Der Ekel der klugen Köpfe. Zur verlorenen Abstimmung über die Finanzierung der Medien
Unter den Gebildeten wächst die Abneigung gegenüber Propaganda-Medien. Diese Entfremdung trifft viele Redaktionen hart und Zwangsgebühren sind keine Lösung.
Offene Plattformen wie Twitter, wo jeder eine Plattform hat, sind aus demokratischer Sicht zu fördern und proprietäre Plattformen nicht. Wie oft wird Fredy Gsteiger auf SRF eine Plattform gegeben, wie oft dir? Ist Fredy Gsteiger unser Ein und Alles, wer hat ihn und eine Handvoll andere zu Hohepriestern ernannt? Wir sollten proprietäre Plattformen als solche kennzeichnen und vom Staat trennen - eine Volksinitiative, die letzten Sonntag leider abgelehnt wurde: Die Hohepriester haben sich durchgesetzt.
„Wenn gefragt wird, was die Menschheit auf der Erde am meisten bedroht, nennt man gewöhnlich nukleare, chemische oder biologische Waffen. Aber man vergisst dabei eine weitere wirklich schreckliche Massenvernichtungswaffe, die vor allem auf das menschliche Gehirn abzielt: Information. Propaganda und Agitation." - Valentin Falin
Wir haben die Ursache schon oft erwähnt: Faschismus. Faschismus ist die Verschmelzung von Staat und Grosskapital, unser heutiges rund 200 Jahre altes System. Jedoch die Vereinigung von Staaten ist keine Lösung, Nationalismus auch nicht, denn von da kommen wir her.
„Wenn Roboter die Kriege führen, werden die Hauptopfer dieser Kriege die Menschen, die Völker, bleiben. Darum wird die Vervollkommnung der Kriegstechnik unweigerlich eine umso grausamere Kriegsstrategie nach sich ziehen. Die einzige Möglichkeit, die Beziehungen unter den Völkern zu humanisieren, besteht darin, die Instrumente der Gewalt zu zerstören und das Bewusstsein umzubauen. Das ist der schwierigste Teil der Konversion des Denkens.“ - Valentin Falin
Sofort fallen uns Atombomben ein, Kampfflieger, Schlachtschiffe, Panzer, Kanonen, Sturmgewehre - doch eines und das Wichtigste vergessen wir: den Geist. Wir müssen umkehren vom Sicherheitsdenken zum Frieden denken. In München sollen nicht Sicherheitskonferenzen, sondern Friedenskonferenzen abgehalten werden. In der Familie sollen nicht Machtworte gesprochen, sondern Dialoge geführt, die Meinungen erfragt werden. Doch niemals entscheidet eine Mehrheit, sondern jeder für sich. Und so, in der Einsicht, dass weder einer noch eine Mehrheit absolut ist, gelangen wir zu einer Humanisierung des Denkens und des Tuns und lassen uns die Freiheit, anders zu denken und zu tun. Nie aber hat einer das Recht, zu strafen, weil andere nicht das tun, was er will.
Das Instrument der Gewalt ist das Strafrecht. Zerstört das Strafrecht und wir haben ewigen Frieden.
Dass in einer Welt des Friedens Sturmgewehre, Kanonen, Panzer, Schlachtschiffe, Kampfflieger und Atombomben irrational sind, ist offensichtlich. Doch schon kommt der Teufel daher und erklärt: Gewalt sei notwendig gewesen und immer noch, wenn auch begrenzt, notwendig. Und so wird der Teufel weitergehen, Kirchen gründen, Nationen ausrufen und wer nicht tut, was der Teufel will, wird bestraft. Der Teufel siegt so lange, wie wir irrational - irr - sind. Unsere Geschichtsbücher sind voll von irren Typen, irren Gedanken und irren Taten.
abstrus - Das Wort wird seit dem 19. Jh. ungefähr im Sinne von sinnlos gebraucht. Der Rationalismus mit seinem Hasse gegen jeden Tiefsinn und gegen jede Mystik hatte sich gewöhnt, tiefsinniges Denken abstrus zu nennen, wenn er eine solche Denkrichtung tadeln wollte.
Die Schüler lernen das Irrationale, das Natürliche jedoch nicht: Der Staat lässt keine anderen Schulen zu. Wer Arzt werden will, muss den Irrsinn lernen und bleibt ihm verhaftet. Für alle anderen Berufe gilt dasselbe und vereint im irrationalen Glauben "Gewalt sei notwendig" wählen sie die politischen Vertreter. Die politischen Vertreter sagen dem Rationalismus, sie seien rational - alles andere sei abstrus - und sehen nicht, dass ihr Rationalismus aus dem Irrationalen kommt.
Einfach: Indem man Gewalt weder rächt noch anerkennt. Das Naturgesetz erlegt keine materiellen, sonder moralische Strafen auf (Ermahnungen, Anweisungen, Rat); die Religion erkennt keine Haftstrafen an (Islam: ausser in extremen Fällen zum Schutz der Gesellschaft - Gaddafi).
Wir haben die Wahl zwischen Christentum und dem Islam. Entweder keine Haftstrafen oder Haftstrafen in extremen Fällen zum Schutz der Gesellschaft. Wählen wir den Islam, soll die Haftstrafe auf längstens sechs Jahre beschränkt sein. In dieser Zeit soll der Gefangene sich frei bilden (erziehen). Ist jedoch selbst in einem extremen Fall keine zukünftige Gefahr für die Gesellschaft ersichtlich, wird keine Haftstrafe angeordnet.
Wenn ich ehrlich bin, finde ich das Christentum natürlich, jedoch den Islam natürlich-rational: Es werden immer wieder Menschen Taten ausführen und wiederholen, die eine Gefahr für die Gesellschaft sind - namentlich Söldner und Banden. Bejahen wir ein Recht auf Selbstverteidigung - was das Christentum nicht tut -, so ist die Gewalt der Soldaten gegen Söldner und Banden heilig. Ein heiliger Krieg.
Soldat soll kein Beruf sein, sondern eine Aufgabe der Gesellschaft. Das Milizsystem der Schweiz ist vernünftig und soll auf die Bekämpfung von Söldner und Banden ausgerichtet sein. Von der Diplomatie erwarten wir, dass sie Gefahren eines Krieges rechtzeitig erkennt und im Dialog löst.
Ein kleines Land kann die Gewalt eines grossen Landes oder eines Angriffsbündnisses nicht aufhalten. Es wird ausgehungert, zerbombt und zerstört, wie wir das seit 9/11/2001 sehen und früher schon sahen: 1950 Korea, Vietnam etc. Jedoch soll das Land immer und immer wieder eine gewaltfreie Gesellschaft errichten und dem Faschismus keinen Platz geben. Die Menschen in freien Ländern sollen nach Europa, nach Amerika gehen und die Menschen bekehren, indem sie ihnen zeigen, wie eine gewaltfreie Gesellschaft funktioniert.
Der Zweck eines Staates ist, dass die Menschen glücklich sind, weil sie frei sind. Viele Menschen haben wie eine Mutter eine latente Neigung, sich für die Schwächeren/Unterdrückten einzusetzen. Diese Neigung ist natürlich. Sie entspricht einem ewigen Naturgesetz:
JEDER MENSCH WILL GLÜCKLICH SEIN,
KEIN MENSCH WILL UNTERTAN SEIN.
AUF DER GANZEN WELT.
Andere Menschen haben die Neigung, sich für den Stärkeren einzusetzen. Sie verherrlichen Gewalt und Unterdrückung. Sie bedrohen die Gesellschaft und in extremen Fällen sollten wir sie einsperren, damit sie sich frei bilden.
"Was man nicht selbst prüfen kann, sollte man meiden." - In diesem Sinn sollen die proprietären Medien, darunter auch die gebührenfinanzierten, mit Vorsicht konsumiert werden. Auch diese Zeitung.
Die nächste Ausgabe der montagsZeitung erscheint am 19. März 2018.
15.03.2018
Dienen die zwei verletzten Personen in Salisbury (GB) und die vier ermordeten Personen in Rupperswil der Ablenkung von den Kriegsverbrechen der NATO im Nahen Osten?
Täglich ermorden und verletzen NATO und NATO-Terroristen Menschen in Syrien. WO BLEIBT DAS ENTSETZEN DER STAATS- UND REGIERUNGSCHEFS VON FRANKREICH, DEUTSCHLAND, DEN VEREINIGTEN STAATEN UND DEM VEREINIGTEN KÖNIGREICH?
11.03.2018
"Faschismus ist die Verschmelzung von Staat und Grosskapital." - was wir seit Ende des 18. Jh. haben. DOCH NIEMAND SAGT'S!
Zwei Weltkriege, Holocaust, Nato-Kriege ohne Ende. Der Jud, der Muslim, der Migrant, der Russ, der Chinese sei… Nein, der Faschismus unter allerlei Namen ist's.
06.03.2018
Etwas bereitet mir in dieser montagsZeitung Mühe: der heilige Krieg. Krieg ist niemals heilig! Wer sollte denn die Macht haben, einen heiligen Krieg auszurufen: einer, eine Gruppe, eine Mehrheit gegen einen, eine Gruppe oder eine Mehrheit? Krieg ist immer ein Verbrechen!
Krieg ist niemals notwendig, sondern stets das Wort! "Am Anfang war das Wort" und in der Unendlichkeit Gott ist der Anfang das Ende und die Zeit zugleich: Es ist ewig.
Unsere Waffe ist die Mission: die Verbreitung der ewigen Naturgesetze* durch das Wort und soziale Dienste in der Welt: Gute Gedanken denken und für andere sorgen.
Ich möchte euch eine wahre und aktuelle Geschichte erzählen aus der Dominikanische Republik im östlichen Teil der Insel Hispaniola: Aus dem westlicher Teil, aus Haiti, dringen Banden über die Grenze und rauben und stehlen. Wer sich wehrt wird getötet.
Nach westlicher Logik sollte der Staat eine Mauer bauen und Banden an der Grenze aufhalten und bei Gegenwehr gibt es Tote und Richter strafen die Gefangenen.
Um so aufzurüsten fehlt das Geld und die Raubzüge finden ja nicht täglich statt, sondern gelegentlich, weil nicht viel da ist, und Tote gibt es keine, denn die Bewohner wehren sich nicht und die Räuber töten nicht. (Im Gegensatz zu Soldaten. Soldaten sind Mörder.)
"Beängstigend sind solche Einbrüche schon, doch meine Frau ist in dieser Gegend aufgewachsen und will von dort nicht weg." Und so geht das eine und andere über die Grenze verloren.
"Im Sumpf des Elends wird der Mensch kein Mensch." - Johann Heinrich Pestalozzi. Es wäre das Ziel, in der Grenzregion einen Austausch zu finden, der das Elend auf der einen Seite überwindet. Und dieses "Überwinden der Grenzen" soll sich wellenartig über die ganze Insel ausbreiten und in der Welt.
Ein Religiöser, der Grenzen baut, ist keiner, denn er verrät das ewige Naturgesetz, das keine Grenzen kennt! Seine Kriege sind niemals heilig, sondern ein Verbrechen, wie sein Strafrecht auch.
* Die ewigen Naturgesetze finden sich in Schriften und in Traditionen, man muss sie jedoch suchen.
06.03.2018
Der Islam - im Gegensatz zum Christentum (!) - stellt ein Recht fest, Haftstrafen in extremen Fällen zum Schutz der Gesellschaft zu fällen. (Dass wir heute weder eine islamische und schon gar keine christliche Gesellschaft sind, ist offensichtlich.)
Im Judentum war es üblich, dass Richter nach einem Schuldspruch ihr Amt verloren. Damit wollten die Juden sicher gehen, dass dieses Recht tatsächlich nur in extremen Fällen angewandt wird.
Wir können diese Rechtssicherheit erweitern, indem der Richter die gleiche Strafe auf sich nimmt, wie er sie dem Andern auferlegt: Aug um Aug, Zahn um Zahn.
"Aber der Richter hat sich doch nichts zu Schulden kommen lassen!" Doch, hat er : Indem er einen Andern straft, jahrelang straft oder sogar ermorden lässt. "Aber es war ein Mörder!" Der Richter auch.
05.03.2018
Was mich an der Abstimmung über die Finanzierung der Medien - die jeden Haushalt betrifft - am meisten erstaunt:
15 lehnen die Gebühr ab
35 stimmen der Gebühr zu
50 ist es egal
Warum ist es fünfzig von hundert Stimmberechtigten egal? Zahlt's die Mutter, zahlt's der Vater oder ist nichts zu zahlen, weil jemand im Haushalt Ergänzungsleistung (EL) bezieht? EL beziehen 318'600 Personen und sind sie alle stimmberechtigt und stimmen nicht ab, bleiben noch immer 44, denen es egal ist.
Gehört ihr nicht zu denen, die an der Tankstelle auf den Preis schauen und weiterfahren, wo das Benzin 3 Rappen billiger ist? Wow, bei 1000 Litern im Jahr spart ihr 3000 Rappen oder 30 Franken. Gehört ihr nicht zu den Schnäppchenjägern oder den Billigfliegern? Regt es euch nicht auf, wenn die Krankenkasse aufschlägt und sind euch die Steuern nicht zu hoch?
Ist es euch egal, ob ihr zahl oder nicht - und wofür? Kommt eine Rechnung, zahlen wir sie einfach. Mann-o-Frau, wir hätten eigentlich Demokratie und keine Egalie.