30. März 2015
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Manifest des Realismus
Eurasischer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok
Leserbriefe
Der 19-stöckige BIZ-Turm beim Bahnhof SBB in Basel

Der 19-stöckige BIZ-Turm beim Bahnhof SBB in Basel

Liebe Leserin
Lieber Leser

In der letzten montagsZeitung haben wir vom Himmelreich gesprochen, von der absoluten Wahrheit, die dem Menschen unergründlich bleibt und von daher niemand ein Recht hat, ein Urteil zu fällen und zu strafen. Wir haben festgehalten, dass eben gerade das Strafen das Böse ist, das wir nicht tun sollten. Die letzte montagsZeitung hat uns vier AbonnentInnen gekostet ... Wer übrigens eine E-Mail erhalten möchte, sobald die neuste montagsZeitung erschienen ist, kann sich hier eintragen.

Nachdem wir in der vorletzten montagsZeitung im Zusammenhang mit der Eigentums- und Einkommensgarantie die Geldpolitik im Inland angeschaut haben, kommen wir in dieser montagsZeitung zur Währungspolitik, also dem Zusammenspiel der verschiedenen Währungen. Eine Währung, die kaum jemand kennt, ist Bitcon. Bitcon ist eine Währung, die im Internet gebildet wird. Alle 10 Minuten wird ein Bitcon an jemanden verschenkt, dessen Computer für Bitcon Rechenleistungen erbringt. Die Anzahl Bitcon, also die Bitcon-Geldmenge, ist beschränkt - ist die Gesamtmenge verteilt, gibt es kein 'Geld' mehr für Rechenleistungen. Es handelt sich bei Bitcon um ein auf Arbeit beruhendes Geldsystem. Im Gegensatz zum herkömmlichen Geldsystem, das auf Schuld beruht, oder zum von uns vorgestellten Geldsystem, das auf einem bedingungslosen Guthaben beruht.

Aaron Koenig, Befürworter der Währung Bitcon, meint, dass es keine staatliche Monopole, keine zentralen Institutionen geben soll, die die Macht haben, einfach Geld zu drucken. Dieses Argument wird auch von den Schweizer Banken verwendet, die gerne das Geld, die Banknoten, wieder an sich nehmen möchten. Bis anfangs des 20. Jahrhunderts hat jede Bank ihre eigene Banknote ausgegeben. Mit der Gründung von Zentralbanken wurden diese Noten vereinheitlicht - nicht um die Wirtschaft zu schädigen, sondern um sie zu fördern! Zurück ins 20. Jahrhundert sollten wir also nicht mehr gehen.

Geld ist die Grundlage unseres Wirtschaftens! Und jede Zentralbank hat eine gewaltige Macht über das Wirtschaften, über unser Zusammenleben. Diese Macht frei einer kleinen Gruppe zu überlassen, ist fahrlässig - die macht mit uns, was SIE WILL. Wir, die Menschen, müssen der Zentralbank vorgeben, was WIR WOLLEN. Wie soll neues Geld in Umlauf gebracht werden: Soll die Zentralbank es verkaufen, ausleihen oder schenken - und wem, wofür. Damit kommen wir zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen - wenn WIR WOLLEN. Wir können natürlich auch das laufende Monopoly-Spiel noch zu Ende spielen - bis die einen so wild und verzweifelt geworden sind, dass sie das Brett, die Welt, umschmeissen - und danach das gleiche Monopoly-Spiel wieder spielen. Vielleicht sollten wir aber aus zwei Weltkriegen etwas gelernt haben und nicht umschmeissen, sondern ein neues Geldsystem begründen.

Dass das heutige internationale Währungssystem seine Wurzeln in der Schweiz - in Basel - hat, auch das wussten wir nicht.

Liebe Grüsse und frohe Ostern!
This Bürge, Redaktion

Das Problem der Welt mit der Schweiz

Die letzten Jahre waren für die Banken in Ungarn ein einziger Leidensweg gewesen. Durch die staatlich verordnete Umwandlung von Fremdwährungshypotheken verloren sie Milliardensummen.

Doch das war letztlich für Ungarn und die Banken in Ungarn ein grosses Glück, weil sie nicht betroffen waren, als die Schweizerische Nationalbank (SNB) Mitte Januar 2015 den Euro-Mindestkurs aufgab. Es war Glück im Unglück: Die Regierung Viktor Orbán hatte kurz davor verordnet, dass alle Schweizerfranken-Hypotheken zum festgesetzten Kurs in Forint umgetauscht werden müssen. Zwar bescherte diese Übung den Banken Milliardenverluste. Aber nach dem SNB-Entscheid wäre sie noch teurer geworden, zumal der Franken gegenüber dem Forint stark an Wert zulegte. So blieben den Banken verheerende Belastungen erspart.

Interessant ist ein Vergleich mit Polen, wo es ebenfalls einen grossen Bestand an Fremdwährungskrediten gibt. Dort ringt die liberale Regierung noch um eine Lösung: Menschen oder Banken. Mittlerweile scheint der Zug abgefahren, eine Menschen-, Immobilien- und Bankenkrise unabwendbar zu sein. Lachender Dritter ist der Finanzplatz Schweiz, der Zloty en mass erhält - und damit in Polen investieren, Polen kaufen, Polen dauernd knapp zahlungsfähig halten kann. Hast du gedacht, die NATO steht wegen Russland in Polen? Nein, die NATO steht am richtigen Ort: in Polen. Die NATO ist nicht dein Freund und sie steht genau am richtigen Ort.

Wir Schweizer sollten uns ehrlich fragen, warum es unserem Land gut geht und Polen, Griechenland etc. schlecht? Es ist doch einzig das schuldbasierte Geldsystem, das der Schweizer Finanzplatz besser spielt, weil er bessere Startbedingungen hatte (keine Kriege, wir sind seit 1930, dank dem im ersten Weltkrieg unterlegenen Deutschland, DER FINANZPLATZ).

Banken

Bereits 2016 soll die steuerliche Belastung der Banken auf rund 85 Mrd. Forint (Fr. 290 Mio.) halbiert werden. Die ungarische Regierung will sich künftig auch mit Eingriffen in den Sektor zurückhalten. Orban hatte jüngst mit der Ankündigung für Aufregung gesorgt, dass über 60% der Bankenbranche in ungarische Hände kommen sollen. Nun verpflichtet sich Budapest, keine systemrelevanten Banken mehrheitlich zu übernehmen. Auch sollen die bereits akquirierten Institute (MKB, Budapest Bank) binnen dreier Jahre wieder in private Hände übergehen. Schliesslich will die Regierung künftig auf die berüchtigten Sondergesetze wie die Zwangsumwandlung von Fremdwährungskrediten verzichten. Alles in allem wird der Staatseinfluss eingedämmt, und es sollen verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Finanzlobby hat also hinter den Kulissen mächtig gegen die Regierung gearbeitet, natürlich auch mit Basel gedroht. Die Regierung Viktor Orbán hat teilweise abgeschworen. In Basel reden die grauen Gouverneure miteinander. In Basel werden Regierungen in die Knie gezwungen.

Zentralbanken reden in Basel miteinander. In Basel werden Regierungen in die Knie gezwungen.

Zürich, 08.10.2008 - Die Zentralbanken haben sich während der aktuellen Finanzkrise gegenseitig fortlaufend konsultiert und abgesprochen. Sie haben neue Formen der Zusammenarbeit umgesetzt (z.B. EURCHF-Währungsswap-Abkommen). Der Inflationsdruck hat in einigen Ländern etwas nachgelassen, was zum Teil die Folge eines deutlichen Rückgangs der Energie- und Rohwarenpreise ist. Angesichts der jüngsten Verschärfung der Finanzkrise sind die Risiken für eine Abschwächung des Wachstums gestiegen, gleichzeitig haben sich die Inflationsrisiken weiter verringert. Aus diesem Grund geben die Bank of Canada, die Bank of England, die Europäische Zentralbank, die Federal Reserve, die Schwedische Reichsbank und die Schweizerische Nationalbank eine Senkung ihrer für die Geldpolitik massgebenden Zinssätze bekannt. Die Bank of Japan unterstützt diese geldpolitischen Massnahmen. [snb.ch]

Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ)

Die Gouverneure der Zentralbanken, sie heissen offiziell so, bilden den Verwaltungsrat der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) mit exterritorialem Sitz in Basel. Bei ihrer Gründung im Jahr 1930 sollte die Bank im Auftrag der Siegermächte des ersten Weltkriegs von der neutralen Schweiz aus die deutschen Reparationszahlungen verwalten und durch Re-Investition in deutsche Staatsanleihen dafür sorgen, dass die Deutschen knapp zahlungsfähig bleiben (heute geschieht das mit Griechenland). Dieser Zweck war zwar schon vier Jahre später hinfällig, als Hitler die Zahlungen für die Kriegsschulden einstellte. Doch bis dahin hatte die Notenbanker-Gemeinschaft längst erfahren, wie nützlich ihre neue Institution war, um in diskreter Zusammenarbeit ihre Währungen zu steuern.

Die ursprünglich feste Absicht der US-Regierung, die Bank nach Kriegsende 1945 zu liquidieren, scheiterte am Widerstand der Notenbanker-Gemeinschaft. Die BIZ blieb ihr Refugium und ihr Instrument. Politiker müssen draussen bleiben. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn sich die Hüter über Dollar, Euro, Yen oder Renminbi mit ihren Kollegen in Basel zur "Weltwirtschaftssitzung" treffen, dann bleiben sie unter sich im "Vatikan der Hochfinanz".

Nach der Finanzkrise 2008 wurden ernsthafte Banken-Reformen erwogen, etwa dass das "Kernkapital" im Krisenfall tatsächlich zum Ausgleich von Verlusten verfügbar sein muss und nicht nur auf dem Papier stehen darf wie etwa bei den deutschen Landesbanken. Aber dann hat die Bankenlobby alle Kräfte mobilisiert. Müssten sie das geforderte zusätzliche Eigenkapital aufbringen, könnten sie weniger Kredite vergeben und damit würde Wirtschaftswachstum verhindert, verkündeten Banken-Sprecher von Tokio bis Washington. Der Weltverein der Grossbanken (Institute of International Finance) unter Vorsitz von Deutschbanker Josef Ackermann, warnte gar vor dem Verlust von 10 Millionen Jobs.

Diese "hinterlistige Behauptung", wie die US-Bankenaufseherin Sheila Bair beklagte, ist eigentlich leicht zu widerlegen. Nur ein kleiner Teil der von Banken heute vergebenen Kredite dient der Unternehmensfinanzierung. Die meisten Kredite fliessen für die Spekulation auf steigende Preise bei Immobilien oder Rohstoffen ab. Nicht die Wirtschaft würde mit höheren Kapital-Anforderungen für Banken schrumpfen, wohl aber die Gewinne der Finanzbranche. Trotzdem hat die Kampagne Wirkung gezeigt. Die Reformer verliess gleich vollends der Mut. Auch künftig sollen Banken sich bis zum 33-Fachen ihres Eigenkapitals verschulden dürfen, und das auch erst ab 2019 (Basel III), bis dahin ist eine 50-fache Verschuldung ohne Sicherheiten okay. tagesspiegel vom 05.09.2010

Basel, Sitz der eigentlichen Weltregierung

Man kann das BIZ beeindruckend finden, aber in einer sogenannten Demokratie ist es unerträglich, dass diese "eigentliche Weltregierung" uns alle zu abhängigen Marionetten macht. Wenn eine Handvoll Gouverneure beschliessen, Russlands Währung zu sabotieren, dann fällt der Rubel. Wenn einige Herren oder eine der beiden Damen Freude daran haben, die griechischen Schuldentilgungen dosiert in griechische Staatsanleihen zu reinvestieren, bleibt Griechenland auf ewig im Laufrad am Rennen.

Griechenlands grösstes Problem ist Basel (BIZ)

Von den 230 Milliarden Euro Neuschulden fliessen 203 Milliarden nicht in den Staat und 0 Euro in die Realwirtschaft!

Ein Problem für Griechenland sind momentan die Forderungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Sitz in Washington. Die Mitglieder des IWF sind wiederum Notenbankchefs, die sich regelmässig in Basel treffen. Bereits Mitte März überwies Griechenland 560 Millionen nach Washington. Ende März werden 350 Millionen fällig, Anfang April sind es weitere 467 Millionen. Kann Griechenland auch nur eine Zahlung nicht rechtzeitig an den IWF überweisen, würde das Land automatisch als bankrott gelten. Und das hätte weitreichende Folgen: Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte in einem solchen Fall die griechischen Banken nicht mehr mit Geld versorgen!

So, und jetzt sag mir, ob die EU eine souveräne Union oder abhängig von Washington und letztlich abhängig von Basel ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nicht in der Lage, eine eigenständige Geld- und Währungspolitik zu betreiben! Was für Verträge und Absprachen hat die EZB mit Washington und geheim mit anderen Gouverneuren in Basel geschlossen, von denen wir nichts wissen? Weshalb lässt sich Europa, Deutschland!, das bieten? Ja, ja, weil Deutschland wie die Schweiz daran verdienen, solange die Iren, Portugiesen, Spanier, Griechen, Italiener, Polen etc. bald auch die Finnen, Italiener, Franzosen sich im Schuldenrad abstrampeln: Hier muss ihr Geld arbeiten! (Slogan der Kantonalbank St. Gallen). Doch wo ist die europäische Solidarität? Warum wird das auf Schulden basierende Geldsystem nicht einfach aufgegeben? Es wäre ganz einfach: Zinsverbot; ein bedingungsloses Grund­einkommen; und keine Steuern - das Gegenteil von dem, was wir heute tun! [Manifest]

Nach 2000 Jahren wird es Zeit, dass wir uns von Wucher, Pacht und Knechtschaft befreien!

Griechenland, Ungarn, Russland, Venezuela, Irak, Iran etc. sind bereits nahe dran. Hörst du sie gegen diese Befreiung toben und trommeln: die gleichgeschalteten Medien und die Class politique. Noch steht ihr Basel, ihr Vatikan der Hochfinanz, noch ist die BIZ nicht liquidiert.

Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB)

Da die Beschlüsse im IWF und bei der Weltbank mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden müssen, verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam über eine Sperrminorität. Es gibt also kein Geld, wenn die 'westlichen Werte' nach Ansicht der USA oder der EU nicht befolgt werden. Die dem Schuldner dabei auferlegte Politik der Austerität (altgr. Bedeutung: „Disziplin“, „Entbehrung“ oder „Sparsamkeit“) führt dazu, dass der Staat das Volksvermögen verkaufen, privatisieren muss - was grosse Entbehrungen vom Volk verlangt und grosse Gewinne bei den Privaten abwirft. Es findet also eine IWF-verordnete Umverteilung der Vermögenswerte statt.

China ist über die Dominanz der USA und der EU im IWF und bei der Weltbank unzufrieden. Da sich die Amerikaner strikt weigern, eine Änderung der Stimmverhältnisse zu implementieren, begann China 2013 mit der Gründung der Initiative 'eine Weltbank für Asien'. Bisher haben 28 Gründungsmitglieder ihr Interesse angemeldet, Anmeldeschluss ist Dienstag, 31. März 2015. Gegen den Willen der USA haben auch Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Neuseeland, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Österreich und Russland die erforderliche Absichtserklärung eingereicht. Die Statuten der AIIB-Bank sollen im Laufe dieses Jahres verabschiedet werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Schweiz über eine definitive Mitgliedschaft an der Bank entscheiden. Bis dahin ist auch die Höhe der finanziellen Beteiligung der Schweiz zu klären. Für den Beitritt zu einer internationalen Organisation braucht es in der Schweiz einen Parlamentsbeschluss.

Für die USA ist der Beitritt der Europäer und möglicherweise Australiens und Südkoreas eine bittere Niederlage. So werden wohl nur die USA und ihr asiatischer Verbündeter Japan aussen vor bleiben - und sich damit isolieren. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis schreibt in seinem Buch "Der globale Minotaurus": "Globalisierung, Gier und fehlende Bankenregulierung - sie alle wurden für die Krise der Weltwirtschaft verantwortlich gemacht. In Wahrheit sind dies nur Nebenschauplätze eines weit grösseren Dramas: als die Welt 1929 und offensichtlich seit den 1970er Jahren wider besseres Wissen begann, mit ihrem Geld den 'Globalen Minotaurus' Amerika zu nähren - so wie einst die Athener dem mythischen Fabeltier auf Kreta Tribut zollten."

Die AIIB steht in Konkurrenz zur US-kontrollierten Weltbank und zum US-kontrolliertem IWF - nicht aber zur Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ), dem Vatikan der Hochfinanz.

Währungsswap (engl. Swap: Tausch)

Allerdings hat wiederum China zur BIZ eine erstaunlich einfache Alternative: Währungsswaps. Zwei Zentralbanken tauschen je eine Kiste neues Geld aus. In der einen sind zum Beispiel 150 Milliarden Yuan in der anderen 984 Milliarden Rubel, über die das andere Land verfügen kann. Kein Land hat sich verschuldet, der Kurs ist während drei Jahren fix, keines hat Darlehen in US-Dollar aufnehmen müssen, um den anderen bezahlen zu können!

China hat Swap-Vereinbarungen mit Malaysia, Neuseeland, Russland, Japan, Südkorea, Brasilien, Argentinien, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. 11 Währungen insgesamt. Sobald Indien und Südafrika ebenfalls eine Swap-Vereinbarung mit China eingehen, sind die BRICS-Staaten über China vollständig miteinander und mit Frankreich und Deutschland vernetzt. Diese einfachen Swap-Linien gefährden den Vatikan der Hochfinanz in Basel. China wiederum könnte so zum neuen Minotaurus, zur neuen Finanzdrehscheibe werden. Und alle Möglichkeiten, die du jetzt - aus Misstrauen gegenüber China - siehst, wie China seine Hubfunktion ausnutzen könnte, die hat die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) - und sie, die BIZ, nutzt diese Macht aus!

Die neue globale Währungspolitik

Von der Swap-Linie zum Swap-Mesh

In der Tat ist es gefährlich, wenn nur eine Bank - heute die BIZ, morgen China - die Finanzdrehscheibe ist, weil global in US-Dollar morgen in Yuan verrechnet wird - und die Hüter des US-Dollars, morgen des Yuans, werden entsprechend umworben. Sie werden zum Minotaurus, wie Yanis Varoufakis schreibt.

Wir müssen das sternförmige Modell (siehe Bild 1) zu einem Mesh-Netzwerk erweitern (siehe Bild 2):

Wenn Indien mit China eine Swapvereinbarung eingeht, bringt Indien eine bereits bestehende Swap-Linie zu Sri Lanka mit. Indien ist also auch eine Drehscheibe. Will nun Brasilien mit Sri Lanka eine Währungsvereinbarung abschliessen, steht dem nichts im Weg, denn Brasilien und Sri Lanka sind souverän. Das kann dazu führen, dass Zahlungen von China via Indien zu Sri Lanka billiger oder teuerer sind als Zahlungen von China via Brasilien zu Sri Lanka, und umgekehrt.

Das heisst: Das Mesh-Netzwerk ist nicht harmonisiert - jedes Land kann eine ungünstigen Währungsvereinbarung überwinden, wenn es mehrere Vereinbarungen eingeht.

Russland kann wie jedes andere Land Währungslinien mit neuen Ländern abschliessen, zum Beispiel mit jedem EAU-Land (Kasachstan, Weissrussland, Armenien und Kirgisistan). Mit einer Swap-Linie entspricht der Währungskurs dem Bedürfnis zweier Länder. Schliesst nun Kasachstan mit Weissrussland ebenfalls eine Währungsvereinbarung, werden die Kurse zwischen den drei Ländern Russland-Kasachstan-Weissrussland vielleicht disharmonisch - die Währungen, die in einer Zweierbeziehung einseitig bewertet sein können, werden stabilisiert. Das Wort: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" bewahrheitet sich im Geist des freien Austausches. Kein Land wird alleine dastehen müssen. Sobald es sich mit einem zweiten verbunden hat, ist es mit allen anderen auch verbunden und mit einem Dritten wird es unabhängig.

Mesh-Netzwerke benötigen keine Zentrale

Vermaschte Netze (Mesh-Netzwerke) sind selbstheilend und dadurch sehr zuverlässig: Wenn ein Knoten oder eine Verbindung blockiert ist oder ausfällt, kann sich das Netz darum herum neu stricken. Die Daten (Gelder) werden umgeleitet und das Netzwerk ist nach wie vor betriebsfähig. In diesem Sinn gibt es keine staatliche Monopole, keine zentralen Institutionen, die die Macht über das gesamte Netzwerk haben. Wenn Russland und China sich nach drei Jahren nicht auf eine neue Währungsvereinbarung einigen können, fällt diese Verbindung weg - doch Russland und China haben andere Verbindungen oder gehen neue ein, und das Netz kann sich neu stricken.

Die Länder benötigen keine BRICS-Bank

China hat mit den Währungsswap-Linien den Grundstein für den zukünftigen Handel zwischen den Volkswirtschaften bereits gelegt. Jede Volkswirtschaft kann mit einer anderen ein Währungsabkommen schliessen und nimmt damit im Wirtschaftsring der anderen Volkswirtschaft teil. Die Schweiz hat in China ein Konto mit den vereinbarten Yuans und kann damit Zahlungen auslösen und empfangen - und weil in China elf andere Länder ebenfalls ein Konto haben, kann die Schweiz via China Zahlungen bis nach Neuseeland machen und von Neuseeland via China erhalten. China hat umgekehrt in der Schweiz ein Konto mit den vereinbarten Franken und kann damit in der Schweiz Zahlungen empfangen und leisten. Diese Währungsvereinbarungen sind langfristig und die Kurse keiner Spekulation, keiner politischen Sanktion, unterworfen. In einem Mesh-Netzwerk ist der internationale Zahlungsverkehr sehr zuverlässig und unabhängig von der Geldpolitik im Inland. Und das Beste: Jedes Land macht seine eigene Geld- und Währungspolitik, jedes Land bleibt souverän! Sieht Russland, dass wir nicht das vereinbarte Währungskonto in Russland für Erdgas-Zahlungen nutzen, sondern über ein Konto in Sri Lanka die Lieferungen bezahlen, weil das billiger ist, kann es in einem späteren Abkommen mit Sri Lanka oder der Schweiz darauf reagieren - doch unabhängig davon kann es sein Konto in der Schweiz nutzen.

Der Neue Infrastructure Investment Fonds (NIIF)

Das erste, das die Schweiz fragt: "Was kostet das, wer bezahlt." Das ist eine gesunde Einstellung! Ich liebe die Schweiz, die mit fünf Worten ein ganzes Projekt definiert: DAS; was überhaupt soll gemacht werden, von wem, wann, wo, wie? KOSTEN? WER BEZAHLT? Das DAS ist unbekannt, wird als 'Infrastruktur' bezeichnet - ein weitläufiger Begriff. Doch gesetzt des Falles, es handelt sich um sinnvolle Vorhaben zu Gunsten der Bevölkerung - z.B. Sauberes Trinkwasser; Entsorgung; erneuerbare Energie und Wärmeversorgung - könnte die Finanzierung über eine Transaktionsgebühr im internationalen Zahlungsverkehr erfolgen.

Transaktionsgebühr im internationalen Zahlungsverkehr

Länder können für jede Transaktion ab internationalen Konten eine Gebühr von vielleicht fünf Prozent erheben und einen Teil dieses Geldes dem NIIF oder anderen Organisationen schenken - unter der Bedingung, dass der NIIF das Gespendete zu 100 Prozent weiterschenkt. So kommen in kurzer Zeit Rubel, Yuan, Franken, Euro etc. zusammen, mit denen Waren und Dienstleistungen aus den entsprechenden Währungsgebieten - für regionale Projekte in den Entwicklungsregionen - eingekauft werden können.

Doch unabhängig davon, wie sie verwendet wird: Eine Transaktionsgebühr ist notwendig, um spekulative Transaktionen auszubremsen.

Zusammenfassung - das ist Macht!

Im Inland schaffen wir ein Geldsystem, das auf Guthaben beruht: Bedingungsloses Grundeinkommen; keine Steuern; keine Zinsen. Den inländischen Zahlungsverkehr verbinden wir über Währungsswap-Linien mit anderen Währungsgebieten (was die SNB mit dem EURCHF-Swap bereits angewendet hat). Im internationalen Zahlungs­verkehr erheben wir eine Transaktionsgebühr; ein Teil dieser Gelder kann einem Entwicklungsfonds (z.B. NIIF) geschenkt werden.

Wir müssen allerdings darauf hinweisen, dass Xiaochuan Zhou Gouverneur der chinesischen Zentralbank, Verwaltungsrat der BIZ, Gouverneur der Chinesischen Volksbank und Mitglied der Rockefeller-Lobbyorganisation 'Group of Thirty' (G30) ist. Die Schweizer Philippe Hildebrand (BlackRock, USA) und Axel Weber (UBS) zählen nebst den BIZ-Verwaltungsräten Mario Draghi, Mark Carney, Mervyn Allister King ebenfalls zu den 30 auserlesenen Personen der G30, die sich zweimal jährlich zur Erörterung der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen treffen. Von China ist daher zurzeit wohl eher wenig Befreiendes zu erwarten. Gehen wir die Liste der Verwaltungsräte der BIZ durch, dann sind humanistische Reformvorschläge von Frankreich, Deutschland, USA, Kanada, Vereinigtes Königreich, China, Mexiko, Belgien, Schweiz, Italien, Japan, Niederlande und Schweden nicht zu erwarten.

Auffallend nicht vertreten sind: Norwegen, Finnland, Portugal, Spanien, Irland, Dänemark, Griechenland, die baltischen Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die jugoslawischen Nachfolgestaaten, Albanien, die neuen GUS-Staaten, Türkei, Naher Osten, Asien (mit Ausnahme China und Japan), Afrika, Südamerika, Australien, Neuseeland.

Neun Zentralbanken (EUR, USD, CAD, GBP, CNY, MXN, CHF, JPY, SEK) - eine Handvoll Gouverneure - dominieren alle Länder, Regierungen und Menschen nach Belieben. Das ist Macht!

11.04.2015

+++ Manifest angepasst +++

Mit vereinten Kräften haben wir das Minifest nochmals angepasst - wahrscheinlich nicht zum letzten Mal :) [link]

sekretariat@solidarische.ch

07.04.2015

Woher erhält ein Oligarch sein Geld?

Das Gesamteinkommen von Pjotr Poroschenko habe im vorigen Jahr 368,94 Millionen Griwna (16,5 Millionen US-Dollar) betragen, berichtet der Pressedienst des Präsidenten. Davon entfielen 345,67 Millionen Griwna auf Dividenden und Zinsen; 11,25 Millionen Griwna seien mit Wertpapieren und Korporativrechten (Zwangsabgaben) erwirtschaftet worden; die Gewinne aus Vermögenshandel haben 961.000 Griwna betragen.

11.059 Millionen Griwna (495'000 US-Dollar) hat Pjotr Poroschenko NICHT mit Dividenden, Zinsen, Wertpapieren, Vermögenshandel und Zwangsabgaben erwirtschaftet. Immerhin ...

01.04.2015

+++ Manifest angepasst +++

Vielen Dank für die Zusammenfassung und die bessere Formulierung der Gemeindeauf­gaben! Wir haben das Manifest ent­spre­chend angepasst und in Manifest des Realismus umbenannt. [link]

sekretariat@solidarische.ch

01.04.2015

Realismus

"Realwirtschaft ist weder Staats- noch Finanzwirtschaft", eine treffende Aussage im Leserbrief vom 31.03.2015.

Eine ideale Volkswirtschaft braucht:
1. Zentralbank;
2. Gemeindeverwaltung;
3. Realwirtschaft. Fertig.

Die Zentralbank gibt Geld (als Grundeinkommen) und Währungen (für Importe) immer unten - also jedem! und den Gemeinden - aus, damit alle Geld haben, denn ohne Käufer funktioniert die Realwirtschaft nicht und der Markt produziert falsch. Sie hält die Geldmenge in Grenzen, indem sie die Geldmenge um einen Teil verringert.

Die Gemeinde verwaltet Grund und Boden, die Nutzung ist kostenlos. Sie finanziert die gemeinsam genutzte Infrastruktur und richtet Ergänzungsleistungen aus an Personen, deren Existenzbedarf nicht gedeckt ist. Das Gesetz legt den Umfang der Ergänzungsleistungen fest.

Es gilt ferner das uralte Wucherverbot und das ebenfalls uralte Strafverbot. Und das Volk braucht keine Armee und kein Verteidigungsbündnis, wie uns das Fürstentum Liechtenstein eindrücklich beweist, das die Armee bereits 1868 aus Kostengründen aufgelöst hat.

Mehr Staat und mehr Finanzmarkt braucht es nicht! Ist das nun 'Liberalismus pur' oder 'Realismus' oder wie sollen wir die Bewegung nennen?

31.03.2015

+++ Manifest angepasst +++

Vielen Dank für die Kritik! Wir haben das Manifest angepasst. [link]

sekretariat@solidarische.ch

31.03.2015

Swap - dem neuen Geldsystem folgen!

Nach 'Manifest des Glücks' gibt die Zentralbank neues Geld jedem als Grundeinkommen und 10% der Summe an die Gemeinde aus. Das Gleiche soll auch gelten, wenn die Zentralbanken neues Geld tauschen!

Dem neuen Geldsystem folgend, müssen auch die Fremdwährungen gleich wie neues Geld unten ausgegeben werden, von wo sie nach oben steigen und mit Ablauf der Swap-Vereinbarung ungültig werden. Das bedeutet, jeder mit Grundeinkommen hat ein Konto mit den entsprechenden Unterkonten für CHF, EUR, USD, CNY, RUB etc. Währungsswaps gelangen also direkt und vollumfänglich in die Realwirtschaft - weder in die Staats- noch in die Bankenwirtschaft -, wohin zum Beispiel in Griechenland nichts fliesst!

30.03.2015

Wir haben Angst!

Ich finde es traurig oder besser: befremdend, irritierend, wenn man nicht mehr über Jesus, über die Wahrheit, die absolute, unergründliche Wahrheit, DAS SCHWEIGEN JESU sprechen kann. Mich hat die letzte mZ sehr angesprochen!

Ich lese zur Zeit das Buch (2015) "Ändere die Welt!" von Jean Ziegler: "Wie Millionen andere lebe auch ich ständig gegen mich, wir lügen, geben uns Illusionen und Täuschungen hin."

Schön, dass ihr in dieser Ausgabe unsere Illusion der 'gerechten Welt' desillusioniert, die Wirklichkeit, die Handvoll Menschen nennt, die uns alle in Angst versetzen. Es wäre doch so einfach, jedem bedingungslos seine Existenz zu garantieren! Warum tun wir das nicht, wovor haben wir Angst?

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