Edelkastanie, Esskastanie
1:12 - Für gerechte Löhne
Die freie Marktwirtschaft braucht ethische Richtlinien. Zum Beispiel sind Wucherzinsen verboten oder neu auch Wucherlöhne.
Familieninitiative: Steuerabzüge auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen
Dadurch, dass neu alle Eltern mit Kindern einen Steuerabzug für die Betreuung machen können, wird ein Abzug nach tatsächlichem finanziellen Aufwand ersetzt durch einen pauschalen Sozialabzug. Dass ausgerechnet die "soziale" SP und auch die "familienfreundliche" CVP sich vehement gegen höhere Sozialabzüge für Kinder einsetzen, erstaunt sehr ...
Änderung des Bundesgesetzes über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen
Die Halter von Motorfahrzeugen werden bereits heute massiv zusätzlich besteuert und bebüsst - um zusätzliche Staatseinnahmen zu generieren. Neu soll die Autobahnvignette um 250% aufschlagen, nachdem bereits Ordnungsbussen anfangs Jahr um 100% erhöht wurden.
Ein grosser Teil der Strassengelder und alle Ordnungsbussengelder fliessen in die Staatskassen und kommen nicht dem Strassenbau und -unterhalt zugute. Damit übernehmen die Halter von Motorfahrzeugen Lasten, die eigentlich auf alle Steuerzahler verteilt sein müssten. Zurzeit werden Unterschriften für die Volksinitiative "Strassengelder gehören der Strasse" gesammelt. Hier sind die Unterschriftenlisten
JA - JA - Nein
Ich habe JA - JA - NEIN gestimmt. Aber bitte nicht abschreiben! Bilde dir eine eigene Meinung, denn deine ist richtig. Und vor allem: Nimm an der Abstimmung teil, denn es ist unser Land!
Die Watergate-Affäre ist benannt nach dem im Zentrum der amerikanischen Hauptstadt Washington gelegenen Watergate-Gebäudekomplex, in dem sich Anfang der 1970er Jahre das Hauptquartier der Demokratischen Partei befand. In diesem verhaftete die von einem Wachmann verständigte Polizei in der Nacht zum 17. Juni 1972 fünf Einbrecher, die offenbar versucht hatten, Abhörwanzen zu installieren und Dokumente zu fotografieren. Schon frühzeitig wurde dieses Aufsehen erregende Ereignis in Verbindung mit den im November 1972 anstehenden Präsidentschaftswahlen gebracht, bei denen der Amtsinhaber Richard Nixon erneut für die Republikanische Partei antrat. In der Präsidentschaftswahl am 7. November 1972 besiegte Richard Nixon den Herausforderer George McGovern und wurde mit grosser Mehrheit im Amt bestätigt. Er erhielt über 60 Prozent der Stimmen und gewann die Mehrheit in allen Bundesstaaten ausser in Massachusetts.
Doch die Ermittlungen zum Einbruch gingen weiter und Höhepunkt der teils dramatischen Entwicklungen war am 9. August 1974 der Rücktritt Richard Nixons von seinem Amt.
Häufig wird die Watergate-Affäre zugleich als ein Triumph der Pressefreiheit gedeutet, weil Journalisten wesentlich zu ihrer Aufklärung beigetragen hätten. Berühmt wurde in diesem Zusammenhang vor allem die 1973 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Berichterstattung der Washington Post und ihrer zwei Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein. Ihr Einsatz zur Kontrolle des Staates durch die „Vierte Gewalt“ gilt heute häufig als beispielhaft für investigativen Journalismus.
Die Enthüllungen von Edward Snowden gaben Einblicke in das Ausmass der weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von US-Diensten (NSA) unter der Regierung der Demokratischen Partei von Barak Obama. Nicht nur die Republikanische Partei wurde ausspioniert sondern Parteien und Regierungen der ganzen Welt!
Dieses Watergate II ist ein Vielfaches an abscheulichem Verhalten. In nichts zu vergleichen mit dem "kleinen Einbruch" in die Privatsphäre einer anderen Partei 1972.
Doch eines hat sich in den 40 Jahren geändert: Die Presse als "Vierte Gewalt", als moralische Instanz, existiert nicht mehr. Angeklagt wird Edward Snowden, der den Einbruch entdeckt hat - nicht Präsident Barak Obama, der den Einbruch befiehlt und davon profitiert.
Letzte Woche haben wir im Sekretariat erlebt, wie verletzlich wir im Informationszeitalter sind. Unser Internetanschluss wurde von Swisscom unterbrochen und wir erreichten nur noch ihre Kundenzentrale. Kein Mail, kein Telefon, kein Internet.
Swisscom hat eine offene Rechnung reklamiert und uns den Anschluss onclick wieder frei geschaltet, nachdem wir ihr elektronisch versichert haben, innert drei Tagen zu bezahlen - und auch sofort bezahlten! Gewiss, lieber würden wir das nicht erwähnen, es ist uns peinlich, dass wir eine Rechnung übersehen haben.
Aber eingefahren ist uns, wie abhängig wir vom Internet und letztlich vom Internetanschluss sind: Alles, was wir tun, läuft in die Telefonsteckdose. Und auf der anderen Seite der Steckdose sitzt Swisscom. Oder wenn wir statt dem Telefonstecker den TV-Stecker verwenden, sitzt auf der anderen Seite Cablecom.
Und beide lesen mit, müssen sie ja: Mindestens die Adresse. Natürlich könnten sie auch den Rest lesen. Tun sie nicht. Nicht? Und wenn sie dir einen Riegel schieben, hast du keine Informationen mehr und niemand hört dich.
Wer eine Internetseite hat, braucht einen Webserver auf dem die Texte und Bilder gespeichert sind. Meistens teilen sich mehrere einen Webserver und damit keine langen Wartezeiten entstehen, müssen Texte und Bilder innert wenigen Sekunden nach dem Aufruf geladen sein. Wer also ein langes Programm schreibt, das beim Aufruf umständlich Texte und Bilder aus einer Datenbank kramt, dessen Seiten werden nie angezeigt, weil die zur Verfügung stehende Zeit bereits um ist und der Webserver einen anderen Aufruf bearbeitet.
Statt Texte und Bilder kann der Webserver auch E-Mails versenden. Und wenn ich dem Webserver den Befehl (Aufruf) gebe, macht er das einige Sekunden und dann macht er etwas anderes. Wir haben 5'000 E-Mail-Adressen von Starterinnen und Startern für die Initiative "Radio und Fernsehen - ohne Billag", das schafft er nie in einigen Sekunden und so müssen wir die 5'000 Adressen in Blöcke von 50 Adressen aufteilen und das Programm 100-mal aufrufen.
Das haben wir auch so gemacht, als wir am 12. November 2013 die 5'000 Starterinnen und Starter über den Start der Initiative per E-Mail informierten.
Hat wunderbar geklappt und alle haben ein E-Mail erhalten, keines ist zurückgekommen!
Einige Tage später stellen wir fest, dass neu viele Personen unsere E-Mails nicht mehr erhalten. Viele E-Mails kommen nach Stunden oder einem Tag mit einer Unzustellbarkeitsmeldung wieder zurück - auch E-Mails, die wir mit dem Absender solidarische.ch an uns selber mailen! Unsere Techniker arbeitet mit Hochdruck an dem Problem.
Was ist da? Will uns jemand das Unterschriftensammeln "Radio und Fernsehen - ohne Billag" sabotieren?
Die Billag ist eine Tochter der Swisscom! Swisscom ist der absolut grösste Internet-Provider der Schweiz, Alleininhaber der letzten Meter zur Telefonsteckdose und Alleininhaber der Sendeanlagen (Swisscom Broadcast AG), die im Auftrag der SRG deren Programme verbreitet und ebenfalls im Auftrag der SRG das sündhaft teure DVB-T in die Sendeanlagen einbaut, über das Kritiker sagen: "Da nur eine Minderheit der Bevölkerung noch den analogen, ausschliesslich terrestrischen Empfang nutzt, stellt sich die Frage, ob die Kosten für die Umstellung der Sendeanlagen auf DVB-T gerechtfertigt sind und ob man stattdessen nicht die terrestrische TV-Verbreitung einfach hätte einstellen sollen."
Eine Frage, die sich uns gar nie gestellt hat, weil wir dazu nie befragt wurden: Swisscom und der Privatsender SRG haben das unter sich geregelt - mit unseren 1.3 Milliarden Franken im Jahr!
Ja, es geht um 1.3 Milliarden Franken im Jahr. "Ein bisschen könnten wir das Komitee schon ... mal da mal dort auf eine Blackliste setzen. Der Sender der Organisation solidarische.ch heisst E-Mail, wenn wir ihnen ihr E-Mail stören, schaffen sie die 100'000 Unterschriften nicht ..."
Ja, wir haben diese Woche ein technisches Problem zu lösen. Unser Sender/Empfänger - unser E-Mail-Verkehr - darf nicht blockiert werden können!
Wir haben Watergate I erlebt und Watergate II und die Auflösung der "Vierten Gewalt". Wir sehen, wie das anfangs freie - allerdings von der US-Armee aufgebaute - Internet immer mehr US-Interessen und anderen Mächten dient, wie die Mächtigen Frühlinge starten und Frühlinge erstarren lassen ... Wir haben ein Problem zu lösen.
Bereits nach dem ersten Tag, als wir noch gar keine Unterschriften im Postfach erwarteten, waren bereits 100 Unterschriften und Fr. 81.70 Kostenbeteiligung drin. Das hat uns wahnsinnig gefreut!
Einzelbögen so einfach auszufüllen wie ein Bestellzettel
Einige E-Mails haben wir erhalten mit der Frage, ob Einzelbögen nicht zu viel mehr Papier führen? Ja, die Einzelbögen (nur eine Unterschrift pro Blatt statt drei oder mehr) benötigen rund doppelt so viel Papier. Das ist aber der einzige Nachteil! Uns und den Gemeinden erleichtern die Einzelbögen die Arbeit und die Kontrollen sehr. Und wer eine herkömmliche Unterschriftenliste und dann den Einzelbogen ausfüllt, wird nicht verstehen, warum das bisher anders gemacht wurde. Die Einzelbögen sind so einfach auszufüllen wie ein Bestellformular ...
2 Franken
Als selbstverständlich erachten 99.99%, dass man 2 Franken als Kostenbeteiligung ins Couvert legt. Vielen ist das sogar sehr sympathisch, weil sie wissen, wer die Initiative finanziert: Wir alle!
By the way: Hast du nicht auch das Gefühl, dass die Zeit rast, seit wir so schnell kommunizieren können? War nicht gestern erst Weihnachten und morgen schon wieder? Ist Weihnachten mehrmals im Jahr oder das Jahr mehrmals an Weihnachten?
Vielleicht schenken wir uns diese Weihnachten nichts - sondern nehmen uns gegenseitig das Handy weg und vielleicht auch das Internet? Und wir sitzen wieder zusammen, unter Bäumen auf dem Boden, wie wir Menschen das eigentlich immer taten, nicht nur an Weihnachten :)
19.11.2013
Ich habe auch ja, ja, nein gestimmt und das Couvert bereits eingeworfen!