2. April 2018
Depositär der Originaltexte  Grundlage des Friedens

COPYLEFT! doch Europas Linke ist ganz rechts

EU NATO WTO werden zerfallen. Die US-Regierung Trump hat dies erkannt und handelt selbst. Es geht ihr primär um geistiges Eigentum, das die US-Regierung global US-Konzernen zuteilen will. Copyright by USA.

Die ursprüngliche Französische Revolution 1789 hat das geistige Eigentum gekippt. Monopole, die der französische König erteilte und schützte wurden aufgehoben. Die faschistische Konterrevolution mit Robespierre, danach Napoleon hat diese Monopolrechte wieder eingeführt. Werke der Wissenschaft, der Literatur und der Kunst wurden geschützt - die Kulturschaffenden applaudierten, verkauften ihre Rechte Konzernen, die dadurch unermesslich reich wurden (u.a. Amazon) und in Besitz der gesamten Kultur kamen. Nichts wird produziert, gelesen, gesehen oder gehört, ohne dass bei einem Konzern die Kasse klingelt.

So lange die Konzerne in atlantischer Hand waren, war die Welt noch in Ordnung - es wurden bloss die anderen Welten ausgebeutet: die Zweite und die Dritte Welt und die Bevölkerung in der Erste Welt. Dem atlantischen Grosskapital ging es prächtig! Bis vor kurzem. China liess seine Werke ebenfalls schützen und kaufte immaterielle Rechte und atlantische Konzerne. Plötzlich vernahm man das Klingeln der Kassen in China und die atlantische WTO mit Sitz in Genf hätte die Aufgabe, chinesische Interessen zu schützen. Die WTO-Nato müsste Länder angreifen, wenn sie chinesische Urheberrechte verletzen. Das will sie nicht. Die WTO wird zerfallen, weil sie und andere globale Organisationen (WHO, IWF) einzig den Interessen des atlantischen Grosskapitals dienen und anderen Staaten nicht.

Mit dem Zerfall der globalen Organisationen wird auch die NATO obsolet, wie US-Präsident Trump im Wahlkampf 2016 deutlich und zum Entsetzen Europas sagte. Und zwangsläufig zerfällt auch die EU. Für die USA ist das Ziel klar: Sie müssen in Besitz der Kultur kommen und die Lizenzen sind in US-Dollar zu entrichten. Das "Copyright by USA" ist das goldene Kalb, das alle Welt anbeten soll und an die 1'000 US-Militärbasen gibt es weltweit, die Unwillige zum Beten bringen.

Europa ist von dieser Entwicklung überrumpelt, deren Ursache nicht die USA sind, auch nicht China und andere Länder, die geistiges Eigentum haben, sondern die Idee, dass Geist Eigentum sei und die Nutzung dem Eigentümer - dem Götzen! - entschädigt werden muss.

Die Väter der Neuen Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg haben Menschenrechte festgelegt und in Artikel 27 unter dem schönen Titel: FREIHEIT DES KULTURLEBENS im zweiten Absatz den Götzendienst festgelegt: "Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz der moralischen und materiellen Interessen, die sich aus jeder wissenschaftlichen, literarischen oder künstlerischen Produktion ergeben, deren Urheber er ist."

Niemand in New York und Paris hat daran gedacht, dass die Urheberrechte von anderen als atlantischen Konzernen wahrgenommen werden könnten! Und wie der Zweck der WTO: "Freihandel und Schutz der Urheberrechte", richtet sich nun selbst die UN-Menschenrechtscharta von 1948 gegen die Väter der Neuen Weltordnung. Was nützt es den Nato-Ländern, wenn sie den Götzendienst arabischen Ländern aufzwingen, wenn letztlich China und die tatsächlich produzierenden Länder von Erkenntnissen profitieren und diese schützen lassen?

Copyleft ist das Gegenteil von Copyright: "Werke der Wissenschaft, der Literatur und der Kunst können bedingungslos kopiert werden." Europa tut gut daran, diese Freiheit - DIE FREIHEIT DER KULTUR - als allgemeines Menschenrecht festzulegen, respektive den Absatz 2 in Artikel 27 der UN-Menschenrechtscharta ersatzlos aufzuheben. Leider ist Europas Linke ganz rechts bei den Kulturschaffenden, die von diesem unnatürlichen und nur mit Gewalt durchsetzbaren Recht profitieren; die Linke ist ganz rechts bei ihnen und den Verwertungskonzernen. Darum fühlen sich Wähler der Linken immer wieder verraten, weil die Linken - die Intellektuellen -, wenn's um Geist, wenn's um ihr Geld geht, ganz rechts stehen.

Die Linke ist im geistigen Eigentum und die Rechte ist im materiellen Eigentum ganz autoritär. In einer Symbiose schützen sie ihre Interessen gegenseitig. Doch das Eigentum muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt die Menschen dem Eigentümer!

2 EIGENTUM

Eigentum muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt die Menschen dem Eigentümer.

Werke der Wissenschaft, der Literatur und der Kunst können bedingungslos kopiert werden.

Natürliche Ressourcen sind Gemeingut und haben keinen Gegenwert.

Das Eigentum eines Verstorbenen geht an die Gemeinde, wenn kein Testament vorliegt. Die Gemeinde übernimmt die Bestattung.

Das Unternehmen

Die Menschheit ist heute im Berufsleben hierarchisch gegliedert, von Gleichheit keine Spur:

1 Der Chef hat Recht;
2 Sollte er nicht Recht haben, tritt Artikel 1 in Kraft.

Ingvar Kamprad gehörte zu den reichsten Menschen der Welt. Er hatte bloss eine kleine GmbH und dieser kleinen GmbH gehören alle IKEA-Unternehmen und alle IKEA-Töchter-Unternehmen und die kleine GmbH bestimmt in anderen Unternehmen, an denen sie mehrheitlich beteiligt ist, allein oder schliesst Allianzen mit anderen Teilhabern in Unternehmen, die nicht mehrheitlich ihr gehören.

Die Arbeit aber tun unzweifelhaft die Arbeiter, von der Verkäuferin über die Innenarchitekten, die Einkäufer, die Produzierenden, die Fahrer und Logistiker, Buchhalter und Designer, Köche und Putzerinnen, Parkplatzanweiser und Nachtwächter. Sie haben alle nichts zu sagen, Ingvar Kamprad hat Recht! Und mit diesem Recht geht auch der Gewinn an die kleine GmbH irgendwo und damit an ihn.

Das stimmt so nicht ganz, die Angestellten können schon etwas sagen, Ideen einbringen, doch ihre Werke gehören sofort der kleinen GmbH irgendwo, die aus den vielen Ideen viele Patente hat und eifrig wachen Spezialisten darüber, dass niemand das geistige Eigentum - das Ingvar Kamprad gehört - verwendet, ohne dass er damit einverstanden ist. Ingvar ist nicht nur Chef, sondern auch eine Gottheit. Am 27. Januar 2018 ist er gestorben, doch sein Geist, sein geistiges Eigentum lebt weiter noch 70 Jahre nach seinem Tod und ist Eigentum seiner Erben und deren Nachfolger.

Ja, wenn es anders wäre, könnte jede Möbelfabrik Ivar-Regale produzieren und verkaufen. Es gäbe Gott Ingvar nicht, der dies verbietet, weil er oder einer seiner Angestellten dies erfunden oder abgeschaut - und GESCHÜTZT hat.

Ja, wenn es anders wäre, könnte niemand eine Möbelfabrik kaufen und die nächste auch kaufen und so fort, bis er alle Konkurrenz gekauft hat - um aus der kleinen GmbH irgendwo den Welthandel zu steuert und vielleicht, um eine Konkurrenz vorzutäuschen, zwei Weltkonzerne hat, die sich konkurrieren.

«Eine offene Gesellschaft bedarf nicht offener Grenzen. Eine Gesellschaft, die ihre Eigentumsrechte nicht zu schützen weiss, gräbt am Fundament, auf dem das erfolgreiche Sozialmodell entstanden ist.» - Villiger, Schweizer Altbundesrat.

Villiger tut, als ob in der Schweiz oder in Deutschland das Eigentum der Gesellschaft gehörte. Nein, Eigentum ist privat und je höher die Nachfrage (Zuwanderung), desto höher die Rendite.

Ja, wenn es anders wäre, könnte kein Eigentümer von Menschen verlangen, ihm zu dienen, ihm monatlich Zinsen abzugeben für SEIN Eigentum, das WIR schützen. Dass der Eigentümer, selbst wenn er Steuern zahlt, netto an diesem "Sozialmodell" verdient, ist offensichtlich.

Das geistige Eigentum, die Société Anonyme, das Privateigentum und die Zentralbank - verdanken wir Napoleon und der gescheiterten Französischen Revolution, die statt Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit den Faschismus geboren hat: Die Verschmelzung von Staat und Grosskapital. Die Propaganda sagt dem Faschismus Liberalismus, doch ist es ganz das Gleiche. Ein unmenschliches Gedankengut, das auf Gier, Habgier und Egoismus beruht. Dieses Gedankengut wird in den Schulen vermittelt und ist auch der Kirche inne und auf ihm beruht das Recht. Der Herr hat Recht!

Die Lösung ist einfach: Der Faschismus muss weg!

3 WIRTSCHAFT

Das Unternehmen der Idee. Jedes Unternehmen gehört sich selbst. Sein oberstes Organ ist die Hauptversammlung der Mitglieder. Es entsteht ad hoc; zwei Gründungsmitglieder genügen. Mitglieder sind natürliche Personen; wer seit zwei Jahren Lohn erhält ist automatisch Mitglied. Das Unternehmen verkauft seine Immobilien nicht für mehr, als es entsprechende Kredite bei der Gemeinde offen hat.

Das Unternehmen kann sich in mehrere Unternehmen teilen, wenn an der Hauptversammlung jeder Teil mehrheitlich zustimmt. Unternehmen können sich zu einem vereinen.

 

Jedes Unternehmen beginnt mit einer Idee. "Komm, wir bauen uns ein Haus." "Komm, wir verkaufen Glaces." Macht der andere mit, ist ein Unternehmen ad hoc entstanden.

"Wo zwei oder drei (mehrere) versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen", da ist eine Idee auf fruchtbaren Boden gestossen. Realisiert hingegen einer allein für sich eine Idee, ist das nicht per se schlecht, jedoch kein Unternehmen, denn es dient bloss ihm.

Das Unternehmen ist ein Geist, eine Idee, eine juristische Person, die jedoch niemandem gehört. Wie ein Verein, auch er gehört niemandem und lebt von denen, die dabei sind und so lange wie zwei oder mehr dabei sind. Besteht ein Gesangsverein nur noch aus einer Person, ist es kein Verein mehr. Der Geist, die Idee ist weg und kommt wieder, wenn ein zweiter, ein dritter hinzukommt.

Der Mensch ist kein Einzelwesen, sondern lebt im Schwarm scheinbar ungeordnet gemeinsam - wie Vögel oder Fische. Er tut sich in dieser Freiheit allerdings schwer, weil Spinner immer wieder eine unnatürliche Ordnung verlangen. Die weissen Eier seien besser als die braunen, die seien alle faul. Daraus leiten die Weissen ein Recht ab, die braunen Eier zu verklopfen und die braunen wehren sich und wo sie stärker sind, verklopfen sie weisse, und diese rächen sich, das sei ihr gutes Recht, und die Braunen tun es ihnen gleich. So blöd ist auf dem ganzen Planeten kein anderes Lebewesen!

Der Mensch ist ein Schwarmwesen! Es gibt keine Türken, Griechen, Albaner, Serben, Bulgaren und Rumänen, keine Schweizer, Österreicher und Deutsche. Niemand kommt als Reformierter, Katholischer oder Moslim zur Welt! Sondern als Mensch. Jeder Mensch ist ein Mensch, jeder ist anders und doch sind wir alle gleich. Und wer diese bunten Schwärme ordnet, nach Farben, Grösse, Geschlecht, Sprache oder unsichtbaren Merkmalen, der spinnt. Solche Spinner gründen Parteien - weisse, grüne, schwarze, gelbe, rote - und wir wählen sie und verklopfen die anderen Farben, das sei unser gutes Recht. Wir spinnen und gehorchen den Spinnern, die uns regieren.

Das Land gehört niemandem. Niemand hat eine Urkunde vom Schöpfer der Welt, dass das, was er sein Eigen nennt, ihm gehört. Und doch ist ein Schwarm auf einem Fleck Land und nutzt es - jedoch können die, die schon länger da sind, daraus kein Recht ableiten, andere, die dazukommen, auszuschliessen. Der Schwarm wird einfach dichter und bunter an einem Ort und an anderen Orten ist kaum ein Mensch. Und scheinbar ungeordnet gemeinsam sind es bald mehr und viele dort, wo vorher niemand war. In Nordamerika zum Beispiel im 18. Jh. Jedoch das Gedankengut der Einwanderer war irr. Es kamen lauter Spinner aus Europa und Facharbeiter aus Afrika, die Sklavenhändler von dort verschleppten (Massen­ver­skla­vung). Weisse und Schwarze mussten zusehen, wie verfügbares Land von wenigen übernommen wurde, die es nun ihr Eigen nannten. "Eine Gesellschaft, die ihre Eigentumsrechte nicht zu schützen weiss, gräbt am Fundament, auf dem das erfolgreiche Sozialmodell entstanden ist" - es scheint, dass Kaspar Villiger nicht von den Weissen und Schwarzen spricht, sondern von einer Gesellschaft der Eigentümer und ihrer sozialen Absicherung.

Und trotzdem ist die Demokratie zugunsten der Eigentümer sehr stark, weil die Mehrheit stehts mehr hat - und hat sie noch so wenig -, als die Minderheit. Und eine kleine Minderheit, Männer im wehrfähigen Alter, erhalten den Befehl und das Recht, Aufwiegler zu fangen, tot oder lebendig. Der Faschismus, die Verschmelzung von Staat und Grosskapital scheint unüberwindlich, solange die Menschen in Gruppen gehalten werden. Die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte beruht auf dem Nationalismus und damit auf dem Unnatürlichen.

Keine Vertretung anstelle des Schwarms

Demokratie ist die Förderung des Schwarms (Unternehmen) durch den Schwarm (Basisversammlung); der Basisversammlung ist nichts übergeordnet. Und innerhalb des Unternehmens gilt: Demokratie ist die Förderung des Unternehmens durch das Unternehmen (Basisversammlung); der Basisversammlung ist nichts übergeordnet. Demokratie darf nie dazu eingesetzt werden, eine Minderheit oder einen Einzelnen zu strafen. Hingegen hat sie das natürliche Recht, Neues anstelle des Alten zu erstellen und unerwünschte Unternehmen nicht zu fördern.

Die heutige Schweiz ist eine Nation und deren Bewohner sind Faschisten, die in drei Stufen dem Gemeinderat, dem Kantonsrat und dem Bundesrat folgen, jeder mächtiger als der Amtsträger der unteren Stufe, und die sich mit den Mächtigen verbünden, weil es anders im Faschimsus keinen Sinn macht. Wir könnten Eigentum und Staat vereinen - dann herrschten die Amtsträger absolut, doch Faschismus ist es noch immer. Das Problem ist das Herrschen.

Das Gute fördern und für andere Sorgen

Ich bin der Meinung, dass die Basisversammlung ohne weiteres in der Lage ist, das Gute zu fördern, das heisst, guten Vorhaben Land und Kredit zur Verfügung zu stellen. Und es wird der Basisversammlung einleuchten, dass Familien, Alte, Invalide und Menschen in Not ein Auskommen (Geld) erhalten, das an die für sie arbeitenden Unternehmen fliesst und deren Einkommen ist, das sie wiederum ausgeben, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Indem der Schwarm für Mütter, Kinder und Alte sorgt, erwirtschaften alle scheinbar ungeordnet gemeinsam Wohlstand. Zum Schwarm gehören auch die Zuzüger und alle gehören dazu, solange sie im Schwarm sind. Wird der Schwarm für eine Basisversammlung zu gross, teilt er sich, denn dem Schwarm gehört wenig - er denkt im Wesentlichen gute Gedanken und sorgt für andere, das kann jeder Schwarm.

Strafen, wir müssen die Bösen im Schwarm strafen

Es ist natürlich, dass jemand in Not sich wehrt und die Nächsten ihm helfen und Organisationen/Unternehmen (Samariter, Feuerwehr, Zivilschutz) sie unterstützen. Wer Hilfe ruft oder sich ergibt, dem ist zu helfen. Das tun wir heute und auch morgen! Statt Zivilschutz sagen wir heute Polizei, doch ist die Polizei von den Herrschenden übelst missbraucht worden und aus dem Freund und Helfer wurden Schergen und Räuber.

Ist die Not abgewehrt, ist alles vorüber! Es wird niemand verfolgt! Sehr zum Unverständnis der Nato werden in Syrien Nato-Terroristen nicht bestraft - und damit der Krieg unendlich fortgesetzt -, sondern sie werden entwaffnet und sind frei. "Wer Hilfe ruft oder sich ergibt, dem ist zu helfen." Siehst du die beiden Bedeutungen in diesem Satz? Zum einen die Aufforderung "hilf!", zum andern die Erkenntnis: Wer sich ergibt, ist einsichtig. Der Besiegte in Syrien ist nicht nur frei, sondern kann mit einem Bus an einen anderen Ort fahren oder im Ort bleiben.

Es scheint, dass der Nahe Osten tatsächlich die Wiege der Menschheit ist und die Barbaren aus dem Westen das Wort Gottes nicht verstehen, Mohammed nicht verstehen, der Krieg und Frieden lehrte, oder Tolstoi oder Henry Dunant: Wenn einer abklopft, flieht, sich ergibt, wehrlos ist, ist Ende und Frieden. Das ist eine uralte Tradition, ein Naturgesetz und tief in uns drin. Kleinere Kinder kämpfen ganz natürlich so und dann ist Schluss und Frieden. Jesus ging weiter und kämpfte bloss mit dem Wort, mit Diplomatie - ausser einmal, als er Krämer und Wucherer mit Gewalt angriff. Vielleicht ein Fehler, denn sie rächten sich, vielleicht aber und so war's: eine Offenbarung: Niemand hat das Recht, zu strafen! Jesus nahm nicht hinweg die Sünden der Welt, sondern zeigte sie uns: das Strafen!

Nun gut, wenn selbst Jesus nicht ohne Gewalt ist, ist mit Gewalt doch zu rechnen. Und es ist wichtig, dass wir das Ende und den Frieden erkennen. Der Frieden ist nah und er sei mit euch.

Wie setzen wir den Faschismus ausser Kraft?

Ein Freund meint, wir sollten irgendwo im Kleinen beginnen. Ein Schwarm, der auf einem Fleck Land lebt und sich nicht abschottet, sondern für den Migration - Wanderung - natürlich ist. Menschen kommen, Menschen gehen, doch der Gedanke bleibt: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Kein Staat. Schwarm. Crowd.

Vorwärts zu unserem Sein und das spürt jeder:

a. Soziale Gerechtigkeit! Niemand soll Not leiden. Wir sorgen für Familien, Alte und Invalide.
b. Frieden! Wir sorgen für Frieden - nicht für Grenzen und Krieg: Sie sind das Gegenteil!
c. Freiheit! Man muss nicht unbedingt tun, was andere Menschen tun.

Nichts anderes zählt!

"Mag das kollektive Gedankengut auch der von den herrschenden Oligarchien verbreiteten neoliberalen Wahnidee auf den Leim gehen, es bleibt dennoch durchdrungen von der Idee der Gleichheit aller Menschen. Der Aufstand des Gewissens ist nah. Abermals. Ich will an diesem Kampf teilnehmen." - Jean Ziegler.

Mein Freund meint, wir sollten vielleicht im Osten Russlands nahe der Beringstrasse, die Asien und Amerika verbindet, diesen Fleck suchen. Oder in Palästina oder in Libyen, das im Chaos versinkt, weil so viele am Faschismus bauen. Oder in Katalonien, das nach Unabhängigkeit strebt: Befreien wir doch das ganze Gebiet und geben der Bevölkerung ihre souveränen Basisdemokratien: Das Recht, Geld zu schöpfen und die Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ordnen, herrschaftlichen Unternehmen den Boden zu entziehen und den Boden basisdemokratischen Unternehmen zu geben. Niemand wird seine Wohnung verlieren, nur den Eigentümer, dem sie gehörte. Wir können uns überlegen, ob wir die Alteigentümer entschädigen oder ob wir - statt sie zu entschädigen und zu hoffen, dass die Rückabwicklung soweit korrekt abläuft, dass keine Gelder und Altersguthaben verloren gehen - direkt die vorhandenen Giro- und Spargelder und Altersguthaben garantieren.

Machen wir es so, wird keiner im Schwarm seine Wohnung, sein Geld, sein Altersguthaben verlieren. Der Finanzsektor wird zusammenbrechen und Konzerne lösen sich auf in autonome Unternehmen, die lokale Arbeiter, pardon Compagnon, einstellen, womit en passant das Pendlerproblem gelöst ist. Die Kinder im Schwarm gehen nicht zur Schule, denn jede Mutter hat ein sicheres Auskommen und spielerisch lernen sie das Lesen und Schreiben sowieso und auch das Rechnen. Wenn sie an Regentagen zeichnen und bei Sonnenschein singen, können sie mehr als heutige Schulkinder nach 11 Jahren Drill können. Und en plus klettern sie behende auf jeden Baum, kennen die Umgebung aus dem Effeff, schwimmen wie Fische in jedem Wasser und sie können auch Fahrrad, Traktor, Motorrad und Auto fahren, wie ich es konnte, obwohl ich es nicht hätte können dürfen. Sie dürfen. Und sind sie 16, gehen sie wie von selbst in ihr Unternehmen und werden bald schon Compagnon oder gründen zu zweit oder mehr ein eigenes.

Kinder in Katalonien werden nicht dumm gehalten, damit sie als Arbeitssklaven oder als Bolognia-Reformierte dem Staat und dem Grosskapital dienlich sind. Sie sind keine dumpfen Faschisten, die ihren Nächsten erschlagen, weil die Oberen sie wie Tiere halten und ob ihrer Macht sich ergötzen und von den Kriegen wahnsinnig profitieren, auch die Grünen, während die Dummen alles verlieren, Hab und Gut, viele ihre Angehörigen und viele ihr Leben. "Nie wieder!" rufen die Überlebenden und meinen es ehrlich, doch schon kommt wieder einer und sie folgen ihm nach, stellen sich in Reih und Glied auf und befolgen seine Befehle, die nur zu ihrem Besten seien und sie vom Denken entlasten. "Politik nämlich", doziert er, "sei wahnsinnig kompliziert." Und sie nicken und glauben es ihm wohl und wählen ihn als ihren Vertreter. Verraten und verkauft. Abermals.

Und wenn man sie fragt, ob man die Propaganda-Schleuder, die seit Goebbels sie in Reih und Glied halte, vielleicht abschaffen soll? Sagen sie: "Nein, denn Goebbles sei ja jetzt tot." Zwei Drittel der gebildeten Schweizer Bevölkerung sagen das und wir können uns weitere PISA-Studien sparen, die Herde ist nicht klüger geworden.

Schafe,
ihr seid keine Schafe! Glaubt dem Pfarrer nicht, er sei euer Hirte und ihr Schafe! Ihr seid Menschen, ihr seid frei!

Ganz zum Schluss, Kunst

In der letzten montagsZeitung haben wir beklagt, es gäbe keine Kunst, sondern bloss eine Anbetung der herrschenden Kultur, eine unendliche Neuinszenierung des Vergangenen. Zaghaft, wie ein Pflänzlein im Frühling, gibt es Kunstschaffende doch und wir erhielten das Manuskript eines Theaterstückes, das am SUFO 2018 in St. Gallen vom 4. bis 6. Mai 2018 uraufgeführt wird. Vielen Dank!

„Die Misere hat System“: Ein Dialog mit Marx!

Im Manuskript sind die Worte, die Marx spricht, aus seinen Werken zititert oder sinngemäss wiedergegeben. Nachfolgend wird auf die Nennung der Quellen verzichtet.

PERSONEN
- Sprecherin
- Carolina, Kellnerin
- Kuhn, Unternehmer
- Leuthold, Pfarrer
- Marx, Karl (1818-1883), deutscher Philosoph, Sozialökonom und sozialistischer Theoretiker

AUS DEM OFF
- Wird eingeleitet mit einem Intro der Tagesschau SRF (1960). Die Sprecherin bleibt unsichtbar.

PROLOG VOR DER BÜHNE
Sprecherin: Was bedeutet Marx heute? Warum gibt es Hunger und Unterversorgung in einer Welt, in der gleichzeitig unendlicher Reichtum vorliegt? Warum leiden und sterben Menschen an Krankheiten, die oft leicht zu heilen wären? Warum ist es in dieser Gesellschaft ein Problem, wenn es immer weniger Arbeit gibt? Kurz: Warum bedeutet das Leben in dieser Gesellschaft für die allermeisten Mängel, Stress und Verzicht, obwohl doch alles existiert, was es für ein gutes Leben bräuchte?

Wollen wir diese bestehenden Verhältnisse, "in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist" (Karl Marx) überwinden, müssen wir uns mit der Art und Weise wie diese Gesellschaft funktioniert auseinandersetzen. Weil die Wirtschaft die Gesellschaft dominiert, gilt die Aufmerksamkeit der Analyse der kapitalistischen Wirtschaft. Mit Ökonomie und Ökonomiekritik.

Deshalb wollen wir aufzeigen, wie die beschriebenen Phänomene mit einer auf Privateigentum und Konkurrenzprinzip basierenden Gesellschaftsordnung zusammenhängen. Wir wollen erklären, warum Eigentum weit mehr ist, als die Garantie morgen meine Zahnbürste noch benutzen zu können, warum Tauschen kein harmloses Geben und Nehmen ist und warum in dieser Gesellschaft Krankheit und Hunger noch lange kein Grund für das Herstellen von Medikamenten und Brot ist.

Dazu haben wir diese Vorführung mit dem Titel "Die Misere hat System“: Ein Dialog mit Marx zusammengestellt. Im weiteren Verlauf des Workshops wollen wir die aufgeworfenen Zitate mit euch diskutieren und eine verständliche aber dennoch fundierte Analyse der kapitalistischen Gesellschaft liefern.

SZENE, VORHANG AUF

AUS DEM OFF
Sprecherin: Marx ist in das „Heute“ zurückgekehrt und sitzt im Restaurant Bad Horn am Bodensee, draussen auf der Gartenterrasse. Er holt sich die NZZ und bestellt bei der Kellnerin ein Glas Riesling. Etwas später kommt der Unternehmer Kuhn ins Restaurant.

Kuhn: Guten Tag Herr Marx! Darf ich mich zu Ihnen setzen?

Marx: Bitte!

Kuhn: (zur Kellnerin) Einen Café bitte!

Kuhn: Wie ich sehe, lesen Sie gerade die NZZ. Der Kapitalismus hat sich grossartig entwickelt. Jedoch Ihre ökonomischen Theorien sind praktisch vergessen.

Marx: Das beständige Streben dessen, was wir Gesellschaft nennen, bestand und besteht darin, durch Betrug oder Beredung, durch Schrecken oder Zwang, den produktiven Arbeiter zu bewegen, die Arbeit zu verrichten für den möglichst kleinen Teil des Produkts seiner eignen Arbeit ... und die Mehrzahl der Menschen hat Angst vor Arbeitsplatzverlust - wenn sie denn noch einen haben, kämpfen sie mit psychischen Problemen, als Resultat des Arbeitszwangs. Verkauft sich der Mensch nicht täglich an einen Unternehmer, unterwirft sich seinem Diktat, befindet er sich bald als Arbeitsloser in der Arbeitsreservearmee. Jugendliche haben zu einem beträchtlichen Teil noch nicht einmal die Möglichkeit, sich als Lohnarbeiter anzubieten und zu verkaufen. Wenn sie einmal soweit sind, spüren sie, wie ausgeprägt das soziale Netz ist.

Kuhn: So ist nun mal das System!

Marx: Der Leibeigne gehört zum Grund und Boden und wirft dem Herrn des Grund und Bodens Früchte ab. Der freie Arbeiter dagegen verkauft sich selbst, und zwar stückweis. Er versteigert 8, 10, 12, 15 Stunden seines Lebens, einen Tag wie den andern, an den Meistbietenden, an den Besitzer der Rohstoffe, der Arbeitsinstrumente und Lebensmittel, d.h. an den Kapitalisten. Der Arbeiter gehört weder einem Eigentümer noch dem Grund und Boden an, aber 8, 10,12, 15 Stunden seines täglichen Lebens gehören dem, der sie kauft. Der Arbeiter verlässt den Kapitalisten, dem er sich vermietet, sooft er will, und der Kapitalist entlässt ihn, sooft er es für gut findet, sobald er keinen Nutzen oder nicht den beabsichtigten Nutzen mehr aus ihm zieht. Aber der Arbeiter, dessen einzige Erwerbsquelle der Verkauf der Arbeitskraft ist, kann nicht die ganze Klasse der Käufer, d.h. die Kapitalistenklasse verlassen, ohne auf seine Existenz zu verzichten. Er gehört nicht diesem oder jenem Kapitalisten, aber der Kapitalistenklasse; und es ist dabei seine Sache, sich an den Mann zu bringen, d. h. in dieser Kapitalistenklasse einen Käufer zu finden.

Kuhn: Solange es den Arbeitern dabei gut geht!

Marx: Die Arbeit ist also eine Ware, die ihr Besitzer, der Lohnarbeiter, an das Kapital verkauft. Warum verkauft er sie? Um zu leben.

EINFRIEREN DER SZENE, AUS DEM OFF
Sprecherin: Dem vor drei Jahren vorgelegten Habitat-Report kommt ähnlich bahnbrechende Bedeutung zu wie den grossen Untersuchungen zur städtischen Armut im 19. Jahrhundert von Friedrich Engels, Henry Mayhew, Charles Booth oder, im Hinblick auf die Vereinigten Staaten, von Jakob Riis. Den vorsichtigen Berechnungen des Habitat-Reports zufolge leben gegenwärtig eine Milliarde Menschen in Slums, und mehr als eine Milliarde kämpfen in irregulären Arbeitsverhältnissen ums Überleben. Das Spektrum reicht von Strassenhändlern über Tagelöhner, Kindermädchen und Prostituierte bis hin zu Menschen, die ihre eigenen Organe zur Transplantation verkaufen.

Kuhn: Ungerechtigkeiten hat es schon immer gegeben!

Marx: Die Arbeiter wiegen sich in der Illusion des Wohlbefindens. In Wahrheit wird das Essen immer schlechter (Pflanzenschutzmittel, Hormone), die Luft und das Wasser. Die Menschen sind dauernd auf der Suche nach Selbstverwirklichung und Selbstbestätigung, die ihnen dieses System nicht geben kann. Das System verführt zu einem dauernden Wettlauf um den Fetisch Geld, eine reine abstrakte Grösse, ohne menschliche Qualität. Und aller Mehrwert – wie er sich auch verteile, als Gewinn des Kapitalisten, Grundrente, Steuer usw. - ist unbezahlte Arbeit.

Kuhn: Die Gesellschaft braucht eine ordnungspolitische Struktur, nämlich eine liberale Ordnungspolitik, wo jeder seines Glückes Schmied ist und somit auch seine Chancen hat.

Marx: Sowohl die politische wie die bürgerliche Gesetzgebung proklamieren, protokollieren nur das Wollen der ökonomischen Verhältnisse.

Kuhn: Die Gewaltenteilung bedeutet, das allen Bürgern ermöglicht wird, politische Positionen im Staat zu erreichen. Die Auswahl dafür erfolgt allein anhand der Qualifikation der Person für ein Amt, also in fairer Konkurrenz mit Rechtsgleichen. Dies ermöglicht die Existenz eines jeden, in der nicht eine einzelne Schicht die politischen Ämter bekleidet.

Marx: Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen.

Leuthold: (Pfarrer Leuthold kommt ins Restaurant und sieht die beiden Herren am runden Tisch) Guten Tag, darf ich mich zu euch setzen?

Kuhn: Guten Tag Herr Leuthold, nur zu.

Marx: (Marx räuspert sich und bestellt noch ein Glas Riesling) Carolina, kann ich noch ein Glas Riesling haben?

Leuthold: Und mir einen Roten, bitte.

Carolina: (bringt das Bestellte) Zum Wohle allerseits.

Marx: Zum Wohle allerseits.

Kuhn: Zum Wohl!

Leuthold: Ein schöner Tag heute, zum Wohle der frohen christlichen Botschaft!

Marx: Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Leuthold: Nana, das Christentum hat gerade in letzter Zeit viel zur humanitären Entwicklung beigetragen.

Marx: Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

Leuthold: Genau! Genau da füllt die christliche Lehre das Vakuum der seelischen Befindlichkeit des Menschen, indem Christus alle Sünden auf sich genommen hat. Vor allem "liebe deinen Nächsten wie dich selbst".

Kuhn: Jeder Gläubige hat Erwartungen, Hoffnungen und Sehnsüchte, die vor dem Hintergrund des Glaubens und der religiösen Orientierung ihren Ausdruck in verschiedenen Praktiken finden.

Marx: Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat.

Leuthold: Der Kern der christlichen Religion rührt nach ihrem Selbstverständnis aus der bedingungslosen Liebe Gottes gegenüber den Menschen und der gesamten Schöpfung. In dieser Liebe, in der sich Gott in der Gestalt des Menschen Jesus von Nazareth offenbart und selbst erschliesst, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklärt. Sie betrifft alle Daseinsbereiche des Menschen und alle Dimensionen des Menschseins.

EINFRIEREN DER SZENE, AUS DEM OFF
Sprecherin: Zu diesem Kontext stellte sich ein wachsender Teil von Christengemeinden und Kirchenvertretern auf die Seite der um Befreiung ringenden Bevölkerung. Die Rolle der Kirche blieb jedoch zwiespältig: Ein Teil der kirchlichen Hierarchie stand stets eng an der Seite der jeweiligen Machthaber – auch im Fall von oligarchisch geprägten, vom Militär gestützten autoritären Regimen oder Militärdiktaturen - solange diese sich christlich und antikommunistisch beziehungsweise konservativ gaben, was in Lateinamerika fast durchweg der Fall war.

Ein anderer Teil der Kirche entwickelte jedoch aus den konkreten täglichen Erfahrungen mit Unterdrückung, Folter, Polizeistaat, Rechtlosigkeit und Elend heraus eine neue und umfassende Solidarität mit den armen Bevölkerungsmehrheiten, was zwangsläufig auch Kritik an den Besitz- und Herrschaftsverhältnissen bedeutete.

Nachdem sich der brasilianische Theologe Leonardo Boff weiterhin in verschiedenen Artikeln in der Revista Vozes mit dem Zölibat, der Machtausübung der römischen Kurie und der theologischen Inkompetenz einiger brasilianischer Bischöfe auseinandergesetzt hatte, wurde er 1991 erneut mit einer Disziplinarstrafe belegt. Nach einer Intervention Kardinal Ratzingers (der spätere Papst) und des Bischofs von Petrópolis, José Fernandes Veloso, musste er die Leitung der katholischen Zeitung Revista Vozes niederlegen und seinen Wohnsitz in Petrópolis verlassen. Im September 1991 liess Boff wissen, dass er seinen Kampf gegen die Hierarchie der katholischen Kirche einstellen werde. Im Juni 1992 trat er schliesslich aus dem Franziskanerorden aus und liess sich in den Laienstand versetzen.

Marx: Wie der Mensch in der Religion vom Machwerk seines eigenen Kopfes, so wird er in der kapitalistischen Produktion vom Machwerk seiner eigenen Hand beherrscht. Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.

Carolina: (Da sonst niemand im Restaurant ist, setzt sich Carolina zu den Gästen am runden Tisch) Heute ist es ruhig im Restaurant. Herr Marx, ihre Thesen sind interessant, zum Teil kenne ich sie auch. Ich habe Wirtschaftsgeschichte studiert und finde keine Anstellung. Hier rackere ich mich tagtäglich ab und komme doch nirgends hin. Dazu erhöhen sich ständig die Lebenskosten. Es ist mir aber wohl bewusst, dass wir, die Arbeiterklasse die Mehrzahl der Gesellschaft sind. Wir haben es eigentlich in der Hand, die ökonomischen und die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern.

Marx: Ist die Ausbeutung des Arbeiters durch den Fabrikanten so weit beendigt, dass er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erhält, ... so fallen die anderen Teile der Bourgeoisie über ihn her, der Hausbesitzer, der Krämer, der Pfandleiher, die Telefongesellschaft, die Steuern und all die Bedürfnisse die eigentlich nur geschaffen werden um die Taschen der Ausbeuter zu füllen usw.

Leuthold: Wird das nun eine Neiddebatte? Wer arbeitet ist Gott gefällig!

Marx: Die bisherigen kleinen Mittelstände, die kleinen Industriellen, Kaufleute und Rentiers, die Handwerker und Bauern, alle diese Klassen fallen ins Proletariat hinab, teils dadurch, dass ihr kleines Kapital für den Betrieb der großen Industrie nicht ausreicht und der Konkurrenz mit den größeren Kapitalisten erliegt, teils dadurch, dass ihre Geschicklichkeit von neuen Produktionsweisen entwertet wird. So rekrutiert sich das Proletariat aus allen Klassen der Bevölkerung.

Carolina: So betrachtet reduzieren sich also alle Beziehungen auf Geldbeziehungen.

Marx: Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt. Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an.

Leuthold: Natürlich nicht nur, denn im Wesentlichen sind es auch unsere Gefühle die unsere Beziehungen ausmachen.

Kuhn: Selbstverständlich steht Geld im Mittelpunkt, wie sollten wir sonst unser Leben äusseren. Insofern hilft das Kapital jedem zu seiner Lebensäusserung.

Marx: Die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.

Kuhn: Sie meinen, was Warren Buffet sagte: "Es herrscht Klassenkrieg richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen."

Marx: Dass jede Nation verrecken würde, die, ich will nicht sagen für ein Jahr, sondern für ein paar Wochen die Arbeit einstellte, weiss jedes Kind.

Carolina: Jedes Kind weiss aber auch, dass es in kurzer Zeit stirbt, wenn's nichts mehr gibt. Es wird die paar Wochen nicht überleben. Wir sind in einem Zwiespalt und wenn man nicht so lebt, wie man denkt, beginnt man so zu denken wie man lebt!

Marx: Kapitalist sein, heisst nicht nur eine rein persönliche, sondern eine gesellschaftliche Stellung in der Produktion einzunehmen. Das Kapital ist ein gemeinschaftliches Produkt und kann nur durch eine gemeinsame Tätigkeit vieler Mitglieder, ja in letzter Instanz nur durch die gemeinsame Tätigkeit aller Mitglieder der Gesellschaft in Bewegung gesetzt werden.

EINFRIEREN DER SZENE, AUS DEM OFF
Sprecherin: Das heisst, wir brauchen einen Diskurs, auf Grundlage der Klassenanalyse und deren Auswirkungen. Typisch für kapitalistische Unternehmen ist ihre rechtliche Verselbständigung als „juristische Person“ ohne moralische Verantwortlichkeit.

Ideologen und Praktiker des Neoliberalismus erheben Forderung nach bedingungsloser Umsetzung des „Eigentümerwillens“ in der Maximierung des Shareholder Values. „In diesen Prozessen erhalten das blinde Kapital und sein zielloser Vermehrungstrieb die notwendige Konkretisierung.“

Als Unternehmer ist der Bourgeois Individualist, als Agent oder Personifikation des Kapitals wird er zum Klassenmenschen. “Und die Bourgeoisie bildet sich so als Klasse im „Kampf um das Surplusprodukt“. Mit dem Handel mit Aktien, Staatsanleihen und den neuen „Derivativen“ entstand eine eigene Anlagesphäre des Kapitals, ein expandierender Finanzmarkt-Kapitalismus.

Die Aktie scheint nun Kapital in den Händen des Aktienbesitzers zu sein. Dieses „fiktive Kapital“ wird zu einer durch und durch spekulativen Grösse. Auch die Bourgeoisie ist in Fraktionen gegliedert: fungierende Eigentümer („Mittelstand“), Manager und Rentiers; außerdem hat sich eine Elite der Bourgeoisie herausgebildet. Leslie Sklair sieht mit der Zunahme der Schicht von Managern der Transnationalen Konzerne eine Transnationale Bourgeoisie unmittelbar gegeben und als einigende Bande: Lebensstil und Verherrlichung des Konsums.

Marx: Die Gesellschaft beruht nicht auf dem Gesetze. Es ist diese eine juristische Einbildung. Das Gesetz muss vielmehr auf der Gesellschaft beruhen, es muss Ausdruck ihrer gemeinschaftlichen, aus der jedesmaligen materiellen Produktionsweise hervorgehenden Interessen und Bedürfnisse gegen die Willkür des einzelnen Individuums sein.

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Sprecherin: Die Grundbesitzeraristokratie weltweit d.h. Privateigentümer und Privateigentum von Unternehmungen und Konzernen ist ökonomisch völlig überflüssig.

Während damals in Irland und Schottland durch ihre Tendenz, das Land zu entvölkern, zur ausgesprochenen Not für die Bevölkerung wurde und sie über den Ozean oder in den Hungerstod trieb und durch RENTABLERE Schafe oder Wild ersetzte ... das ist das ganze Verdienst, das die irischen und schottischen Grundbesitzer für sich in Anspruch nehmen können.

Heute geschieht das in einem globalen Massstab durch private Eigentümer und deren Aktienhalter der Konzerne. Die Konkurrenz der amerikanischen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmittel entwickle sich nur noch etwas weiter, und die europäische Grundbesitzeraristokratie wird dasselbe tun, nicht nur zum mindesten Teil, der es sich leisten kann, weil er grosses städtisches Grundeigentum als Rückhalt hat.

Wohnungsmiete- und Hypothekareinnahmen in Billionenhöhe und dass im globalen Stil. In Afrika, Südamerika und vor allem in Europa werden die Kleinbauern massiv und rücksichtslos zurückgedrängt, zu Gunsten der Grossagronomie. Die Millionenmasse der Kleinbauern landet dann in den Slums und Favelas der Grossstädte. Die dann unter anderem als billige Arbeitsware am Fliessband von 'VW do Brasil' stehen.

Marx: Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.

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Sprecherin: Der deutsche Autokonzern Volkswagen hat nach Reuters-Informationen in Brasilien in den 1980er Jahren die eigenen Mitarbeiter und Gewerkschafter bespitzelt und die gesammelten Daten an die Militärdiktatur weitergegeben. Überreicht wurden sensible Informationen über bevorstehende Lohnforderungen sowie Mitschriften von Gesprächen und Namen von Teilnehmern an Gewerkschaftsveranstaltungen, wie aus neu entdeckten Dokumenten hervorgeht, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Auch der damalige Gewerkschaftsführer Luiz Inacio Lula da Silva, der später Präsident Brasiliens wurde, war Opfer der Bespitzelung. Reuters hatte bereits vor Wochen berichtet, die Kommission habe Anzeichen dafür gefunden, dass Dutzende Firmen dem Militär halfen, Gewerkschaftsaktivisten zu identifizieren und Arbeiter zu unterdrücken. Darunter befanden sich neben VW auch andere ausländische Autobauer und Industriekonzerne. Ganz zu schweigen vom heutigen Dieselskandal und deren Abgastests an Affen und Menschen.

Marx: Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der Unternehmen und Konzerne verwaltet!

Carolina: Wenn man sich mal überlegt, wie Staat und Unternehmungen, Konzerne und Justiz zusammenarbeiten, kommt mir das Grausen, wenn ich da an meine Steuerrechnung denke. Die Machtlosigkeit der Arbeitenden erlebt man auf dem Arbeitsmarkt. Arbeitende als beliebige Ware werden entlassen, herumgereicht, gedemütigt, wieder eingestellt zu niederen Löhnen, ausgeliefert an die unsichtbare Hand des Marktes!

Marx: Der Kommunismus nimmt keinem die Macht, sich gesellschaftliche Produkte anzueignen, er nimmt nur die Macht, sich durch diese Aneignung fremde Arbeit zu unterjochen.

Carolina: Dazu gesellt sich, dass die bürgerliche Herz/Schmerz-Ehe in Wirklichkeit eine Gemeinschaft der Ehefrauen ist. Es versteht sich übrigens von selbst, dass mit der Aufhebung der heutigen Produktionsverhältnisse auch die aus ihnen hervorgehende Frauengemeinschaft, d.h. die offizielle und nichtoffizielle Prostitution, verschwindet.

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Sprecherin: In Schweden müssen Frauen zukünftig ihrem Partner nicht mehr mit einem verbalen "Nein" oder körperlich deutlich machen, wenn sie keinen Sex möchten. Wer Sex mit einem anderen Menschen haben möchte, muss sicherstellen, dass sein Gegenüber in den Akt einwilligt - entweder durch Worte oder durch eindeutige Handlungen. Sonst droht eine Verurteilung wegen Vergewaltigung. Auch, wenn es zu keiner merkbaren Auseinandersetzung, Gewalt oder anderweitiger Bedrohung vor oder beim Sex kam. Wer sichergehen wolle, solle sich künftig lieber etwas Schriftliches geben lassen, kommentierten Schweden in Internetforen. Schließlich stünde ja Wort gegen Wort. Das neue "Einverständnis-Gesetz" soll im Juli 2018 in Kraft treten und dürfte das erste seiner Art weltweit sein. Sämtliche Parlamentsparteien stehen bislang dahinter. Die Einverständnisregel gilt dabei für alle - auch für gleichgeschlechtliche Beziehungen und für Männer, die Opfer von Frauen geworden sind.

Carolina: Ich weiss, dass all das nicht enden wird, solange wir nicht endlich beginnen, die Wirtschaft in den Dienst, global, für alle Menschen zu stellen. Ich will nicht weiterhin vom Wohlwollen irgendeines Arbeitgebers abhängig sein, sondern mein Leben in der Gemeinschaft mitplanen und mitgestalten. Vorherrschende Praxis muss es sein, das Privateigentum an den Produktionsmitteln abzuschaffen. Vorherrschend muss es sein das Privateigentum an Boden abzuschaffen. Vorherrschend muss es sein, Arbeitsdemokratie in allen Bereichen der Wirtschaft zu schaffen. Umweltverträglichkeit und vor allem Menschenverträglichkeit, ohne Ausbeutung von Mensch und Natur, das sind die Ziele einer zukünftigen Weltgemeinschaft!

Kuhn: Hm, wenn ich mir das alles so überlege, bin ich nicht nur ein Teil des Verwurstungsprozesses der kapitalistischen Produktion, sondern wo bin ich noch Mensch, wo kann ich noch gestalten, ausserhalb dieses, meines Verwurstungsprozesses? Obwohl ich mir mit meinem Vermögen alles leisten kann, was mir die kapitalistische Produktionsweise bietet, muss ich mir jeweils eine Atemmaske umbinden, wenn ich in Peking bin. Bei der letzten Reise nach Indien mussten wir in abgedunkelten Bussen durch die Slums fahren. In Rio de Janeiro, in Sao Paulo gibt es ja nicht nur die ausgedehnten Favelas, es gibt die eingezäunten Reichenviertel, vielfach durch eine Mauer getrennt, gespickt mit Stacheldraht und Glasscherben. Dass die Gesellschaft solches akzeptiert und der Staat da gar nichts dagegen tut, ist mir schleierhaft!

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Sprecherin: Hiermit stiehlt sich das Unternehmertum (wie immer) aus seiner gesellschaftlichen Verantwortung und macht den Staat dafür verantwortlich - und umgekehrt tun gleiches die Nationen! Die Vereinten Nationen werfen den grossen Konzernen der Welt beim Umweltschutz schwere Versäumnisse vor. „Das natürliche Kapital der Welt wird im großen Stil vernichtet“, warnte UN-Umweltchef Achim Steiner im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) am Dienstag.

Die Vereinten Nationen beziffern die Umweltschäden, die allein die 3000 größten Unternehmen der Welt durch den Missbrauch natürlicher Ressourcen, durch Verschmutzung von Luft oder Gewässern sowie das Aussterben von Arten verantworten, dem Bericht zufolge auf 1,7 Billionen Euro.

„Viele Volkswirtschaften sind noch immer blind für den enormen Einfluss der Artenvielfalt von Tieren, Pflanzen und anderen Lebensformen und ihre Rolle für die Funktion des Ökosystems“, kritisierte Steiner. Das betreffe Wälder und Trinkwasservorräte ebenso wie den Boden, die Ozeane und die Atmosphäre.

In internationalen Grosskonzernen löst diese Bedrohung der UN-Studie zufolge aber kaum Besorgnis aus, schreibt die SZ. Nur zwei der 100 grössten Unternehmen haben sich demnach den Erhalt der Ökosysteme als strategisches Ziel festgeschrieben. Von 1100 internationalen Top-Managern fürchtet nur jeder Vierte, Artensterben und der Verlust ganzer Ökosysteme könnten das eigene Geschäft beeinträchtigen. In vielen Konzernen gilt noch immer die Devise: „Natürliche Ressourcen sind unerschöpflich“. Dabei müssen wir längst schmerzhaft spüren, dass das nicht mehr stimmt“, sagt UNEP-Chef Steiner. In diesem Sinne ist der Verwurstungsprozess, nicht nur im Einzelnen garantiert, sondern weit über das gesellschaftliche Handeln übergreifend determiniert.

Marx: Selbst auf die Gefahr des Galgens: „Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. 10 Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.

An die Stelle der alten überkommenen bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.

Leuthold: Alles in allem betrachtet, habe ich mich derart mit der christlichen Sozial-Lehre infiziert, dass mir aus der jetzigen Sicht, völlig die Worte fehlen. Ich muss zugeben, dass Ihre moralischen Ansprüche, weit über die religiösen Ansprüche gehen.

Marx: Die Pfaffen und die Bürokraten haben schon jede Revolution überlebt!

Carolina: Dass meine Arbeitskraft eine Ware ist, ist allein schon eine Zumutung! Jetzt werde ich die Belegschaft unseres Betriebes zusammentrommeln. Wir werden diesen Betrieb enteignen. Wir, die ArbeiterInnen entscheiden zukünftig über Investitionen, Löhne, Produktionsplanung usw., allerdings basisdemokratisch und nach dem Konsensprinzip. Unsere Vorstellung der selbstverwalteten Betriebe ist, die hierarchiefreie Organisation.

Kuhn: (Springt auf, völlig ausser sich und wendet sich an die Kellnerin) Das ist unerhört! Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind! Solches verstösst gegen jegliche politische Ordnung. Gehen Sie an Ihren Arbeitsplatz zurück. Wir sind gerüstet für solche Aktionen. Der Staatsschutz muss sich meiner Meinung nach, intensiv mit Ihrem E-Mail-Verkehr befassen. Ich werde jetzt sofort die beiden Grossaktionäre dieses Betriebes, Blogger/Fey informieren. Zudem muss die Polizei, Justiz informiert werden. Würde das überall Schule machen, hilft nur noch das Militär, wie damals!

Leuthold: Gott bringe diese Frau zur Besinnung und verzeihe ihr ihren jugendlichen Übermut.

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Sprecherin: Der Landesstreik war ein Generalstreik in der Schweiz, der vom 11. bis zum 14. November 1918 dauerte. Am 12. November wurden 95.000 Mann Ordnungstruppen aufgeboten, davon 20.000 für Zürich und 12.000 für Bern. Die Einheiten kamen ausnahmslos aus „zuverlässigen“ ländlichen Gebieten und aus der Westschweiz. In vielen Ortschaften bildeten sich zudem Bürgerwehren. Die Truppen zeigten grosse Präsenz auf den Strassen, bewachten strategisch wichtige Gebäude und den Eisenbahnverkehr. Das Bundeshaus wurde militärisch besetzt. Auch unterstützten die Ordnungstruppen nicht nur die Post, sondern auch den Notbetrieb der bürgerlichen Zeitungen. An den meisten Orten verlief der Streik relativ ruhig, zu Unruhen kam es in der Regel nur nach Aufmärschen des Militärs. In Grenchen erschossen die Ordnungstruppen dagegen am 14. November drei Streikende, nachdem der Streik bereits abgebrochen worden war.

Marx: (steht auf und geht etwas in den Vordergrund und ruft) Die Menschen dieser Welt haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

ENDE, VORHANG ZU

03.04.2018

A FALSE FLAG OP

Am 4. März 2018 wurde Skripal und Tochter ohnmächtig auf einer Parkbank aufgefunden. Skripal mit Fentanyl vergiftet, einem starken Opiat (Guardian). Später wurde daraus Novichok, ein "russisches Nervengift". Heute die Meldung: Skripals aus künstlichem Koma geholt.
A FALSE FLAG OP, PM MAY?

GESUCHT
Russin oder Russe, vorbestraft

EVENT
Sie nehmen ein starkes Opiat (Fentanyl).
Wir halten Sie im Koma (30 Tage).

SALARY
yes

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PM Theresa May
10 Downing Street
London

CODE #Salisbury #Nato

Und warum machen Trump, Macron und Merkel beim britischen Schmierentheater mit? Warum machen unsere Medien SRF ZDF ARD mit? Nichts gelernt aus den Kriegslügen der Nato? "Fragen Sie Goebbels", doch der sei bereits tot.

03.04.2018

Kalorien

Heute Nachmittag haben wir zu zweit ein Beet (20 m2) umgestochen. Ich bezweifle, ob wir daraus mehr Energie ernten, als wir heute verbraucht haben... Freude hat es trotzdem gemacht.

02.04.2018

Intérieur

Im Conforama oder in der IKEA habe ich ein Futon-Bett gesehen, das stapelbar ist. Auf das komplette Bett mit Matratze, Decke und Kissen, wird ein zweites daraufgestellt, möglich wäre wohl auch ein drittes. Alle nebeneinander für drei Personen im Hôtel de Ville.

Die heutige Ausgabe der montagsZeitung macht mir viel Freude, ich fühle mich vom Hirten befreit :) Und überlege, ob nicht auch die Schulen anders möbliert sein müssten. Vom Hirten befreit, der als Gleicher unter Gleichen im Kreis mitspielt. Das Spiel müsste freiwillig sein, für alle, auch für den schon etwas Älteren.

02.04.2018

Hôtel de Ville

Im Welschland heisst die Gemeindeverwaltung 'Hôtel de Ville' und hier könnten tatsächlich Zimmer für Obdachlose - aus was für Gründen auch immer - bereitgehalten werden.

02.04.2018

Keine Strafen

In unserm Dorf im Kanton Zürich hatte es zwei Ausnüchterungszellen beim Feuerwehrdepot. Sie wurden meines Wissens nie benutzt. Später wurde das Gebäude verändert und ist nun ein Lokal, das für Anlässe genutzt werden kann.

Ob Ausnüchterungszellen unter Hilfe oder Strafe gehen, bleibe dahingestellt, denn länger als 24 Stunden wäre ohnehin niemand drin.


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