialismus im 19. Jh. nicht zu allgemeinem Wohlstand in Europa auf Kosten der indischen und afrikanischen Bevölkerung führte, sondern einzig zu unvorstellbarem Reichtum einer Elite in Grossbritannien und Frankreich. Die Verelendung der Menschen in Asien, Afrika und Europa war den Staaten schnurz, sie trieben ihre Raubzüge weiter bis zum ersten Weltkrieg, zum zweiten Weltkrieg und zu den Nato-Kriegen seither. Südeuropa hat eine Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent! Bestens ausgebildete junge Leute, Bolognia-Reformierte, sind im wirtschaftlichen Elend und sie sind kein Thema in den Nachrichten, keines in der Politik. Millionen Verelendete stehen in Nordafrika und wissen nicht weiter - die seien eine Gefahr für Europa: Schliesst die Grenzen!
Das Elend in Afrika drängt zum Elend in Südeuropa und die Verarmten gehen aufeinander los, befeuert von politischen Parteien - und zur Freude einer skrupellosen Elite, die sich Atlantiker nennt und unter deren Einfluss die NATO steht. Und in den Redaktionen schreiben sich Natos die Finger wund, wie gut dass es die NATO gibt. Für wen soll das Elend gut sein?
Bringt es dem jungen Südeuropäer etwas, wenn er das geistige Eigentum verteidigt, das sich eine Handvoll Konzerne global unter den Nagel gerissen hat? Ist er nach dem Sieg ein freier Mensch und lebt in einer sozial gerechten Welt, in der niemand Hunger und jeder eine Wohnung hat, in der die sozial Schwachen im Zentrum stehen und nicht der Finanzmarkt, die wenigen Superreichen?
Die Nato sind die Nazi dieser Welt.
Wir müssen die Nato aus den Redaktionen entfernen und Blumen pflanzen statt Kriegsmaterial herstellen. Nein! dann werden wir Journalisten auch arbeitslos und wir in der Kriegsindustrie auch und wir im Finanzmarkt auch und wir im Staatsapparat auch und wo bleiben meine Renditen, meine Altersrente? Wir sind längst, seit 200 Jahren, mit Staat und Grosskapital verschmolzen - wir sind Faschisten. Kleine Faschisten. Seit der Gründung im Jahre 1780 steht die «Neue Zürcher Zeitung» - eines unserer Leitmedien - für eine kontinuierliche Entwicklung des Faschismus. Wir lesen sie und ihre Derivate täglich und finden es vernünftig, einander zu erschlagen, und furchtbar, wenn einer erschlagen wird, dann fordern wir Höchststrafen. Wir sind irr, vollkommen irr.
Wir wissen, dass der Planet Erde ein Vielfaches der heutigen Menschheit ernähren könnte. Wir wissen, dass jeder eine Wohnung haben könnte. Wir wissen, dass jeder Mensch in Freiheit - nicht in Grenzen eingesperrt - leben könnte.
Warum tun wir's nicht?
Weil wir das goldene Kalb, den Oligarchen, anbeten. Er steht im Zentrum und wir dienen ihm und tun täglich neue Grausamkeiten, um ihn, den Unersättlichen, zu befriedigen.
Warum stellen wir nicht die Mutter, das Kind und die Alten ins Zentrum? Mutter, Kind und Alte sollen uns Kredit (Vertrauen) geben und nicht der Oligarch! Ihnen sollen wir dienen und keinem Herrn! Ist das so schwer zu verstehen nach 200 Jahren «Neue Zürcher Zeitung»? Ja! es ist schwer zu verstehen und schwer zu ändern. Packen wir's an!
3. April 2018 16:54
«Ihr seid keine Schafe. Glaubt dem Pfarrer nicht, er sei ein Hirte und ihr Schafe. Ihr seid Menschen. Ihr seid frei.» Ich bin pensionierter Pfarrer. So reizt mich ihr Aussage natürlich zum Widerspruch. Ich möchte einfach einige Gedanken dazu äussern:
- was mich an der Montagszeitung stört, ist ihre Schwarz-Weissmalerei. Obige Aussage über Hirt und Herde könnte plakativer nicht sein. Die Wirklichkeit ist viel differenzierter. Es ist zu einfach, andere schlecht zu machen, um sie dann besser in Karikatur zu setzen. Nach C.G. Jung trägt jeder Mensch eine Licht- und eine Schattenseite in sich. Ich darf meinen Schatten nicht auf andere projizieren. Damit helfe ich weder ihnen noch mir. Dies gilt wohl auch für die öffentliche Berichterstattung.
- Das Bild vom Hirten ist zuerst oder überhaupt eine Aussage über Gott. Schon im Alten Testament gibt es den wunderbaren Psalm 23 von König David, ein fast 3000 Jahre altes Gebet, das heute noch oft gebetet wird: Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts fehlen…..
- Im Neune Testament (Johannesevangelium) ist das Bild vom guten Hirten ein österliches Bild. Es meint den auferstandenen Herrn. Der gute Hirt ist die älteste Darstellung, die es von Jesus gibt (gefunden in den Katakomben zu Rom). Durch den Glauben an den Auferstandenen sind wir zu Menschen geworden, die am Geheimnis des göttlichen Lebens Anteil haben und schon in dieser Welt dazu gesandt sind, als freie Menschen dem Leben zu dienen, einem Leben der Liebe und der Hoffnung über den Tod hinaus. Es war für mich wunderbar, im Ostergottesdienst mit der Musik von Mozart in einer überfüllten Kirche dieses Geheimnis zu feiern.
- Die Vorstellung, dass der Pfarrer Befehle erteilt und die Gläubigen gehorchen, ist nun wirklich antiquiert. Gehorsam im kirchlichen Sinn ist dialogisch. Natürlich muss ein Pfarrer auch führen können. Aber mit einem partizipativen Führungsstil. Zusammen mit der Gemeinde muss er den Weg in der Nachfolge Jesu suchen und gehen. Papst Franziskus wird im Herbst eine Jugendsynode abhalten. Schon letztes Jahr hat er eine Umfrage bei Jugendlichen durchführen lassen, damit er ihre Gedanken, Vorstellungen und Wünsche kennenlernen kann. Überhaupt ist er als Vorsteher einer weltweiten Kirche ein grosses Vorbild. Es heisst, er sei der einzige Leader, zu dem die Menschen heute aufschauen können. Seine Enzykliken und sein Lebensstil bestätigen dies. Er ist «Diener der Diener Christi»
Das waren ganz spontan einige Gedanken aus meiner Seele. Ich wünsche Ihnen eine frohe Osterzeit und grüss Sie freundlich
7. April 2018 01:46
Vielen Dank für Ihren Brief und Ihren Ostergruss!
Sie schreiben von Licht- und Schattenseiten. Sie haben Recht und sprechen ein zentrales Problem an: das Folgen.
Auch wir - ich! - möchte, dass man unseren Gedanken folgt. Jedoch aus dem Folgen ergibt sich die Erwartung des Gehorchens und daraus die Handlung des Strafens.
Ich bin Vater dreier Töchter und werde im Juli Grossvater. Ich bin nicht Licht, sondern auch Schatten und habe auch Gehorsam verlangt: Geh zur Schule! Räum auf! Sei um elf zuhause! Und Strafen gab es auch: weniger Sackgeld, geh ins Zimmer etc. Als unsere Kleinste 12 Jahre alt war und meine Frau und ich uns trennten, hat mich der Satz von Tolstoi tief berührt: "Niemand hat das Recht, zu strafen."
Seither habe ich mich selbst entwaffnet (später folgte meine Frau mir nach) und aus der Ohnmacht, Gedanken durchsetzen zu können, ist Vertrauen entstanden: "Ich rate dir, doch du tust, was du für gut findest." Dieses Vertrauen wurde zum Gott-Vertrauen (Teenager im freien Ausgang!) und kam zurück, indem sich die Töchter an-vertrauten. Wenn Sie so wollen, haben wir Erziehung durch Beziehung ersetzt: raten, ermahnen, zeigen, gute Gedanken denken und für andere sorgen. Wir haben eine sehr schöne Beziehung untereinander! Natürlich streiten wir auch, doch wir strafen nicht und niemand erwartet Gehorsam.
Vertrauen - Misstrauen. Ich lasse das Bild einfach mal so stehen und wie jedes Jahr freue ich mich auf Pfingsten, die stärkste Zeit im Jahresverlauf: Folgt mir nach - als eine Einladung. Daraus lässt sich kein Zwang und keine Strafe ableiten und wir müssten es dahin bringen, dass die Menschen sich ihres Misstrauens schämen und Zwang und Strafen aufheben.
Liebe Grüsse
7. April 2018 09:42
Ich danke Ihnen, dass Sie meinen Brief beantwortet haben und für die auch persönlichen Gedanken, die Sie darlegen. Ich denke, dass es auch im Sinne der Montagszeitung ist, dass man nachdenkt, Stellung bezieht und in Dialog treten kann. "Die Wahrheit liegt in der Mitte", sagte Martin Buber.
Sie haben recht: Pfingsten ist das grosse Fest des Geistes, der Freiheit und der Schöpfung, die uns als Lebensraum gegeben ist und die wir zum Wohle der Mitmenschen persönlich und gesellschaftlich weiter gestalten sollen. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und sende Ihnen freundliche Grüsse
7. April 2018 21:29
Unser Gespräch freut mich sehr und ich danke Ihnen von Herzen. Nur eines noch möchte ich anfügen: Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte. Es gibt Wahrheit schlicht und ergreifend nicht. "Was ist Wahrheit?" fragte Pontius Pilatus Jesus; Jesus schwieg. Diese Antwort ist der Schlüssel zu Pfingsten, dem grossen Fest des Geistes, der Freiheit und der Schöpfung - zusammen mit dem Vaterunser:
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
US-Präsident Trump beklagt sich über die Hexenjagd der Presse und der Justiz gegen ihn. Ich antwortete ihm: "If you will be a Nato-Gang-Member like POTUS44, the witch hunt is over and the press love you. KILL PEOPLE ALL OVER THE WORLD! BE FASCIST OR NOT TO BE."
Das ist schwarz-weiss und ich empfinde es als wahr. Natürlich ist die Wirklichkeit viel differenzierter: POTUS44, Obama, ist auch Vater, er friert und hat Hunger wie ich. Wie ich ist er Mensch. Auch der Journalist tut seinen Job und wie ich tut er das, was von ihm erwartet wird und nicht etwas anderes. Er folgt und gehorcht wie ich als Taxifahrer: Will jemand nach irgendwo, tue ich das und fahre ihn nicht woanders hin, weil es mich dort besser dünkt.
Ich bin auch ein Rädchen im Uhrwerk, das man letztlich als Ganzes als Faschismus bezeichnet. Auch ich bin schuld, keiner ist ohne Schuld. Und doch handelt jeder aus seiner Sichtweise gut oder mindestens recht. Auch der, der in Rapperswil mit dem Messer auf drei andere einstach. Im Nachhinein scheint es ihm vielleicht nicht mehr richtig, vielleicht plagt auch Obama das Gewissen, dass er Gaddafi ermorden liess und Libyen in Tod und Chaos stürzte. Auch Gaddafi war Vater, auch er hatte Familie und Bekannte und er mochte sie und sie ihn.
Wir sehen das in jeder Familie: Sie wird nach der dritten Generation zu gross, wir haben nicht mehr mit jedem Kontakt, weil dies unmöglich ist. Überspitzt könnte man sagen, wir schotten uns gegen neue Teilnehmer ab - nicht bösartig, es ist einfach so. Versuch einen Stammbaum zu zeichnen und du siehst, dass es nach den Grosseltern und nach den eigenen Enkeln bereits schwierig wird.
Nun kann aber keine Familie und auch kein Stamm alleine leben. Wir bedürfen einer grösseren Gemeinschaft und auch diese Gemeinschaft ist in Kontakt mit anderen Gemeinschaften. Sobald nun aber einer in der Familie oder im Stamm oder in der Gemeinschaft beginnt, andere - nach seiner Sichtweise (Wahrheit) - zu erziehen, werden die ersten Teilchen gemacht, die wir als ganzes Werk als Faschismus bezeichnen.
Ersetzen wir Erziehung durch Beziehung haben wir nur ein einziges Problem zu lösen: die Verteilung der natürlichen Ressourcen und der Ernte. Und so schwierig ist das nicht: Es sollen alle satt werden, jeder soll ein Dach haben und keiner soll frieren.
Vielleicht ist es nicht sinnvoll, dass in der Schweiz bloss 3.3 von 100 Erwerbstätigen in der Landwirtschaft (Primärsektor) tätig sind und 19.8 im Sekundärsektor (Bergbau, Produktion, Energie- und Wasserversorung, Baugewerbe/Bau): Was machen die anderen 77? Wohlgemerkt, wir schreiben nur von den Erwerbstätigen, nicht von den Kindern und Alten, die auch zu versorgen sind. Von den Erwerbstätigen arbeiten fast vier Fünftel im Dienstleistungsbereich (Tertiärsektor). Sie tun irgendwas, Taxifahren zum Beispiel. Natürlich behauptet jeder, er tue etwas ganz Wichtiges - doch bei Licht betrachtet: Tun vier von fünf tatsächlich etwas ganz Wichtiges?
Wir sind satt, haben Kleider, Wohnung, Wasser und Energie. Wir müssten bloss die Lebensmittel und Kleider am Produktionsort abholen. Jetzt wird aber der erste bockig und sagt: "Schöne Beziehung hin oder her, aber so geht das nicht, dass ich arbeite und ihr tut nichts und nehmt einfach."
Er verlangt ein Verrechnungssystem: "Von mir aus nicht Geld, aber eine Arbeitszeit-Verrechnung." Und die Leute kommen wieder und bringen Arbeitsbestätigungen mit: "Siehst du, wir arbeiten auch!" "Ja, aber Taxifahren, Bier servieren!? Was soll das, das ist doch keine sinnvolle Arbeit!"
Und er beginnt andere - nach seiner Sichtweise (Wahrheit) - zu erziehen, und andere schliessen sich ihm an und definieren: Sinnvoll ist, was Geld gibt - und wer soll Geld schöpfen? Die Bank. Und wer soll die Produkte vor Dieben schützen? Der Staat. Und wofür soll die Bank Geld leihen? Für Land und Immobilien, die sind ewig - ewiges Eigentum, solange du zinsen kannst. Et voilà, Staat und Grosskapital sind verschmolzen.
Wir waren satt, hatten Kleider, Wohnung, Wasser und Energie. Wir mussten bloss die Lebensmittel und Kleider am Produktionsort abholen und sie einander bringen. Wir hatten eine schöne Beziehung untereinander, bis einer, statt sich selbst zu weniger Arbeit zu erziehen, andere erzog.
"Wenn du jemanden erziehen willst, erzieh dich selbst." Dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Schwarz-Weissmalerei. Das Gewaltmonopol des Staates ist die systemübergreifende Gemeinsamkeit aller Staatsgebilde, weil wir es angeblich nicht schaffen, selbst zivilisiert miteinander umzugehen. Wir möchten euch zur Zivilgesellschaft ermuntern und Staat und Grosskapital entmachten. Wir sind der Überzeugung, dass eine Gemeinschaft eine bestimmte Grösse hat und nur so gross sein kann, dass jeder das Wort ergreifen kann und gehört wird. Wird eine Gemeinschaft zu gross, teilt sie sich.
Direkte Demokratie bedeutet, keine Vertretung anstelle des Volkes. Das Volk, die Basisversammlung, ist oberstes Organ, es gibt kein höheres. Die Basisversammlung hat nicht das Recht, jemanden auszuschliessen oder zu strafen; es gibt kein Urteil im Namen des Volkes.
Entreisst ein Jugendlicher einem anderen dessen Handy oder Portemonnaie und springt davon, ist das Raub. Klaut ein Jugendlicher im Supermarkt, ist das Diebstahl. Anzeigen wegen Raub und Diebstahl. Da wird die Behörde aktiv und nimmt den Eltern das Kind weg, denn offensichtlich sind sie nicht fähig, ein Kind zu erziehen. Schulisch ist es auch schlecht, uninteressiert, auffällig. Klarer Fall: schwererziehbar.
Ab ins Heim bis zur Gerichtsverhandlung und anschliessend wird das Urteil zugunsten eines weiteren Heimaufenthaltes ausgesetzt. Ziel ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Ein Ziel, das auch die Eltern anstrebten, aber nicht umsetzen konnten, weil sie nicht erziehen können.
Was macht Väterchen Staat anders als die Eltern?
Die Bezugspersonen werden gesiezt. Ihnen ist absolut zu gehorchen. Wer nicht gehorcht, geht aufs Zimmer, wer nicht ins Zimmer geht, wird in die Arrestzelle gebracht. Die Hausordnung ist rigid: Kein Handy, kein Ausgang, Tagesablauf und Ordnung und Anweisungen sind streng einzuhalten, ein achtsamer Umgang ist Pflicht. Die Securitas ist vor Ort, falls es Probleme gibt.
Die Jungen parieren schon, der eine schneller, der andere später und falls nicht, werden die Massnahmen abgebrochen und der Jugendliche kommt ins Gefängnis, sitzt die Strafe ab und wird entlassen. Frei. Und praktisch chancenlos im Erwerbsleben. Eine Frage der Zeit, bis er wieder einsitzt. Die Jungen werden in Heimen in anderen Kantonen untergebracht, weit von zuhause weg.
Der Junge hat Heimweh.
Die Sozialpädagogen sind nicht seine Eltern, die Jugendlichen nicht seine Geschwister. Sie sind sich fremd. Ausserhalb des Heims kann er keine Beziehungen eingehen, er ist ja kaum draussen und das Stigma Verurteilter haftet ihm an. An Silvester ist er abgehauen, nach Hause. Zur Familie. Am Neujahr hat er sich zurückgemeldet. Arrestzelle. Seither darf er nicht mehr zur Familie. Er sei dazu noch nicht reif. Im April vielleicht. Aufbegehren. Geh ins Zimmer!
Würden Eltern ihre Kinder so erziehen, nähme man sie ihnen weg und würde die Eltern ins Gefängnis stecken!
Menschen benötigen Beziehungen, Beziehungen sind essentiell, lebenswichtig! Der Rechtsstaat zerstört systematisch Beziehung durch Erziehung. Jahrelang, kaum können Kinder laufen: weg von der Familie, Schulwesen, Strafwesen. Wir brauchen uns nicht wundern, wenn Menschen schwer sozial gestört sind: Väterchen Staat hat sie so erzogen, weil deren Eltern nicht fähig seien, sie zu erziehen.
Wir alle sind sozial gestört und dieses Erziehungswesen bestimmt unser Leben im Beruf und in der Partnerschaft. Wir wissen schon fast nicht mehr, was Beziehung ist: Gute Gedanken denken und für andere sorgen; Böses weder zu erwidern (Rache) noch anzuerkennen (Recht). Und doch dringt es immer wieder durch, das Prinzip des Lebens.
Ich habe Heimweh nach meiner Mutter.
Dieses Muttergefühl, dieser Mutterinstinkt ist das Prinzip des Lebens. Es beruht auf Liebe, Arbeit und Wissen. Es soll unser Leben bestimmen. Immer. Dem Väterchen Staat ist das Erziehungsrecht zu entziehen. Er bricht die Kinder und lehrt sie das Paradox: Gewalt sei keine Lösung.
In einer Taxifirma bringen die Chauffeure das eingenommene Geld in die Firma und aus dieser Gesamtsumme werden die Rechnungen bezahlt und vom Rest erhält jeder Angestellte seinen Teil. Betrügt einer und legt nicht alle Einnahmen in die gemeinsame Kasse, wird er ermahnt oder entlassen.
VETORECHT
Ein Beschluss ist ungültig, wenn unmittelbar danach einer dies verlangt und ein Zehntel dem Veto zustimmt.
Genau gleich funktioniert eine Familie: Alle Einnahmen werden in eine Kasse gelegt und daraus werden die Rechnungen bezahlt und jeder in der Familie erhält einen Teil für sich. Wer wie viel erhält, das muss man absprechen und kann dabei Demokratie lernen einschliesslich einem Vetorecht. Wer Einnahmen nicht abgibt, betrügt; ausgenommen sind natürlich persönliche Geschenke.
Werden die Kinder grösser, haben sie eigenes Einkommen.
In unserer Region gibt es kaum Grossfamilien, doch gäbe es sie, würden einfache alle ihre Einkommen und Renten in die gemeinsame Kasse legen und daraus die Rechnungen bezahlen und jedem einen Teil für sich geben.
Bei uns bildet der Jugendliche eine neue Familie noch In-der-Familie. Er zahlt seine Rechnungen selbst und was übrig bleibt, ist ihm. Die gemeinsame Kasse wird um den Teil entlastet, den der Jugendliche nicht mehr braucht.
Gründet er einen eigenen Haushalt nicht allein, hat er die Wahl, ob das Neue eine Familie oder eine Wohngemeinschaft ist. Eine Wohngemeinschaft ist keine Partnerschaft, sondern es sind mehrere befreundete Unternehmer, die sich bestimmte Kosten (Wohnung, Energie) teilen, wie sich mehrere Taxigesellschaften die Kosten für ein Call-Center teilen.
Nun kennst du den Unterschied zwischen Gemeinschaft und Partnerschaft (Familie) recht genau. Und ob die Partnerschaft amtlich eingetragen ist, ist nicht so wichtig und nicht das Erste.
Anmerkung: Die allermeisten Unternehmen und viele Familien sind keine Partnerschaften, sondern Gemeinschaften, in denen jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Von Demokratie keine Spur. Gier, Habgier und Egoismus sind die Folgen - so zu sagen von Haus aus.
Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.
- Wie soll eine politische Gemeinde demokratisch handeln, wenn die Einzelnen es zu Hause nicht tun? Und in ihrem Unternehmen nicht tun?
Darf man Partner entlassen? Ja, man kann sich trennen. Partnerschaft bedeutet, dass jeder will. Will einer nicht, ist eine Partnerschaft nicht möglich. Darum: Seid achtsam zu einander, in der Familie und im Unternehmen.
Die politische Gemeinde ist eine Ansammlung freier und demokratischer Familien und Unternehmen. Die Gemeinde selbst ist weder eine Familie noch ein Unternehmen, einzig Gemeinderäte erhalten während ihrer Amtszeit einen Lohn. Die anderen Bewohner haben keine ausdrückliche Beziehung zur "Gemeinde". Die Gemeinde ist auch kein Verein, in dem Gleichgesinnte mittun, sondern eben eine Ansammlung Verschiedengesinnter. Darum ist ein Strafrecht ein Feind der Demokratie, weil es die Verschiedenen gleich macht.
Demokratie muss von unten wachsen und diese Achtsamkeit in den Unternehmen fortsetzen und in der Gemeinde zur Entfaltung bringen.
- Arbeite nicht beim Staat, denn er ist kein demokratisches Unternehmen; Fremde bestimmen, was du zu tun hast. Dasselbe bei privaten Unternehmen, in denen Eigentümer und Arbeiter nicht identisch sind.
- Der Aufruf: "Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" erzeugt bloss Streit. Bildet demokratische Familien, gründet demokratische Unternehmen, sorgt für eine demokratische Landnutzung und eine demokratische Geld- und Währungspolitik. Macht euch unabhängig von Staat und Grosskapital und Kirchen. Lasst nicht zu, dass euch andere erziehen und erzieht andere nicht.
Pflegt die Beziehung: Gute Gedanken denken und für andere Sorgen - anderen etwas zu Liebe tun und Wissen vermitteln.
Ich behaupte, es ist völlig unmöglich, undemokratischen Familien nachhaltig zu helfen. Sie sind das Gewächshaus der Gewalt. Sie bilden Parteien und Staaten um ihre Interessen durchzusetzen. Bis an den Hindukusch. Und Väterchen Staat erzieht die schwer Erziehbaren und Dienstverweigerer.
Wenn sich etwas vereinen soll, dann sind es demokratische Familien und demokratische Unternehmen mit dem Ziel, die Menschen ins gelobte Land zu führen, aus der Wüste hinauszuführen zur Wasserquelle. Und das Meer wird sich abermals teilen, damit sie den Herrschenden entrinnen können.
Leider haben die Juden den Herrn mitgenommen und in seinem Namen ein neues Reich gebildet. Sie haben seinen Namen für ihre Interessen missbraucht und die Familien vergiftet. Und so oft wir das tun, so oft werden wir vom Bösen verführt. Wer eine Kirchgemeinde gründet, wird alle Nichtchristen ausgrenzen; wer einen islamischen Staat gründet, wird alle Nichtmuslime ausgrenzen; wer einen faschistischen Staat gründet, wird alle, die nicht das Grosskapital anbeten, ausgrenzen. Das Strafrecht ist ein Feind der Demokratie.
Das westliche Grosskapital will ein globales Gewaltmonopol schaffen - mit der Begründung: Nationalismus lässt kaum Platz für Minderheiten. Globalismus noch viel weniger, doch das sagen sie und ihre Medien natürlich nicht: Dass 15 Nato-Chefs bestimmen (praktisch sind es nur zwei: USA und Deutschland), was global Recht ist und das durchsetzen!
Mich stört schon lange die Anrede Herr für den Namensgeber und Frau für die Frau des Namensgebers - zumal heute auch die Frau den Familiennamen geben kann und konsequent dann der Mann als Mann der Herrin bezeichnet werden müsste.
"Grüezi Herrin Müller, grüezi Mann Müller", wäre korrekt, wenn der Mann der Frau Müller vorher einen anderen Familiennamen hatte.
Geht ein Mann mit einem Mann eine Partnerschaft ein, werden beide Herr genannt. Bei einer Frauenpartnerschaft werden beide Frau genannt, ein Herr fehlt. Dem Wort Herr ist der männliche Herrscher inne. Die Anrede Herr vergiftet die Familie und unterstellt ihr, dass der Mann der Herr, der Chef ist.
In einer Familie ist niemand der Chef! Die Mitglieder sind ein Kollegium und bestimmen frei, wo eine Mehrheit genügt und wo Konsens sein soll (Vetorecht). Die Anrede Kollege bringt das zum Ausdruck und sollte bei demokratischen Familien/Unternehmen verwendet werden. Diese Anrede ist uns nicht fremd.
Lieber Kollege Huber
Sehr geehrte Kollegin Huber
Solange mehrheitlich noch Herr und Frau verwendet wird, ist Demokratie nicht wirklich.
Nun, am Ende dieser Ausgabe der montagsZeitung, siehst du, wie vielfältig und gross das Vorhaben ist, aus einem Staat eine Zivilgesellschaft zu gründen, wie kaputt erzogen die Menschen sind. Wo beginnen wir? Bei der Familie! Und haben wir eine Chance als zivile Region umgeben von Staaten?
Ja.
Ich möchte euch ermuntern, demokratische Familien zu gründen und die Freundschaft zu demokratischen Familien zu pflegen und demokratische Unternehmen zu bevorzugen, daran ist nichts Böses. Und hast du die Möglichkeit, ein Unternehmen zu führen, nimm Verurteilte auf. Sie sind nicht besser als andere und auch nicht schlechter, doch sie haben kaum eine Chance, weil sie heute systematisch ausgegrenzt werden.
Und gründet freie Schulen - Orte, wo es Kindern wohl ist! Streicht die staatlichen Lehrpläne, sie sind nicht gut. Lasst die Kinder tun - in ihrem Spiel. Erzieht sie nicht, sondern seid bloss da mit Material und Wissen und wenn sie eure Hilfe wollen. Raten, ermahnen (Empathie wecken), zeigen (Vorbild sein), helfen - es ist immer dasselbe. Lasst sie frei sich entfalten, haltet sie nicht auf Stühlen und in Räumen gefangen, bewertet sie nicht.
Die Hauptfächer sind: Singen, Zeichnen, Teilen. Die Kinder tun dies ganz natürlich von Geburt an! Aus dem Brabbeln wird Singen wird Sprechen wird Kunst. Aus Tupfen und Strichen werden Formen wird das Schreiben wird Ausdruck, Literatur. Aus dem Teilen wird Rechnen wird Technik und Wissenschaft. Aus dem Ganzen, aus der Vielfalt aller Kinder, wird Kultur. Im Spiel.
Wie viele Erwachsene sagen: "Ich kann nicht Singen, ich kann nicht Zeichnen." Und mit dem Teilen hapert es offensichtlich auch. Sie wurden staatlich bewertet und ausgeschieden. Aus der Vielfalt wurde Einfalt.
Doch es ist alles ewig da! Wenn du das Glück hast, Grossmutter oder Grossvater zu werden, wirst du das Brabbeln hören, das Zeichnen sehen und bloss zeigen, wie du das erste Werkzeug hältst. Und später wirst du das Teilen staunend erleben: dir eines, mir eines, dir eines, mir eines usw.
Gemeinsam können wir viel erreichen, wenn wir zusammenstehen.
28.04.2018
36 Staaten, darunter der Schweiz, werfen die USA vor, das geistige Eigentum von US-Bürgern nicht genügend zu schützen. Die Länder sind:
China, Indonesien, Indien, Algerien, Kuwait, Russland, Ukraine, Argentinien, Kanada, Chile, Columbien, Venezuela, Thailand, Vietnam, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Ägypten, Libanon, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Griechenland, Rumänien, Schweiz, Türkei, Mexiko, Costa Rica, Dominikanische Republik, Guatemala, Barbados, Jamaica, Bolivien, Brasilien, Ecuador und Peru. [link]
Der Schutz geistigen Eigentums - intellectual property (IP) rights - zählt zu den obersten Prioritäten der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Die WTO hat zum Ziel, staatlichen Protektionismus im Handel abzubauen und gleichzeitig den privaten Protektionismus - geistiges Eigentum - global aufzubauen und durchzusetzen (TRIPS-Abkommen). Die Entstehung des TRIPS-Abkommens ist eng mit 13 US-amerikanischen Konzernen verbunden, die auf der ganzen Welt für eine Verbindung von Fragen des geistigen Eigentums und des Freihandels warben. Im Einzelnen waren es die Konzerne: Bristol-Myers, DuPont, FMC Corporation, General Electric, General Motors, Hewlett-Packard, IBM, Johnson & Johnson, Merck & Co, Monsanto, Pfizer, Rockwell International und Time Warner.
Die USA wollen das TRIPS-Abkommen zugunsten der US-Konzerne durchsetzen und die übrigen WTO-Abkommen (Freihandel) aufheben. DIE ANGEKLAGTEN 36 STAATEN SOLLTEN GESCHLOSSEN GEISTIGES EIGENTUM ABLEHNEN. GEDANKEN SIND FREI, KEIN GÖTZENDIENST.
22.04.2018
Wussten Sie eigentlich, dass Bundesaußenminister Heiko Maas seine beiden kleinen, süßen Zwergpudel umgebracht hat? Nicht? Und dennoch ist es so!
Das sagt mein Nachbar. Und wenn ich‘s mir so überlege, könnte er Recht haben. Oder haben Sie Heiko Maas in der letzten Zeit jemals mit zwei Zwergpudeln gesehen - nein! Und warum wohl nicht? Eben!
Die mutmaßliche Gräueltat muss der frühere Justizminister zur Verschleierung dieser Straftat schon von langer Hand geplant haben. Denn auch früher hat man ihn nicht ein einziges Mal in Begleitung seiner Zwergpudel auf der Straße gesehen. Er ist also folgerichtig mit den possierlichen Tierchen nur im Schutze der Dunkelheit ins Freie gegangen.
Oder er hat sie, was an Tierquälerei grenzt, tatsächlich niemals vor die Türe gelassen.
So oder so mutmaßlich mit der Absicht, die geplante Tat gegen das Leben der Tiere zu vertuschen. Denn wer ihn niemals mit seinen Pudeln gesehen hat, wird auch nie fragen, wo sie denn plötzlich geblieben sind. Wie perfide ist es, seine Zwergpudel über Jahre hinweg vor der Öffentlichkeit zu verstecken, nur um sie später unentdeckt ihres Lebens berauben zu können? Sie sehen mich sprachlos!
Mein anderer Nachbar behauptet sogar, über handfeste Beweise für die Tat zu verfügen. Vor allem macht es ihn stutzig, dass die sterblichen Überreste der beiden Kläffer nie gefunden wurden. So oder so: Der Außenminister muss der Täter gewesen sein. Schon allein, weil es keinerlei andere plausible Erklärung dafür gibt, dass die beiden Hündchen wie vom Erdboden verschluckt sind. Und: Gerade das völlige Fehlen aller Beweise unterstreicht mit argumentativem Zwang, mit welch hohem Ausmaß an krimineller Energie der Außenminister vorgegangen sein muss!
Hinzukommt, dass niemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg irgendein Außenminister auf Europäischem Boden eine solch verabscheuungswürdige Tat begangen hat. Das heißt:
Meine Nachbarn und ich, aber auch Sie, liebe Leser, müssen im Namen unserer unverbrüchlichen Wertegemeinschaft jetzt in engstem Schulterschluss eine robuste Antwort an Herrn Maas senden. Eine Antwort, die er versteht und die ihm unsere Entschlossenheit vor Augen führt, jeden weiteren Verstoß gegen die UN-Charta der Pudelrechte mit voller Härte zu ahnden. Jedes Zeichen, das wir uns in dieser Angelegenheit auseinander dividieren ließen, wäre fatal und würde von Herrn Maas als Zeichen der Schwäche ausgelegt werden. United we stand.
Diese Botschaft sollte aber auch von Moskau gehört werden. Schließlich wurde auch Waldimir Pudlin noch nie mit Zwergpudeln gesehen. Und das, obwohl sowohl Vor- als auch Nachname des russischen Präsidenten bei genauerem Hinsehen glasklare Indizien transportieren!
In diesen eigenartigen Zeiten ist es vielleicht angezeigt zu betonen, dass die obenstehende Story frei erfunden ist und ich keinesfalls davon ausgehe, dass der Erfinder des Meinungsfreiheitsvernichtungsgesetzes tatsächlich kein Hunde- oder Tierfreund wäre. Aber das, was ich in „Des Pudels Kern“ beschrieben habe, entspricht exakt dem wirrem Argumentations- und Handlungsstrang des Westens im Fall der Skripals und des Giftgasangriffs in Douma. Beim Bruch des Völkerrechts scheinen die meisten (nicht alle) westlichen Politiker nun auch die letzten Hemmungen abgelegt zu haben. Und jeder sieht es, abgesehen einmal von einigen wenigen, derer ich mich nachher noch annehmen werde.
VIVE LA TRANCE!
Das eigentlich Erschreckende dabei ist nicht nur das unverblümt völkerrechtswidrige Vorgehen des Westens, noch viel schlimmer mutet der dabei zur Schau getragene Dilettantismus an.
Besagter Heiko Maas beispielsweise machte sich verbal für eine diplomatische, langfristige Lösung des Syrien-Konflikts stark, betonte aber, dass eine derartige Lösung nur ohne Präsident Assad denkbar sei. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen:
Deutschlands ranghöchster Diplomat fordert in aller Öffentlichkeit, demokratische Wahlen eines souveränen Staates nur dann anzuerkennen und mit der aus ihr hervorgegangenen Regierung zu kooperieren, wenn ihm deren Ergebnis genehm ist. Ich frage Sie: Darf solch ein Mann allen Ernstes Außenminister sein? Rund 11.000 Mitarbeiter hat das Auswärtige Amt. Und darunter, da bin ich mir sehr sicher, auch mehr als nur eine Handvoll sehr fähiger, redlicher Leute. Einmal jemanden an die Spitze eines Ministeriums zu setzen, der sein Haus und dessen Aufgaben von der Pike auf kennt, darüber redet man ja bei uns nicht einmal.
Eine phantastische Performance zeigte auch der französische Präsident Macron. Vor dem Luftangriff auf Syrien hatte er als einziger verkündet, Beweise für den Giftgasanschlag in Douma und die Verantwortung der syrischen Regierung in Händen zu halten. Am Dienstag nun ließ der Elysée-Palast wissen, dass man davon ausgehe, dass Syrien vor der Untersuchung des Falls in Douma durch die Experten der OPCW sämtliche Beweise vernichtet habe.
Aber aber, lieber Monsieur, das wäre gar nicht schlimm, zeig uns doch bitte einfach Deine! Oder sind die irgendwie abhanden gekommen? Kann ja passieren, jeder verlegt mal was.
MAYDAY, MAYDAY …
Dumm nur, dass bereits den Briten, die tatsächlich noch über solch ein anachronistisches Relikt wie eine freie Presse verfügen, nun ausgerechnet vom „THE INDEPENDENT“ der Wind scharf ins Gesicht bläst. Auch Großbritannien war ja am Angriff auf Syrien beteiligt - als Vergeltung für einen Giftgaseinsatz, den es vermutlich nie gegeben hat.
Zunehmend in die Bredouille gerät Downing Street 10 aber auch mit der vor allem von Außenminister Boris Johnson betriebenen Hetzkampagne gegen Russland im Falle der in Salisbury vergifteten Skripals. Denn der russische Außenminister Lawrow präsentierte die der OPCW vom schweizerischen Spiez-Institut vorgelegten Untersuchungsergebnisse des gegen Vater und Tochter Skripal eingesetzten Giftstoffs.
Danach fanden sich im untersuchten Material zwei Kampfstoffe. Eines [in nicht tödlicher Konzentration] aus NATO-Beständen und ein anderes (Nowitschok) in absolut tödlicher Konzentration. Nowitschok verflüchtigt sich allerdings sehr schnell, was im Schweizer Institut die Frage aufwarf, wieso es denn in den ihm übergebenen Proben überhaupt in so hoher Dosierung nachgewiesen werden konnte und die Skripals trotzdem leben.
Ich bin kein ABC-Experte, schon einmal gar nicht jenseits des Schreibens. Aber letztlich bleibt hier nur eine einzige Erklärung: Die den Anschlag ja überlebt habenden Skripals wurden mit dem NATO-Kampfstoff vergiftet, das gefundene, auf Russland deutende Nowitschok wurde den Proben erst später beigemischt. Ansonsten wären Vater und Tochter Skipal noch erheblich toter als Heiko Maas‘ putzige Zwergpudel.
Bezeichnend hierzu ist dreierlei: Erstens: Die niederländische OPCW, deren politische Unabhängigkeit ich ja schon in der letzten Ausgabe dieses Newsletters in Zweifel gestellt hatte, unterschlug in ihrem offiziellen Bericht die Erkenntnisse des Schweizer Spiez-Instituts. Warum? Steht man etwa unter Druck?
Zweitens: Das Spiez-Institut wollte sich zu den Aussagen des russischen Außenministers Lawrow nicht äußern. Warum? Immerhin hatte man den Bände sprechenden Mut, kein Dementi von sich zu geben.
Drittens: Schon das britische auf militärische Kampfstoffe spezialisierte Forschungslabor Porton Down hatte wissen lassen, dass eine russische Herkunft des eingesetzten Kampfstoffs nicht bewiesen werden könne. Dass die Giftschmiede Porton Down nur einen Steinwurf vom Anschlagsort auf die Skripals entfernt liegt, darauf hatte ich Sie ja hier im Newsletter bereits unmittelbar nach dem Attentat aufmerksam gemacht.
Auch die britische Premierministerin, bei deren Beurteilung ich mich nach ihrem Amtsantritt mit Maximaleinsatz an deutscher Gründlichkeit verschätzt habe, scheint sich in die Falle höchst hässlicher internationaler Ereignisse begeben zu haben, deren wahre Hintergründe nun ins junge Frühlingslicht streben.
Heiko Maas‘ Meinungsfreiheitsvernichtungsgesetz, das beste Chancen hat, in Kürze vom EuGH kassiert zu werden, zielte einfach vorbei. Und nicht etwa investigative Journalisten oder überraschende Enthüllungen waren es, die den Spuk der westlichen Politik enthüllten.
Nein, es waren, wie ich bereits oben schrieb, Dilettanten in höchsten Ämtern, die heute nicht mehr zu wissen scheinen, was sie gestern sagten. Politiker, Banker, Unternehmer und Medienvertreter, die sich einmal ein entspanntes Wochenende zur Wiederherstellung ihres Langzeitgedächtnisses gönnen sollten anstatt Veranstaltungen des gemeinunnützigen Vereins „Atlantikbrücke e. V.“ zu besuchen.
Wen Sie hier finden, das dürfte Sie teilweise überraschen. Oder auch nicht: Die Liste, wikipedia [link]
Mitglieder dieses hehren Clubs dieser Auserwählten durchsetzen auch den öffentlich-rechtlichen, zwangsfinanzierten Rundfunk. Bis heute. Ein Zufall auch, dass die Atlantikbrücke e. V. in Berlin unter der Adresse „Am Kupfergraben 7“ residiert. Am Kupfergraben 6 wohnt Frau Dr. Angela Merkel. Vielleicht hat man sich ja schon mal gesehen. Gewiss hat man. Sie ist ja ebenfalls Mitglied.
mmnews, 22.04.2018 [link]
22.04.2018
NEW YORK, 11.09.2001 - "Bei 9/11 waren Bomben im Spiel!" - Donald Trump. Das vergessene Interview im Original mit deutschem Untertitel. Heute ist Donald Trump US-Präsident und vor und seit seiner Wahl sind die Nato-Medien gegen ihn - nur dieses eine Interview scheint vergessen zu sein. [link]
Warum wird Trump damit nicht in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wie der Schweizer Historiker Daniele Ganser? Wäre ein solcher Spinner, der die offizielle Version 9/11 nicht glaubt, überhaupt US-Präsident geworden?
Warum wurde das Thema 9/11 im Wahlkampf ausgeklammert - auch von Trump - obwohl es der Kriegsgrund oder die Kriegslüge war, den Nato-Bündnispakt einzufordern und unter dem Vorwand "Terrorbekämpfung" arabische Länder völkerrechtswidrig zu überfallen. Seit 17 Jahren mordet die Nato nun schon wieder und will nicht aufhören.
Menschenverachtend werden die Opfer nach Europa geschleust und dienen den Nato-Staaten und dem Grosskapital sich auf Kosten der Zivilgesellschaft zu bereichern, den Arbeitsmarkt zu verbilligen, den Wohnungsmarkt zu verteuern, die Solidarität der Bevölkerung untereinander zu zerstören, aus Nationen Supranationen zu bilden, die Staatsgewalt auszubauen und das Militär aufzurüsten - für neue Angriffskriege.
Das ist der altbekannte, 200-jährige Faschismus, dessen Endlösung wir im Holocaust schon einmal sahen und in den ausgehungerten Ländern sehen/erleiden, so lange wir am Faschismus festhalten.
Die Lösung ist einfach: Basisdemokratie ohne Strafrecht - oder Untergang.
20.04.2018
Wie es autoritären Charakteren gelang, eine Demokratiebewegung zu spalten. Wie dem Autor begegnet auch mir dieses engstirnige Verhalten: auf-den-Mann-zu-spielen, statt von der Sache zu reden, die Ursache zu suchen und Lösungen zu finden.
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16.04.2018
Hier ein ausführlicher Bericht über die Verbrecherbande, welche die Politik bestimmt.
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16.04.2018
Ja meine lieben Optimisten. So einfach kommt man mit Gedanken und Philosophien nicht gegen die Mächtigen an. Die haben sich zwischenzeitlich gut vorbereitet auf den Aufstand (siehe FEMA Camps [link] Was aber noch schlimmer ist, jeder von uns finanziert dieses System mit Steuern. Warum? Weil jeder Angst hat, sein "Vermögen" zu verlieren, wenn er nicht pariert. Vermögen nimmt keiner mit in den Himmel...