14. Oktober 2013
Menschen im Zentrum
Leserbriefe
Boston Tea Party von 1773

Die Tea-Party-Bewegung ist eine US-amerikanische konservative und populistische Protestbewegung, die 2009 entstand. Der Name der Bewegung bezieht sich auf die Boston Tea Party von 1773 und richtet sich gegen Steuern.

Tea-Party

Die USA wird von zwei Parteien beherrscht, den Republikanern und den Demokraten. Beide Parteien sind konservativ eingestellt, d.h. sie bejahen das heutige Gesellschaftssystem grundsätzlich. Punktuell unterscheiden sie sich geringfügig. Ein Punkt ist die neu obligatorische Krankenkasse (Obamacare), mit der wir in der Schweiz auch so unsere Erfahrungen gemacht haben.

15% der US-Einwohner sind nicht krankenversichert. Im Notfall erhalten sie lebensrettende ärztliche Hilfe kostenlos, wenn sie sie nicht bezahlen können. Weitere Pflege aber müssen sie selber bezahlen oder darauf verzichten. Neu wird ab 2014 eine Versicherungspflicht eingeführt (US-Variante für obligatorisch: Eine Krankenkasse ist nicht obligatorisch, wer aber keine hat, bezahlt eine Busse!). Einkommensschwache Einwohner erhalten einen staatlichen Zuschuss zu den Kranken­versicherungs­beiträgen, den Krankenversicherungsgesellschaften wird es verboten Kunden mit Vorerkrankungen zu benachteiligen. Und da sind die Republikaner und Demokraten unterschiedlicher Meinung, wie hoch diese Verbilligungen sein sollen und was in der Grundversicherung enthalten ist.

Also im Westen nichts Neues

Die Diskussionen kennen wir auch in der Schweiz und erleben auch hier, wie die Prämienverbilligungen laufend gekürzt werden. Die Krankenkassen-Prämien sind in der Schweiz bei einkommensschwachen Einwohnern bedeutend höher als die Steuern und niemand kann sich den Versicherungen entziehen, weil "Swisscare" für alle obligatorisch ist.

Obligatorische Prämien und Gebühren sind Steuern

Alle Gebühren, die obligatorisch sind, sind faktisch eine Steuer und sollten der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechend in den Steuern enthalten sein. Heute zahlen einkommensschwache Einwohner genau so 300 Franken im Monat, 3'600 Franken im Jahr, für die Krankenkassen-Prämien wie einkommensstarke Personen. Und Firmen sind, im Gegensatz zu den USA, von einer Mitbeteiligung an den Krankenkosten befreit.

Ähnlich gleiches kennen wir auch bei den obligatorischen Fernsehgebühren und bei den Mehrwertsteuern (MwSt), die auf einem Brot für alle gleich hoch ist, unabhängig was jeder verdienen.

Obligatorische Prämien und Gebühren sind grundsätzlich abzulehnen, weil sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Einzelnen nicht berücksichtigen. Zudem ist es volkswirtschaftlicher Unsinn, für Steuern, Gebühren, Prämien und Prämienverbilligungen jeweils eigene Veranlagungs- und Inkassostellen zu schaffen. All diese Abgaben müssen in den allgemeinen Haushalt eingerechnet und mit den ordentlichen Steuern bezahlt werden.

1. Die obligatorische Krankenkassenprämien muss aus den allgemeinen Bundesmitteln finanziert werden.

2. Die Inkassostelle für Radio- und Fernsehgebühren Billag hebt die Initiative "Radio und Fernsehen - ohne Billag" demnächst auf. Am 5. oder 12. November soll es mit der Unterschriftensammlung endlich los gehen. Fünftausend Starterinnen und Starter warten bereits sehnlichst darauf, dass die Bundeskanzlei grünes Licht gibt. [link]

Schmarotzer

Die USA, aber auch wir erleben, dass gerade die Leistungsfähigsten sich mehr und mehr vom Steuerzahlen verabschieden - nicht aber auswandern, einfach nur nichts mehr bezahlen!

Sie verabschieden sich von der Solidarität mit der Gemeinschaft, kümmern sich einen Dreck um Alte, Versehrte und Kindern, nehmen aber am Wirtschaftsleben teil. Mit anderen Worten, sie sind Schmarotzer! Dem Kanton St. Gallen entgehen 650 Millionen Franken im Jahr, weil 86 Unternehmen von der Regierung 'Steuergeschenke' erhalten. Die Initiative "für eine faire Steuerbelastung" will die als 'Wirtschaftsförderung' getarnten Steuergeschenke zukünftig ausschliessen. [link]

Grosse Unternehmen

Wir sind geblendet von der angeblichen Wichtigkeit grosser Unternehmen, die sich ihr Imperium auf Kosten der Allgemeinheit aufgebaut haben. Es waren nicht die Rechtsanwälte, die heute in den Verwaltungsräten und in den Parlamenten sitzen, die all die grossartigen Erfindungen unserer Zivilisation gemacht haben. Es waren Physiker, Chemiker, Ärzte, Ingenieure, Handwerker, Künstler, Mathematiker, Landwirte, Hausfrauen, Hebammen, Heilpraktiker, Angestellte, Arbeiter, Erfinder, Männer und Frauen.

Ihnen aber, den Juristen in den Verwaltungsräten haben Juristen in den politischen Räten Rechte vergeben: Monopole auf "geistigem Eigentum", die ihnen Macht verleihen und Konzerne tatsächlich unentbehrlich machen - solange wir das mitmachen.

Wir müssen die privaten Monopole (Copyright und Patente) abschaffen, damit wir die "geistige Abhängigkeit" überwinden können.

Schriftsteller, Kunstschaffende und Erfinder müssen "ihr" Urheberrecht aufgeben, damit kein "geistiges Eigentum" entstehen und damit keine "geistige Abhängigkeit" geschaffen werden kann. Es ist paradox, aber

Schriftsteller, Kunstschaffende und Erfinder sind die, die durch ihren Urheberverzicht die Freiheit schaffen, die sie immer verlangen.

In diesem Sinne lest keine Bücher, besucht kein Theater und kauft keine Waren, die ein Copyright oder Patent haben. Ihr werdet in nächster Zeit nur Nahrungsmittel und No-Name-Waren kaufen und im Internet lesen können, bis es uns wieder besser geht.

Eidgenössische Volksinitiative
"für geistige Freiheit und Unabhängigkeit"

Art. 26 Eigentumsgarantie

1 Das materielle Eigentum ist gewährleistet. Enteignungen werden entschädigt.

2 Immaterielle Werte können nicht geschützt werden.

Also Kunstschaffende, Schriftsteller, Piraten, ACTA-Gegner, Anonymus und alle, die die geistige Abhängigkeit überwinden wollen, investiert 2 Franken in die Freiheit und Unabhängigkeit. Geistige Freiheit und Unabhängigkeit belebt die Gesellschaft und entmachtet die Konzerne.

Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz 2012

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer sowie Ausländerinnen und Ausländer verlassen die Schweiz. Ende 2012 belief sich die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz auf 8'039'060 Einwohnerinnen und Einwohner, was einem Anstieg um 84'400 Personen (+1,1%) im Vergleich zu 2011 entspricht. Im Jahr 2012 nahm der Wanderungssaldo im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent ab und der Geburtenüberschuss ging um 3,9 Prozent zurück. Die Auswanderungen nahmen von 96'500 im Jahr 2011 auf 103'900 zu (+7,7%).

Mehr Auswanderungen

Die Auswanderungen nahmen sowohl bei den schweizerischen (+0,9%) als auch bei den ausländischen Staatsangehörigen (+10,7%) zu. Wie bereits im Jahr 2011 wanderten die Schweizerinnen und Schweizer am häufigsten nach Frankreich aus (2012: 14,7%; 2011: 15,1%). Als beliebteste Auswanderungsländer folgen Deutschland (8,1%) und die Vereinigten Staaten (6,1%). Auch bei der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung haben die Auswanderungen verglichen mit 2011 zugenommen, beispielsweise bei den polnischen (+42%), montenegrinischen (+35%), portugiesischen (+9,1%), deutschen (+8,8%) und französischen Staatsangehörigen (+6,4%), die die Schweiz in grösserer Zahl verlassen haben.

Damit kompensiert der Einwanderungsüberschuss bei den Ausländerinnen und Ausländern (+51'200 Personen) den Auswanderungsüberschuss der Schweizer Staatsangehörigen (-6000 Personen). Es sind mehr ausländische Personen in die Schweiz gekommen, als diese sie verlassen haben. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist das gegenteilige Verhalten festzustellen; es wanderten mehr Schweizer Staatsangehörige aus als ein. Seit 1992 ist der jährliche Wanderungssaldo der Schweizerinnen und Schweizer negativ.

Kein nachhaltiges Wachstum

Das Bruttoinlandprodukt ist 2012 um 1 Prozent gewachsen und entspricht damit dem Anstieg der Wohnbevölkerung. Das heisst, die Schweiz wächst nur aufgrund der Zuwanderung und auch nur in diesem Umfang. Das Erfolgsmodell "Personenfreizügigkeit" ist keines - lediglich ein Strohfeuer, dass immer wieder neue Zuwanderungen erfordert. Aus eigener Kraft wächst die Schweizer Wirtschaft nicht mehr.

Herbstgeschrei

Ein Reh grasend, scheu duckend,
eine Rotte Sauen schmatzend,
zum Winterspeck schluckend,
alles nagen, zusammen kratzend.

So sehe ich golden tausend Farben,
jeder rüstet zum weissen Schlaf,
sich an der Schönheit labend,
Sinne betörend, dösend im Gras.

Innehaltend, bereit zum Sprung,
ein lautes „hier, ich habe einen“,
stört die rauschende Herbststimmung,
eine Rotte, Vater, Mutter, die Kleinen.

Mit Körben, Messer bewaffnet,
fallen Massen zur Jagt ein,
den Pilzen nach dem Leben trachtend,
Freude schreiend, gross und klein.

Ja, Städter Sinn zur Natur verloren,
brauchen ihre Unruhe, ihren Lärm,
steht’s Massen, brummende Motoren,
Menschen faulend im Strassengedärm.

Ach nehmt doch die Roten,
mit den schönen weissen Punkten,
werdet euch in die Hosen koten,
fern bleiben, zur Ruh gesunken.

Herbst, Höhepunkt, volle Pracht,
sollen auf Vorrat Kraft tanken,
für Kälte, der langen weissen Nacht,
der Natur für die Gaben danken.

Eine Woche wie im Trickfilm

Die St. Jakob-Strasse ist eine der fünf Hauptstrassen, die aus der Stadt St. Gallen hinausführen. An ihr ist die OLMA. Die OLMA ist von 9 - 18 Uhr geöffnet und von 17 - 3 Uhr ist die St. Jakob-Strasse dieses Jahr zur 30er-Zone erklärt worden. Aus Sicherheitsgründen. Es ist die 71. OLMA.

Zwischen 17 und 3 Uhr hat St. Gallen ein neues Spektakel - es blitzt! Und wie es blitzt! Ein Passant meint, es sei wie im Trickfilm, so lustig, wie die Autos hell erleuchtet werden, die Fahrer hell erschrecken und eine Vollbremsung machen! Von wegen Sicherheit!

St. Gallen verabschiedet sich von den OLMA-Besuchern: "Wir danken Ihnen BLITZ für Ihren Besuch BLITZ und freuen uns BLITZ, Sie BLITZ nächstes Jahr BLITZ BLITZ wieder bei uns BLITZ begrüssen zu dürfen!" Jeder Blitz bringt 40 bis 300 Franken in die Stadtkasse. Potzblitz sind die geschäftstüchtig, die St. Galler.

Wir wünschen euch eine schöne Woche und echte Filme und keinen Blitz!

16.10.2013

Humor

Man sagt dem Humor nach, er soll unendliche Weisheiten in sich tragen.

Humor bezeichnet auch die Begabung, ein Lachen hervorrufen oder selbst lachen zu können.

Das sind die neuen «Eurovision Song Contest 2014» Kandidaten aus der Schweiz (und das ist kein Witz!)
:)

-> [link]

buhahahahahaaaaaaa.

Ghost, Zürich

15.10.2013

Steuern

Achtung! Steuern

Was sind Steuern? Steuern sind Leistungen, die jeder Einzelne für allgemeine Aufgaben entrichtet. Das sind Sozialfürsorge,
Schule, Wissenschaft, Verteidigung, innere Sicherheit usw.
Doch bis zu 50% der Steuern bleiben in der Verwaltung hängen für Beamte und Staatsangestellte. Das ist ein irrsinniger Betrag, der sich zusammensetzt aus Löhnen, Verwaltungsgebäuden, Polizeistationen, Büroeinrichtungen, Heizung, Strom, Reisen, Panzerlimousinen, Werbung usw.
Dieser Aufwand gehört auf das absolute Minimum gekürzt. Und dann muss man sich fragen, wo die restlichen 50% hingehen. Schule? Da lernen wir nichts als Anpassung und Lügen. Das Gespür für natürliche und gesellschaftliche Prozesse wird verkrüpelt. Nachher funktioniert jeder wie eine Marionette. Polizei? Wo ist diese überfordert und schreit nach weiteren 15'000 (funfzehntausend) Kollegen? Winterthur hat deutlich gemacht, wofür die gebraucht werden.
Also, gut überlegen, bevor man sich für die falsche Seite entscheidet.

15.10.2013

Tea-Party

Irgendwo verstehe ich die Tea-Party-Bewegung. Mit direkten Steuern, AHV/IV/ALV-Abzüge, Pensionskassenbeiträgen, Mehrwertsteuern, Sondersteuern (Benzin, Alkohol, Tabak), Verkehrssteuern, Autohaftpflicht, Krankenkasse, Fernsehgebühr, Vignette und dringend empfohlener Haftpflicht-, Hausrat-, Lebensversicherung (3. Säule) bleibt den meisten wenig für Leben, Kinder, Wohnen, Kleider, Telefon und Mobilität.

Und mit jeder Steuersenkung entlasten sich die Führer der Tea-Party mehr - was die Mitläufer aus dem Mittelstand zusätzlich belastet. Der Mittelstand wendet sich nun aber nicht gegen ihre Führer, die ihnen, listig wie ein Fuchs, falsch geraten haben, sondern gegen die Staatsangestellten und Rentner - Löhne und Renten sollen gekürzt werden, damit die Steuern erneut gesenkt werden können. Sehr zur Freude der Tea-Party-Führer, die diesem 'Volkswunsch' gerne nachkommen.

Wo das endet, weiss der Fuchs. Wir wissen es auch und möchten es uns ersparen.

14.10.2013

Eine prächtige Ausgabe der montagsZeitung

Interessant und ausgewogen geschrieben. Eine echte Zeitung eben, nicht das was man aus Zeitungen gemacht hat.

Buchtipp:
"Die Stecknadeln des Herrn Nabokov"
von Christian Haller

Gruss aus Zürich
Ghost

 

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