8. Dezember 2014
Menschen im Zentrum - Grundlage des Friedens
Eurasischer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok
Leserbriefe

Protektionismus

Mit dem Auftreten des Menschen sind Menschengruppen entstanden, die wanderten und von denen die meisten später sesshaft wurden. Es bildeten sich Sippen, Siedlungen, Dörfer, Städte, Länder, die souverän sein wollten, d.h. sich von anderen Ländern abgrenzten.

Protektionismus
Ein Land, z.B. die Schweiz, schützt die Volkswirtschaft durch Zölle auf Importgütern. Ausländische Waren werden dadurch verteuert und inländische Waren damit konkurrenzfähig. Ebenso können Dienstleistungen aus dem Ausland von der Schweiz ferngehalten werden, wenn z.B. ein ausländisches Malergeschäft im Inland keine Aufträge ausführen darf.

Seit Jahren wird versucht, diese Grenzen aufzuheben. Leider stehen dabei keine höheren Gedanken im Vordergrund, sondern machtpolitische Überlegungen.

Freihandelsabkommen
Mit Freihandelsabkommen werden diese protektionistischen, also die eigene Volkswirtschaft bevorteilenden Massnahmen zwischen den Vertragspartnern teilweise oder ganz aufgehoben. Für alle übrigen Länder bestehen die Handels- und Dienstleistungsgrenzen aber nach wie vor.

Zollunion
In einer zweiten Stufe werden die Freihandelsländer gemeinsame Zölle festlegen (Zollunion).

Gemeinsamer Markt
In einer dritten Stufe werden die Zollunionsländer im "Inland" die Niederlassungs- und Gewerbefreiheit einführen.

Währungsunion
In einer vierten Stufe soll eine eigene, einheitliche Währungsunion geschaffen werden.

Staatenbund
In der letzten Stufe vereinigen sich die Währungsunionsländer zu einem Staatenbund.

Freihandelsabkommen sind ein erster Schritt zu einem neuen Staatenbund und der Staatenbund schliesst den Kreis zu einem neuen Protektionismus, der andere Länder ausschliesst. Für andere Länder werden Grenzen immer unüberwindlicher! Verloren haben die Länder, die in kein Freihandelsabkommen eingebunden sind, und verloren hat die direkte Demokratie, die in dieser Grösse unmöglich wird.

Die Freihandelsabkommen sind ein Angriff auf die Souveränität eines Landes, wie das Land selber, z.B. die Eidgenossenschaft ein Angriff auf die Souveränität der Kantone war und die Kantone ihrerseits haben die Souveränität der Gemeinden aufgelöst. Die Gemeinde Winterthur kann zum Beispiel nicht mit Kuba geschäften, wenn der Kanton Zürich, die Eidgenossenschaft, das Freihandelsabkommen mit der EU (Bilaterale) oder das Abkommen EU-US (TTIP) dies nicht zulassen. Basel kann nicht mit Palästina zusammenarbeiten, St. Gallen nicht mit Somalia.

Russische Zentralbank

Die russische Zentralbankchefin Elvira Nabiullina hält es für unmöglich, den Währungskurs des Rubels bei der aktuellen Wirtschaftslage zu lenken. „Den Wechselkurs zu lenken und zu versuchen, einen Orientierungspunkt in Bezug auf den Wechselkurs zu halten, ist unter den bestehenden Verhältnissen der russischen Wirtschaft, die nach wie vor von den Ölpreisen abhängt, unmöglich.“

Sie hat ihre Pläne bekräftigt, zu einem floatenden Wechselkurs überzugehen. Weit verbreitet ist die Meinung, dass sich die Zentralbank von dem Währungsmarkt zurückziehen wird. Die Erfahrungen anderer Länder zeige, dass dem Versuch, den Wechselkurs künstlich festzulegen, ein noch grösserer Kursabsturz droht. Und es sei nicht konstruktiv die Gold- und Währungsreserven innerhalb eines kurzen Zeitraums zu verbrauchen, fügte sie hinzu.

Damit hat die Russische Zentralbank als erste Zentralbank sich von der Währungspolitik verabschiedet. Floatet, was ihr wollt, Russland macht nicht mit in diesem Spekulationsspiel - jeder Russe, der seine Rubel zu Schleuderpreisen verramscht, ist letztlich selber schuld an seinem Verlust, jeder Russe, der meint mit Schulden im Ausland günstiger zu fahren, ist selber Schuld, wenn er von den Gläubigern im Ausland über den Tisch gezogen wird.

Weltfrieden: eine neue, energiegedeckte Währung (BOE)

Einleitung - der Rubel

Der Rubel wird zu immer tieferen Kursen gegen westliche Währungen getauscht. Das trifft Russland, das sein Erdgas gegen Rubel verkauft, und die anderen erdölexportierenden Länder: In Dollar oder Euro umgerechnet ist das russische Erdgas günstig, was das Erdöl und das Erdgas anderer Länder unter Preisdruck bringt.

Wirtschaftsring

In der montagsZeitung vom 15.09.2014 haben wir den Schweizer Wirtschaftsring WIR vorgestellt. Ziel dieses Wirtschaftsrings ist es, den Handel unter den Mitgliedern zu fördern. Mitglied werden kann, wer ein WIR-Darlehen aufnimmt oder WIR akzeptiert. Analog würde ein Erdölring so aussehen, dass erdölimportierende Länder (z.B. Deutschland) gegen ein Pfand BOE von der WIR-Bank als Darlehen erhalten und damit Erdölprodukte von den erdölexportierenden Ländern (z.B. Russland, Weissrussland) kaufen. Die Darlehen müssen zurückbezahlt werden und das geht nur über einen Warenhandel unter den Mitgliedern. Wird das Darlehen nicht zurückbezahlt, wird das Pfand dem Meistbietenden im WIR-Ring verkauft. Als Sicherheiten akzeptiert die WIR-Bank Sachen, die sich in ihrem Einflussbereich (Wirtschaftsunion) befinden.

So ergibt sich eine neue Zusammenarbeit. Wer Erdöl- oder Erdgasprodukte will, wird zuerst und als Voraussetzung in der Wirtschaftsunion der Energie-Lieferanten Investitionen tätigen - sich ein Pfand erarbeiten. Mit BOE kann er Erdgas kaufen und mit Warenlieferungen gegen BOE das Darlehen zurückbezahlen.

Ein Wirtschaftsring könnte folgende Firmen als Energie-Mitglieder umschliessen:

WIR-Bank, die Darlehen in BOE gewährt und die Mitglieder-Konten führt.

Handels AG Russland, die russisches Erdgas von Gazprom gegen Rubel kauft.

Handels AG Russland, die diese Waren gegen Rubel verkauft.

Mit diesen beiden Handelsgesellschaften, die miteinander im Wirtschaftsring verbunden sind, kann völlig währungsunabhängig Handel betrieben werden. Sowohl die Gesellschaft in Russland, wie auch die Gesellschaft in Deutschland werden Gewinne machen.

In den Währungsring können weitere Handelsgesellschaften in Energie-Ländern und weitere Handelsgesellschaften in Verbraucher-Ländern eingebunden werden. Die Währung basiert auf Barrels of oil equivalant (boe, Barrel Öleinheiten). 1 BOE = 1 Barrel Erdöl (ca. 159 L) oder 6000 Kubikfuss Erdgas.

Weltfrieden

Energie bestimmt unsere Zukunft! Es ist paradox, dass die Energie-Lieferanten "froh sein müssen", für die Energie etwas zu erhalten. Statt dass die Verbraucherländer in die Energieländer investieren und mit ihnen Handel betreiben, von dem beide profitieren, werden die Energieländer angegriffen und ausgeraubt. Diese Politik kann nicht funktionieren und Russland ist heute in der Lage, sie zu ändern.

Das WIR-System ist genial einfach und sicher. In der Schweiz wird es seit 1934 eingesetzt. Was bisher nicht erkannt wurde, ist seine globale Eignung als interstaatliche Komplementärwährung.

Der Preis der Freiheit

Freiheit, Liberalismus, hat nach Friedrich Hayek vier Elemente:

  1. Das Recht, Gesetze zu erlassen
  2. Das Recht, Steuern zu erheben
  3. Die Pflicht, die Existenz der Menschen zu sichern
  4. Die Pflicht, die Infrastruktur zu erstellen.

Wir erleben seit 1969 einen Angriff auf alle vier Elemente. Gesetze werden erlassen, die mit den drei anderen Elementen nichts zu tun haben; Steuern werden geschenkt und diese Geschenke kürzen die Existenzsicherung und die Infrastruktur; die Existenzsicherung wird dem Einzelnen mehr und mehr selber aufgebürdet, obwohl der Einzelne in einer globalisierten Welt den Mächtigen ausgeliefert ist; in die Infrastuktur, namentlich Wohnen und Energie wird nicht investiert, obwohl dies die grössten Budgetposten der privaten Haushalte sind - oder gerade deswegen nicht, weil sich hier auch grosse Gewinne erzielen lassen.

Ja, die Freiheit hat ihren Preis, sie ist nicht gratis. Wer Gewerbefreiheit wünscht, muss aus den Gewinnen etwas abgeben, damit wir die Existenz aller sichern können. Wozu bilden wir eine Gemeinschaft, wenn die Gemeinschaft dem Einzelnen nicht hilft? Wozu schreiben wir in die Bundeshauskuppe: Einer für alle, alle für einen? Seit 1969 erleben wir schleichend und immer schneller und offensichtlicher einen Angriff auf unsere Gemeinschaft, den weder die linken noch die rechten Parteien bekämpfen, sondern befeuern!

Sehen Sie, Liberalité ist etwas Schönes und wird von vielen auch angestrebt. Gehen wir die Geschichte der Menschen durch. Beginnen wir im Paradies, wo alles für die beiden da war - Nahrung und Wärme. Die Gemeinschaft wurde grösser und die Gruppen teilten sich, nomadiesierten von Oase zu Oase, von einem Paradies zum anderen, damit sich der verlassene Ort regeneriert und später wieder aufgesucht werden konnte. Gruppen blieben eines Tages sesshaft, gründeten Siedlungen, erstellten Pfahlbauten und tauschten das ihnen Fehlende gegen Sachen, die sie entbehren konnten.

Haben bisher die nomadisierenden und die sesshaften Gruppen die Pflichten der Liberalité erfüllt, also jedem und gegenseitig die Existenz gesichert und die Infrastruktur gemeinsam erstellt, kam mit der Sesshaftigkeit ein neues Element dazu, das Eigentum an Land ... Das von den Pfahlbauern beanspruchte Land und das unmittelbar erforderliche Umland "gehörten ihnen". Andernorts entstanden ebenfalls Siedlungen. Siedlungen wuchsen zusammen, die Sippen vermischten sich, es entstanden Städte und die Stadt und das erforderliche Umland "gehörte ihnen". Die Pflicht der Existenzsicherung sowie das gemeinsame Erstellen der Infrastruktur (wohnen!) gingen verloren. Banden unterwarfen die Städte und banden sie an sich und verbündeten sich mit anderen Banden und die Führer der Banden der einzelnen Städte und Gruppen wurden Adelige und Kleriker genannt - obwohl Oligarchen der richtige Ausdruck wäre, denn ihnen standen und stehen nicht die Pflichten im Vordergrund, sondern die Rechte, Gesetze zu erlassen und Steuern zu erheben.

Am Ärmsten siehst du den Wohlstand einer Gemeinschaft.

Ist die Existenz und die Geborgenheit des Ärmsten gesichert und kann er sich entfalten, dann ist es eine wahrhaft reiche Gemeinschaft. Eine reiche Stadt. Doch diese reiche Stadt wird wohl bestürmt von Ärmeren aus anderen Städten, wo es viele gibt. Und die reiche Stadt wird nicht in der Lage sein, die vielen aus aller Welt zu sichern. Sie alleine kann das Elend dieser Welt nicht alleine lösen und sie wird einen Zuwanderungsstopp verfügen müssen, um ihre Ärmsten zu schützen. Aber diese Stadt wird weltweit für die Menschen eine Vorbildfunktion haben und der notwendige Zuwanderungsstopp wird aufgehoben, wenn die Menschen der umliegenden Städte gleich glücklich sind.

Unbegrenzte Auswechslungen

Jeder Fussballclub hat den Wunsch, die besten Spieler zu haben. Spieler, die die erwartete Leistung nicht mehr bringen, werden ersetzt durch neue, leistungsfähigere Spieler. Auch die Gerüstbaufirma macht das so. Zur Zeit sind junge Portugiesen gefragt und ältere Gerüstbauer scheiden aus. Auch das Spital macht das so. Jüngere Ärzte ersetzen ältere Ärzte. Im Verkauf ersetzt die leistungsbereite Verkäuferin die leistungsmüdere. In einer Leistungsgesellschaft ist das betriebswirtschaftlich vernünftig. Jeder Betrieb, auch die Betriebe der öffentlichen Hand machen das so.

Volkswirtschaftlich entstehen massive Probleme. Was machen wir mit dem ausgeschiedenen Gerüstbauer, dem Arzt, der Verkäuferin? Die Betriebe ersetzen laufend diejenigen, die die erwartete Leistung nicht mehr bringen. Auch im Kader, auch Geschäftsführer, die zurückfallen. Seit wir das Wort "Fachkräftemangel" haben, erst recht. Mit der Einführung der Personenfreizügigkeit im Jahr 2007 stehen der Schweiz 500 Millionen Menschen zur Auswahl, die Tüchtigsten werden europaweit gesucht. Oft wird der Nachwuchs noch ausgebildet, weil es sich für die Betrieb rechnet. Doch Ausgebildete werden nicht angestellt, wenn ein Leistungsfähigerer für den gleichen Lohn in Europa gefunden wird.

Haben wir 22 Jugendliche im Quartier, die zwei Fussballmannschaften bilden wollen, dann findet auch der schlechteste Spieler zu einer Mannschaft. Sind es aber 24 Jugendliche, dann können zwei nicht mitspielen. Sind es gar unendlich viele Jugendliche, ist es unwahrscheinlich, dass die 22 Jugendlichen aus dem Quartier mitspielen, denn es gibt sehr viel bessere in Europa.

Die Volkswirtschaft ist entsetzt, dass nicht alle mitspielen, und die Betriebswirtschaft ist entsetzt, dass sie nicht beliebig Auswechslungen vornehmen können. Sie befürchten, dass sie nicht mithalten können, wenn sie mit zweitklassigen Arbeitern in die Wettbewerbe steigen.

Beide Argumente kann man verstehen.

Die Globalwirtschaft ihrerseits verzeichnet ein Wandern der Leistungsfähigsten zur einen, und ein Ausdünnen an Leistungsträgern auf der anderen Seite: Die Schweiz hat Top-Leute und Zweitklass-Leute, während Portugal überwiegend Zweitklass-Leute hat. Beide Volkswirtschaften haben ein soziales Problem mit den Zweitklass-Leuten, das die Schweiz mit den Top-Leuten finanzieren kann - allerdings auch nicht beliebig, denn bei hoher Belastung gehen die Top-Leute weiter.

Die Schweiz kann, seit der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative, Ausländern Aufenthalt, Sozialleistungen und Familiennachzug beschränken sowie SchweizerInnen bevorzugen. Sie verfolgt also eine Politik der Auswechslung unter den Ausländern - weniger Leistungsfähige sollen ersetzt werden können. Das haben wir so beschlossen. Und dem, meine Lieben, sagt man Apartheid-Politik: Die Rasse Schweizer nutzt die Rasse Ausländer aus. Die "Neger" sollen kuschen und unrentable sollen ausgewiesen werden. Noch sind wir, die Rasse Schweizer, in der Mehrheit. Bald sind wir eine Herrenrasse, eine Minderheit, die eine Mehrheit zu beherrschen versucht. Und ich sage Dir noch etwas: "Mit dieser Geisteshaltung werden auch unrentable Schweizer bald ein kümmerliches Dasein fristen."

Liebe Bezüger von Sozialleistungen (Rentner, Alleinerziehende, Ausgesteuerte), meinst Du die Herren, denen Du zujubelst, weil sie die Ausländer parieren, machen dann Halt und gewähren Dir ein Gnadenbrot? Von IHREM GELD? Bin etwa ich dafür verantwortlich, dass diese Frau drei Bälge in die Welt gesetzt hat, dieser Ausgesteuerte keine Arbeit mehr annimmt (angeblich keine findet), diese Alte sich keine Altersvorsorge zusammengespart hat?

Wir müssen da raus!

Wir stecken im Sumpf des Liberalismus fest! Wir sind vom liberalen Weg abgekommen, haben die Existenzsicherung (Fraternité, Brüderlichkeit) aufgegeben, gemeinsame Werke, den Grossgrundbesitz, das Geistige (Egalité, Gleichheit) Oligarchen überlassen. Alles dem Gewinnstreben geopfert. Menschen werden wie Vieh in Leistungsklassen eingeteilt, gehandelt, benutzt und ausgesondert.

Nur die besten Elf spielen und arbeiten, bis der Schwächste der Elf einem Neuen Platz machen muss. Fort und fort werden sie ersetzt, die Besten, um immerzu die beste Elf zu sein. Riesige Namenslisten Ehemaliger entstehen und noch länger wäre die Liste der Ungenannten, die gar nie in die Elf aufgeboten werden. Wir haben ein Heer von Ungenannten und Ausgeschiedenen, die stigmatisiert, gepeitscht werden. "Ihr könnt nichts, ihr seid nichts mehr! Arbeitet ihr faulen Säcke, bemüht euch, zurück in den 1. Arbeitsmarkt!" schreit der Peitscher und haut zu, streicht Versicherungsleistungen, streicht Monatsleistungen, verfügt Massnahmen! Schweissüberströmt treibt er die vom System Ausgworfenen zurück ins System, wo sie diejenigen bedrängen, die noch Arbeit haben. Die Arbeiter schimpfen auf die Arbeitslosen, schreien dem Peitscher nach, sie seien faule Säcke! Und haben gleichzeitig Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, von einem faulen Sack ersetzt zu werden. Keiner traut sich, mehr Lohn zu fordern, keiner traut sich, den Herren und dem Peitscher Einhalt zu gebieten, das System in Frage zu stellen, es zu verändern.

Die Verkäuferin sagt: "Ich gehe in die Politik und wenn ich gewählt bin, dann sollen die Ausgeschiedenen fötzeln und im Winter Schnee schaufeln! Die faulen Säcke tun nichts und erhalten Geld fürs Nichtstun!" und, nachdem ich die Schimpferei nicht erwidert habe, "... oder wir Arbeiter erhalten alle auch so viel zusätzlich, wie die Nichtstuer erhalten ..." Wobei ihr die zweite Variante sympathischer erscheine, da hätte sie etwas davon :)

Das ist doch bereits eine Systemänderung! Ein zusätzliches Grundeinkommen (GE) für Arbeiter und Nicht-Arbeiter bis zu einem bestimmten Einkommen. Bezahlt aus GE-Abzügen von 20% auf dem Bruttogewinn der Arbeitgeber und Firmen - so wie der Bruttolohn einheitlich um die AHV/IV gekürzt wird, wird der bis heute ungeschorene Bruttogewinn um den GE-Abzug gekürzt. Und daraus erhält jeder Arbeiter und Nicht-Arbeiter, der im Vorjahr weniger als Fr. 48'000 verdient hat, monatlich zusätzlich Fr. 2'000. Natürlich müssen wir gleichzeitig die Zuwanderung stoppen.

He, das sind urliberale Werte (Einkommenssicherung der Bevölkerung) - doch das Wort "liberal" können wir nicht mehr verwenden, denn es wurde von Neoliberalen, Liberalkonservativen, Liberalen, Christlichliberalen, Grünliberalen, Sozialliberalen - also von rechts bis links von allen Parteien - missbraucht.

20.12.2014

Weihnachten?

Oligarchen-Fehde in der Ukraine: Einer schickt humanitäre Hilfslieferungen nach Donezk, der andere stoppt sie militärisch. [link]

19.12.2014

Kuba lieb - Venezuela bös

Kurz nach seiner Rede zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Kuba unterzeichnete US-Präsident Barack Obama ein neues Sanktionspaket gegen Venezuela.

18.12.2014

Live: Putin zum Rubel

Live-Übertragung des Fragen- und Antwort-Marathons des russischen Präsidenten Wladimir Putin vor 1.200 Journalisten aus dem In- und Ausland im World Trade Center in Moskau. Themenschwerpunkte sind die russische Wirtschaftslage, die Ukraine-Krise und geopolitische Aspekte. Die Pressekonferenz dauert noch bis ca. 15 Uhr. [link]

15.12.2014

Gelöschte Beiträge

Unter den Titeln Vorschreiber, Zensur, Nachtrag sind Leserbriefe bei uns eingegangen, die wir nicht veröffentlichen. Wir respektieren jede Meinung, löschen aber Beiträge, in denen andere beschimpft werden.
Die Redaktion.

15.12.2014

Tödliche Hilfe aus den USA

Der US-Kongress hat ein Gesetz "Ukraine Aid Bill" verabschiedet, das es dem US-Präsidenten erlaubt, der Ukraine auf Kredit für $350 million "lethal aid" (tödliche Hilfe) Waffen zu liefern und es ihm erlaubt, weitere Sanktionen gegen Russland zu ergreifen. Obama kann das Gesetz unterzeichnen oder sein Veto einlegen. "[The Bill] optimizes costs on Russia and minimizes the impact on American business, international oil markets and the global economy." [link]

Wenigstens wissen wir nun, was die westlichen Werte sind: American business, oil markets and global economy (Weltwirtschaft). [link]

15.12.2014

Einseitig

Ist die Sicht zu Russland nicht einseitig?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einseitige Ansichten meistens falsch sind.

Medienwirksame Aktionen haben den Zweck medienwirksam zu sein. Mehr nicht.

Das gilt nicht nur für diese Pro-Russland Propaganda, sondern auch für amerikanische Soldaten, welche auf Fotos den Besetzten Blumen reichen.

Man kann das Ganze in einem Wort umfassen: Marketing.

Dieses Mal werde ich mich nicht darüber streiten, das zu argumentieren ist zu einfach.

15.12.2014

Geschenke

Seit dem 11. August haben neun Hilfskonvois aus Russland insgesamt mehr als 11.000 Tonnen humanitäre Hilfsgüter nach Donezk und Lugansk transportiert. Der zehnte Hilfskonvoi soll neben Lebensmitteln und Baumaterialien auch Neujahrsgeschenke - Süssigkeiten und Spielzeuge für Kinder - in die Ostukraine bringen. Laut dem russischen Zivilschutzministeriums soll der neue Hilfskonvoi in den nächsten Tagen zusammengestellt werden.

15.12.2014

Der Westen hat sich isoliert

Kanwal Sibal, der frühere indische Aussenminister, bezeichnet in einem indischen Zeitungsartikel vom 9. Dezember 2014 die Behauptung Washingtons und Brüssels, dass Moskau wegen der Sanktionen international vollständig isoliert sei, als absurd. In der EU leben 500 Millionen Menschen. In den USA und in Kanada noch einmal insgesamt 350 Millionen. Die Bevölkerung Chinas macht 1.370 Millionen Menschen aus, also zweimal die Bevölkerung der EU plus die USA und Kanada. Die Bevölkerung Indiens beläuft sich auf 1.263 Millionen Menschen. Es handelt sich also um ein Drittel aller Erdbewohner. Aber es gibt noch Lateinamerika und Afrika, wo ein grosser Teil der Länder an den westlichen Werten zweifelt. Wie kann man da von einer Isolierung sprechen oder wer hat sich isoliert?

10.12.2014

BOE - Wirtschaftsring 2015

Der Export von Erdöl und Erdgas - als unverzichtbare, marktdominante Ware - sollte, wie von der mZ beschrieben, in einem Devisen unabhängigen Wirtschaftsring erfolgen.

Ein solcher Wirtschaftsring würde aus relativ wenigen Händlern bestehen und könnte über ein einfaches IT-System weltweit (BRICS Brazil–Russia–India–China–South Africa + Ecuador–Venezuela–Syrien–Iran–Irak–Libyen), rasch und sicher abgewickelt werden.

Öl-Spekulanten sind aussen vor, der Petro-Dollar, IWF und Weltbank Geschichte. Gut möglich, dass sich das bereits 2015 ereignet.

10.12.2014

Rubel - Russische Zentralbank

Während der russische Staat gering verschuldet ist, gilt das nicht unbedingt für den Privatsektor. Industrieunternehmen und Finanzinstitute stehen mit umgerechnet 1'300 Milliarden Dollar in der Kreide, gut zur Hälfte in äusländischen Währungen. Allein bis Ende dieses Jahres werden noch 157 Milliarden Dollar an Auslandsverbindlichkeiten fällig, die aufgrund der eingefrorenen Bankguthaben von den sanktionsbetroffenen russischen Unternehmen nicht bezahlt werden können.

Brauchen russiche Unternehmen diese Verbindlichkeiten überhaupt zu bedienen, wenn anderseits der Westen Guthaben russicher Unternehmen wider Treu und Glauben einfriert? Russland wird als Gegensanktion Auslandschulden privater russischer Unternehmen in Dollar, Euro, Franken, Pfund und Yen einfrieren.

"Wir geben euch kein Geld, wenn ihr unser Geld einfriert!" Der Westen pokert hoch und er wird verlieren, weil er das schlechtere Blatt hat (kein Erdöl). Schlimmer aber noch: Die Währungen des Westens sind offensichtlich nichts wert, weil sie politisch instrumentalisert werden.

Auf jeden Fall wäre es Unsinnig, wenn die Russische Zentralbank aus ihren Beständen Rubel auf dem Finanzmarkt kauft, weil sie dafür real nichts erhält.

montagsZeitung der Vorwoche >

 
 

montagsZeitung der Vorwoche >