13. April 2015
Depositär der Originaltexte  Grundlage des Friedens
Manifest des Realismus
Eurasischer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok
Leserbriefe

Genau das ist Wucher:
Was wir geben, erhalten wir um ein Vielfaches zurück!

Genau das ist Wucher: Was wir gegeben, erhalten wir um ein Vielfaches zurück! spiegel.de

Liebe Angela Merkel

In der Tat beschäftigt mich unser Wirtschaften sehr und ich verwende viel Zeit mit Gedanken denken. Ich suche bestimmt keine Schuldigen für das heutige System - es gibt keine! Wir sind ja alle so ineinander gewachsen ..., sondern Lösungen für das Neue. Oft orientiere ich mich an der Bibel und an Tolstoi und natürlich sammle ich, was andere denken und schreibe das in die montagsZeitung.

Der Wucher oder das Wuchern der Zahlen, denen wir hinterher jagen und sie doch nicht erreichen, weil sie uns exponentiell überlegen sind - Zahlen! Uns! Das will mir einfach nicht in den Kopf! Und wegen Zahlen werden Kriege geführt, Menschen verhungern echt, weil die Zahlen eine Logik entwickeln und wir dieser Logik folgen, das ist furchtbar.

"Und wenn ihr nur denen etwas leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern in der Hoffnung, alles zurückzubekommen. Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt." Lk 6,34-35

Und ich denke, ich bin im falschen Film, lese in den Geschichtsbüchern, wie das Wort zurechtgebogen wurde, bis aus dem Zinsverbot, dem Strafverbot, dem Eure-Feinde-lieben das Gegenteil wurde. Bin ich allein? Fällt das nur mir auf? Bin ich nicht normal?

Liebe Grüsse
This Bürge, Redaktion

Wucher, das Wuchern der Zahlen

"Die Sünde, die usura heisst und im Darlehensvertrag ihren eigentlichen Sitz und Ursprung hat, beruht darin, dass jemand aus dem Darlehen selbst für sich mehr zurückverlangt, als der andere von ihm empfangen hat. Jeder Gewinn, der die geliehene Summe übersteigt, ist deshalb unerlaubt und wucherisch." schreibt Papst Benedikt XIV 1745.

Doch das, was sich da anbahnt und sich 45 Jahre später in der Französischen Revolution entlud, der Kleinfeudalismus und Nationalismus, in einem Wort auch Liberalismus genannt, war nicht mehr aufzuhalten.

Der Kleinste hielt es für gut, wenn er für 20 Thaler später 21 Thaler erhielt. Sparen wurde in und jedes Kind dazu angehalten, erzogen zu sparen und das Ersparte darzubringen, das heisst der Bank zu bringen, und dafür, für diesen Gang, später mehr, viel mehr zu erhalten. Es gibt wahrscheinlich kein Kind mehr in der westlichen Welt, das kein Wucherer ist, und wir selber, ich!, haben unsere Kinder dazu gebracht. Usura! Das Schenken haben wir ihnen weit weniger gelernt und wenn eines sein Erspartes dem armen Mann dort und dort geben wollte, haben wir es davon abgehalten, abgelenkt, den Mann in ein schiefes Licht gebracht, statt ergriffen Gott dafür zu danken, dass wir ein so herzliches Kind begleiten dürfen.

Und jedes kleine Kind wäre von Natur aus so herzlich und empfindsam und würde alles geben, nicht jedem, aber dem, der es braucht, und wir, ich!, müssen gehörig erziehen, dass es so wird wie wir: Geizig und habsüchtig das Geld am armen Mann vorbei der Bank darbringen, um mehr zu erhalten, als wir gegeben haben.

Du verstehst mich schon, es ist nicht die Bank die Schuldige, sondern wir, ich!, die die Kinder darbringen.

Deutschland hat sehr wohl eine eigene Verfassung

Oft wird postuliert, Deutschland habe keine eigene Verfassung und sei noch immer einer besatzungsrechtlichen Ordnung unterstellt. Das stimmt schlicht nicht.

Das Grundgesetz, so heisst die Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland, ist eine durch die Parlamente legitimierte Verfassung. Sie kann von zwei Dritteln der Parlamentarier im Bundesrat zusammen mit zwei Dritteln der Parlamentarier im Bundestag geändert werden, die Änderung wird vom Bundesverfassungsgericht geprüft und würden die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt, wäre eine Änderung unzulässig. Durch Beschluss einer neuen Verfassung durch das Volk könnte das heutige Grundgesetz abgelöst werden. GGE

Die Deutschen PolitikerInnen - aber auch die Deutschen selber - können also sehr wohl eine neue Politik gestalten, sie müssten nur wollen!

Dummheit ist lernbar

In Art 7 Deutsches Grundgesetz (GGE) liegt ein grosser Hund seit bald 300 Jahren begraben: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates. In der Schweiz, Griechenland etc. ist es genau gleich. Seit 1717 gilt auf Befehl des Königs Friedrich Wilhelm I. die Allgemeine Schulpflicht in Preussen. Hier lernt das Kind: Gehorchen! Während 11 Jahren obligatorisch von morgens bis abends: gehorchen! Schuld! Strafe!

Eltern, die ihr Kind nicht zur Schule zwingen, werden bestraft. Als Versager wird ihnen letztlich ihr Kind weggenommen (Art 6 GGE). Das ist der heutige Liberalismus, eine ungeheure Gleichschaltung aller - das, was wir dem Kommunismus vorwarfen, haben wir perfektioniert. Jede Reformpädagogik ersticken wir in Keimen. Um angeblich die Chancengleichheit und den sozialen Kontakt zu gewährleisten, setzen wir alle Kinder von 4 bis 15 Jahren auf Stühle, von morgens bis abends, lassen sie in kurzen Pausen sozialen Kontakt pflegen. In der Freizeit gehen die Hausaufgaben vor. Mit 15 Jahren sind sie dann erstaunlich dumm, staatlich dumm und dumpf gemacht und erhalten ein Abschlusszeugnis. Die Geschliffensten - die Dümmsten, wie Tolstoi schreibt - dürfen studieren, sind unsere Politiker, Generäle, Richter, Wissenschaftler, Wirtschaftsführer und Lehrer von morgen - und bezeichnen die anderen als dumm, als schlichte Gemüter, Arbeiter, Bauern.

Wir wollen die Akademiker nicht beleidigen, doch steckt in der Kritik Tolstoi's nicht Wahrheit? Käme es einem Arbeiter in den Sinn, Geldspiele zu betreiben, an denen Griechenland oder Russland - die Menschen dort - zu Grunde gehen. Käme es einem Bauern in den Sinn, das liberale System zu glorifizieren, weil er zu Lasten anderer Geld aus dem Nichts gewinnt - würde er sein Tun nicht bereuen, wenn er sieht, was er Dritten, der Dritten Welt, angetan hat, dass sie hungern, sich bekriegen? Wäre er innerlich so kaputtgeschult, dass er ihnen noch Waffen liefert und sie befeuert, einander umzubringen, weil ihm das Extra-Renditen generiert?

Was für Unmenschen hat die Zwangsschule aus euch gemacht. Und wie herzallerliebst seid ihr auf dem Foto als Baby in den Armen eurer Mutter! Wir haben euch kaputtgemacht, die Feinsten, die Empfindlichsten, die Wachsten, die besten Menschen, die, die es allen Recht machen wollten, die gehorchten, artig auf ihren Stühlchen sassen, fleissig lernten. Wir haben euch kaputtgemacht und ihr jetzt uns. Seit Generationen stetig. Und wir hören nicht auf, nicht auf, nicht auf, Kinder und Rekruten zu zwingen und Eltern, die nicht versagen, als Versager zu bezeichnen und ihnen die Kinder wegzunehmen. Wir, die Unmenschen, richten über Recht und Unrecht, zwingen und kreuzigen die Schlichten, die Armen, die Menschen.

Hört auf! Hört auf, eure Kinder zu zwingen, nur weil ihr sonst gezwungen werdet; hört auf, andere zu verurteilen, nur weil ihr sonst verurteilt werdet; hört auf, andere einzusperren, nur weil ihr sonst eingesperrt werdet; hört auf.

Schaffen wir die Schulpflicht - nicht die Bildung - ab! Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und erhält die dazu nötigen finanziellen Mittel. Wo und was es lernt, ist seine Sache und die seiner Eltern, solange es klein ist. Jede Mutter kann, wenn das Kind fragt, ihm das Lesen und Rechnen lernen, es bilden und fördern, mit ihm tanzen, lachen, singen, musizieren, erzählen, zeichnen, backen, kochen, nähen, basteln, spazieren, rennen, verstecken, die Natur beobachten, Spass haben, für die Nachbarin einkaufen, Grossvater vorlesen und es nach draussen schicken, zu den anderen Kindern. Lernen wir zu unterscheiden zwischen Erziehung und Entfaltung - nur Entfaltung ist Bildung! Später ist es nicht mehr die Mutter, sondern ein Handwerker, ein Gelehrter, ein Meister seines Faches, bei dem sich der Jugendliche weiter entfaltet.

Wir brauchen keine Zwangsschulen! Wir müssen nur wollen!

Lesen und Schreiben

Jeder soll lesen und schreiben können. Warum und wieso und ob hauptsächlich, um Formulare (Steuererklärung) ausfüllen und Gesetze lesen zu können, um schuldig zu werden, auch wenn man das Gesetz nicht kannte, weil man es hätte lesen können ... "Hähä, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, vor Strafe nicht."

Nun gut, nehmen wir das Soll-Lesen-und-Schreiben-können unbegründet einfach so hin, so fällt uns auf, dass wir mit dem Gelernten nicht weit kommen, denn bereits in der Romandie oder im Tessin kann ich weder lesen noch schreiben. Ich verstehe null und nichts, kann kein Formular ausfüllen und kein Gesetz lesen - und dafür plagen sie mich 11 erzwungene Jahre lang!

Lesen und Schreiben sind etwas ganz anderes als Sprache!

Nehmen wir das Schriftzeichen für Kind: Wir sagen Chind, Giel, Gof, Meitli, Bueb andere: Kind, child, enfant, niño/niña, infante etc. Doch egal, ob ich in China, Afrika, Südamerika, Europa bin, ich kann lesen und verstehen, was geschrieben ist, und ich kann schreiben, in meiner Muttersprache, und der mir Fremde versteht, was ich geschrieben habe. Filme sind in Schriftzeichen untertitelt und werden weltweit verstanden. Was Obama sagt, verstehen alle, wenn die Rede untertitelt ist - und vielleicht kommt man eines Tages auf die Idee, das Reden wegzulassen, das Geschriebene ins Zentrum zu rücken. Politiker der Zukunft müssen Denken und Schreiben können, nicht sprechen! Und sie müssen so schreiben, dass jeder sie versteht: "Ich rate allen, sich durch Worte nicht verblüffen zu lassen und überzeugt zu sein, dass alles, was unklar ist, ungeeignet ist, die Grundlage für irgend etwas abzugeben", schreibt Tolstoi in seinen pädagogischen Schriften 1907.

Finland schafft alle Schulfächer ab

22.03.2015 - Finland, seit Jahren auf Platz eins der Pisa-Studie, schafft alle Schulfächer ab! Französisch, Mathematik, Geschichte - Schulfächer gehören in Finland bald der Vergangenheit an. Neu sollen Themen unterrichtet werden. 20min.ch

Anders sieht es Deutschland: Mehr Zwang!

Der Deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist der Auffassung, dass die Nationalstaaten ihr Monopol zur politischen Vertretung der Bürger verloren haben. Er will mehr Kompetenzen auf zentraler Ebene, am besten mit "präsidialen Elementen". Wolfgang Schäuble will die Demokratie durch etwas Neues, mehr Präsidiales ersetzen. Nur so könne auf die Modernitäts-Verweigerer angemessen reagiert werden. Nicht der zerstörerische Liberalismus soll ersetzt werden, sondern die Demokratie! dwn.de

Auch Angela Merkel sagt deutsch und deutlich: Vor die Wahl gestellt, den Liberalismus oder die Demokratie zu opfern, würde sie die Demokratie opfern. Entsetzt haben Ungarn, Russland, Griechenland widersprochen. montagsZeitung.ch

Wir tun gut daran, die Herrschenden in Deutschland ernst zu nehmen. Sie sind überzeugt von dem, was sie tun, wie Hitler es auch war. Und wiederum reiten die Gouverneure Englands, der USA und der Schweiz an ihrer Seite mit in den Krieg. Ausbaden aber werden es wir und die Deutschen.

Der Liberalismus wird ein drittes Mal die Welt angreifen, weil er gar nicht anders kann. Das System ist auf Schuld, Wucher und Strafe aufgebaut - wer das System durchsetzen will, muss Krieg führen!

Die Expansion der NATO
Die Expansion der NATO (ohne Ukraine)
Parteien, die sich hinter den Liberalismus stellen, und in Europa sind das praktisch alle, sind Kriegsparteien - egal, ob sie sich als sozial, christlich, grün, demokratisch, parteilos, Volk oder freie Liste bezeichnen. Unsere Hochschulen sind der Hort des Liberalismus, sie lehren nichts anderes als Wucher und sind vom Wucher infiziert (ein Arzt, der seine Patientin von den finanziellen Schulden dispensiert und ihr ein regelmässiges Einkommen verordnet, ist seine Lizenz los) - und die Grundschulen führen die Geeignetsten dorthin. Die Kirchen sind mit dem Pachtsystem gross geworden und haben unter dem Druck der Reformation Darlehen und Zinsen gesegnet, bei Einführung des Geistigen Eigentums wurden sie schon gar nicht mehr gefragt - und still verhalten sie sich seither, froh um Steuererträge, die sie erhalten.

Wir sind überhaupt alle froh um das, was wir vom liberalen System erhalten - wenn nur die Angst, das Elend und die Kriege nicht wären. Gibt es keinen Liberalismus, der ohne Angst, Elend und Krieg auskommt? Doch, den gibt es: Der Realismus.

Der Realismus

Statt auf Schuld baut der Realismus auf Guthaben. Jeder erhält monatlich von der Zentralbank ein GRUNDEINKOMMEN. EIGENTUM UND EINKOMMEN sind geschützt, niemand kann gepfändet werden. Eigentum dient dem persönlichen Wohl inmitten anderer, denen es auch wohl sein soll. Im Realismus darf es keine Miet-, Pacht- und Schuldverhältnisse (Darlehen, Geistiges Eigentum) geben - WUCHERVERBOT. Grund und Boden werden von der Gemeinde, der kleinsten politischen Einheit, verwaltet. Die Gemeinde allein bestimmt, wie und durch wen Grund und Boden genutzt wird. Die Nutzung ist befristet und unentgeltlich. Weitere Kennzeichen des Realismus sind FREIHANDEL und KEINE STEUERN. Es gilt das uralte STRAFVERBOT sowie KEINE ARMEE und kein Verteidigungsbündnis, wie das Fürstentum Liechtenstein eindrücklich beweist, das die Armee bereits im 19. Jahrhundert (1868) aus Kostengründen aufgelöst hat. Aus dem Skizzierten geht hervor, dass ein SCHLANKER STAAT entsteht.

REALISMUS = EIGENTUMS- UND EINKOMMENSGARANTIE, WUCHERVERBOT, FREIHANDEL, KEINE STEUERN, STRAFVERBOT, KEINE ARMEE, SCHLANKER STAAT

mit dem Übergang von der alten zur neuen Ordnung sind sämtliche Schulden vergeben. Besitz und alle Guthaben bleiben erhalten. Wir sollten das bald tun und nicht erst dann, wenn wir einander umgebracht und Besitz und Guthaben zerdeppert haben. Der Liberalismus vergeht, der Realismus ist da. Manifest

20.04.2015

US-Soldaten in der Ukraine

290 Fallschirmjäger der 173. US-Luftlandebrigade starten am Montag offiziell ihre Mission im westukrainischen Gebiet Lwiw, wie die ukrainische Agentur Unian meldete. Die Mission beinhaltet ein halbjähriges Training für insgesamt 900 Soldaten der ukrainischen Nationalgarde (nicht die ukrainische Armee).

20.04.2015

Demokratie in der Ukraine

Der Regionalrat der ukrainischen Region Ivano-Frankivsk hat bekannt gegeben, dass

die Kommunistische Partei,
der Oppositionsblock,
die Ukrainische Partei für Entwicklung und
die Partei der Regionen

umgehend verboten werden. Begründet wird der Schritt damit, dass diese Parteien “im Widerspruch zu den Interessen der ukrainischen Bevölkerung stehen und die Freiheitsrechte der ukrainischen Bürger verletzen”. Von insgesamt 113 Abgeordneten, stimmten 60 für das Verbot. Es ist bereits seit Freitag in Kraft.

19.04.2015

Jemen - ein Kalifat auf der Arabischen Halbinsel

Die Militärbasis in Mukalla, im Südosten Jemens gilt als letzte Bastion der dem gestürzten Präsidenten Hadi gegenüber loyalen Militärs. Nun wurde diese am 18. April 2015 von Kämpfern der jemenitischen Al-Qaida AQAP kampflos (einvernehmlich) übernommen. Das Al-Qaida-Netzwerk wird von Saudi Arabien unterstützt.

Die IS-Miliz hat ihren Ursprung im weit verzweigten Al-Qaida-Netzwerk. Der Emir der Al-Qaida Ayman al-Sawahiri befahl dem IS-Chef Ibrahim al-Baghdadi, sich auf die Leventina zu konzentrieren. Al-Nusra hat sich dem IS-Netzwerk angeschlossen und im Juni 2014 rief Al-Baghdadi das Kalifat IS und sich zum Kalifen Ibrahim aus.

Doch zurück zum Jemen. Am 23. Januar 2015 traten Präsident, Premierminister und Kabinett zurück. Am 6. Februar 2015 verkündeten die Huthi-Rebellen eine Übergangsverfassung und erklärten das Parlament für aufgelöst. Es soll provisorisch durch einen Nationalrat mit 551 Mitgliedern ersetzt werden, ebenso Übergangspräsident Hadi für zwei Jahre durch einen fünfköpfigen Präsidentschaftsrat.

Mittlerweile kämpft die Al-Qaida-Tochter AQAP (al-Qaʿida on the Arabian Peninsula [Arabische Halbinsel]) gegen die Huthi und seit dem 26. März 2015 wird Al-Qaida durch saudi-arabische Luftangriffe im Jemen unterstützt. Es scheint, als ob auch auf der Arabischen Halbinsel ein Kalifat errichtet werden soll.

Mukalla liegt am Indischen Ozean und stellt den wichtigsten Seehafen für diese Region. Die Stadtentwicklung nahm mit der Erdölförderung ab den 1990er Jahren rasant zu, die Stadt zählt heute 222'000 Einwohner.

18.04.2015

Mehr Mord

17.04.15 Olga Moros, ermordet
Olga Moros, Chefredakteurin der Zeitung „Neteschinski Westnik“, die im Gebiet Chmelnizki im Südwesten der Ukraine erscheint, war in ihrer Wohnung tot aufgefunden worden. Ihre Verletzungen deuten auf einen gewaltsamen Tod hin. Laut der Polizei wurde die Journalistin bereits Mitte März getötet.

16.04.2015

Ukraine - Libertäre Werte

Ukraine - Todesserie von Mitgliedern der Partei der Regionen. Die Partei der Regionen war vor dem Putsch am 22.02.2014 die stärkste Partei in der Ukraine.

29.01.15 Alexej Kolesnik, erhängt
25.02.15 Sergej Walter, erhängt
26.02.15 Alexander Bordjuk, erschossen
01.03.15 Nikolai Tschischow, Sturz aus dem 17. Stock
09.03.15 Stanislaw Melnik, erschossen
12.03.15 Alexander Pekluschenko, erschossen
20.03.15 Wiktor Wikorowytsch Janukowitsch, ertrunken
15.04.15 Oleg Kalaschnikow, erschossen
16.04.15 Oles Busina, erschossen

Bestehen noch Zweifel darüber, was im westlichen Teil der Ukraine abgeht? Die westlichen Werte halt: Was sich den Libertären in den Weg stellt, wird vernichtet, auch wenn es die wählerstärkste Partei ist - fuck democratie! "Die meisten Libertären sind skeptisch gegenüber einer rechtsstaatlich uneingeschränkten bzw. wenig eingeschränkten Demokratie. Einige lehnen sie als Regierungsform ab." wikipedia

14.04.2015

Donezk unter Beschuss

At 9.35hrs on 12 April, upon arrival at Donetsk railway station, the SMM witnessed heavy fighting between “DPR” and the Ukrainian Armed Forces in areas near the city visible from its position.

Both the Ukrainian Armed Forces representative and the Russian Federation representative to the Joint Centre for Control and Co-ordination (JCCC) told the SMM that the Ukrainian side (assessed to be the Right Sector volunteer battalion) earlier had made an offensive push through the line of contact towards Zhabunki. OSCE [link]

14.04.2015

Deutsche U-Boote für Israel

Der Bundessicherheitsrat hat den Export eines weiteren U-Boots nach Israel genehmigt. Es ist das fünfte von insgesamt sechs U-Booten, die Israel versprochen und zu einem Drittel von Deutschland bezahlt wurden. Die sechs U-Boote können von Israel mit Nuklearwaffen nachgerüstet werden.

Unter Wasser kann Israel Libanon, Syrien, Türkei, Ägypten, im Roten Meer Sudan, Eritrea, Dschibuti, Somalia und auf der anderen Seite Saudi Arabien, Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Irak und den Iran antauchen.

Das Deutschland-Regime, das einerseits scheinheilig den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat, anderseits mit der NATO einen Atomwaffenvertrag und Atomwaffen im Land hat, weiss sehr genau, was es und die Alliierten zu tun beabsichtigen: OKKUPATION DER ERDÖLFELDER!

Und bist du nicht willig (liberal), so brauch ich Gewalt. Dazu passt, die Demokratie durch etwas Neues, mehr Präsidiales zu ersetzen - HEIL FÜHRER!

13.04.2015

Was gesagt werden muss

Was gesagt werden muss
Von Günter Grass, heute verstorben

Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt 'Antisemitismus' ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß. Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir - als Deutsche belastet genug - Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 4. April 2012)

13.04.2015

Ein Held unserer Tage

Von Günter Grass
"Ein Held unserer Tage

was Staatsgeheimnis, deshalb abgeschottet war, hat des Rabbiners Sohn gelüftet, der in Beerscheba fromm der Thora Regeln folgte, dann plötzlich Christ zu sein beschloß.

Nach abgebrochenem Studium verdiente er sein Geld in Negev, wo in leergekämmter Wüste Stille sein Staat dank nuklearer Forschung zur atomaren Macht sich angereichert hatte und alle Welt zu täuschen hoffte, was auch gelang, bis Mordechai Vanunu sprach und das Geheimnis brach. So heißt der Held, der seinem Land zu dienen hoffte, indem er half, die Wahrheit an den Tag zu bringen.

Was dann geschah und immer noch kein Ende findet, gleicht einem Krimi, den ein Profi seines Fachs erdachte. Doch was zum Film geworden, keine Leinwand fand, lief dennoch ab auf eingefahrener Spur wie tausend abgespielter Filme Handlung, die vormals strophenreich Balladendichtern Stoff gewesen wäre.

So wurde er von einer Frau, die jener Gang verschworen, die ungehemmt selbst Mord nicht scheut, nach Rom gelockt, von dort per Schiff entführt, bevor noch in der Sunday Times zu lesen stand, was in dem Wüstenort Dimona von Anbeginn gebrütet wird: der atomare Tod in Bomben - ungezählt - verdichtet.

Und dies geschah nach altbekanntem Muster, das im Buch Mose eins zu finden ist: Wie seine Brüder dazumal in eines Brunnens Tiefe Joseph warfen, so kam Vanunu vor Gericht, wurd angeklagt der Spionage und sollte nach des Urteils Spruch gezählte achtzehn Jahre lang in Einzelhaft, sprich, isoliert verbringen, von denen er in Aschkelons Gefängnis elf abgesessen hat; danach stand er in streng beschränkter Freiheit unter Aufsicht.

Schwieg dennoch nicht, sprach immer wieder was geheim war aus, so daß nach Richters Spruch ihn mehrmals kurze Haft bestrafte, bis schließlich Hausarrest als Gnadenbrot verordnet wurde, zuletzt in der Basilika Sankt Georg, zu finden in Jerusalem, der Glaubenskrieger jeder Sorte heilgen Stadt.

Obgleich in Oslo, Glasgow, vielerorts geehrt und er im Internet sein Eigenleben als Legende führt, wird unser Held bei sich zu Haus beschwiegen, seit er zum Rufer in der Wüste wurde und die Gefahr beschrie, die auf uns allen tödlich lastet.

Drum: Wer ein Vorbild sucht, versuche ihm zu gleichen, entkleide, werde mündig, spreche aus, was anderswo, in Texas, Kiel, China, im Iran und in Rußlands Weite erklügelt wird und uns verborgen bleibt; nur solche Helden sind in einer Welt vonnöten, die Frieden säuselt und Vernichtung plant.

Ihm, Mordechai Vanunu, gilt mein Gruß und seinen Richtern gilt die Bitte, ihn als Gerechten zu erkennen, der seinem Land getreu blieb all die Jahre lang."

Quelle: [link]

13.04.2015

Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen 2015

Die Stimmbeteiligung erreichte mit 32,7 Prozent einen historischen Tiefststand.

Wie ihr schreibt: Der Liberalismus vergeht ... 67,3 Prozent sind bereit. Holt sie ab!

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