David von Michelangelo (1475–1564) ist die erste Monumentalstatue (5,17 Meter hoch, 6 Tonnen schwer) der Hochrenaissance und gilt als die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte. Das Original befindet sich in Florenz.
Die Skulptur stellt den biblischen David in dem Augenblick dar, in dem er, die Steinschleuder bereits auf der Schulter angelegt, den Kampf gegen den Riesen Goliath aufnimmt. Davids Körper scheint entspannt, nachlässig trägt er die Schleuder über der linken Schulter. Die kampfbereite Spannung wird in den hervorstehenden Adern der rechten Hand erkennbar, die den unsichtbaren Stein als Wurfgeschoss umschliesst, vor allem aber in der Nacken- und Gesichtspartie: in den straffen Halssehnen, den angespannten Lippen und Nasenflügeln, der gerunzelten Stirn. Davids Blick ist auf einen Punkt in der Ferne gerichtet.
Die Organisation für Direkte Demokratie Solidarische Schweiz (SOS) unterstützt zurzeit zwei Komitees, die sich mächtig Grossen gegenübersehen.
Das eidgenössische Komitee "Radio und Fernsehen - ohne Billag" verlangt, dass die Billag aufhört, den Haushalten und Firmen Empfangsgebühren zu verrechnen, und die SRG ihr verbleibendes Vermögen der Filmförderung gibt. Dieser Goliath ist mächtig. 1'300 Millionen Franken im Jahr. [link]
Das kantonale Komitee "Faires Entlastungsprogramm (650-Millionen-Initiative)" verlangt, dass der Kanton St. Gallen, wenn die finanziellen Mittel nicht reichen, seine jährlichen Steuergeschenke an Top-Unternehmer von 650 Millionen Franken kürzt. Dieser Goliath ist ebenfalls sehr mächtig. 650 Millionen Franken im Jahr. [link]
Stein und Schleuder
Crowdfunding und Crowdinformation sind die Waffen, die wir Goliath entgegensetzen. Tönt gut, aber was ist das?
CrowdfundingCrowd und Funding bedeutet Schwarm-Finanzierung. Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich Projekte mit Eigenmitteln versorgen. Die Geldgeber sind eine Vielzahl von Personen, die alle einen kleinen Geldbetrag geben.
Bei unseren Initiativen steckt jeder die Unterschriftenliste zusammen mit 2 Franken in Münz in einen Briefumschlag und schickt das Couvert an das Komitee. Das Komitee holt die Couverts aus dem Postfach und bringt die Münzen zur Bank und zahlt das Geld auf das Projekt-Konto ein.
Mit 100'000 Unterschriften haben wir im Idealfall 200'000 Franken in der Projekt-Kasse, um den Aufwand zu bezahlen, für: sortieren, ergänzen der Angaben, Versand, amtliche Beglaubigung, Schlusskontrolle und Einreichung der Initiative. Also viele (=Schwarm) bezahlen wenig, damit der Aufwand ohne Sponsoren bezahlt werden kann.
Wir wollen keine Sponsoren! Selbstlose Sponsoren gibt es nicht. Jeder verknüpft mit seinem Engagement Erwartungen, die wir nicht unbedingt erfüllen wollen. Zum Beispiel wird die Initiative "Grundeinkommen" massgeblich von Werner Götz, dm-drogerie markt, Deutschland finanziert. Und ihm, als Unternehmer, ist es wichtig, dass das Grundeinkommen über die "gerechteste Steuer", die Mehrwertsteuer finanziert wird. Denn von der Mehrwertsteuer ausgenommen sind sämtliche Vermögen und Gewinne ...
Wir sind sehr für ein Grund- oder Mindesteinkommen - aber finanziert genau aus Abgaben auf hohen Vermögen und Gewinnen. Und so finanziert Werner Götz im Hintergrund ein anderes Komitee mit seiner Initiative. Auch Christoph Blocher finanziert nur das, was ihm in den Kram passt. Für die Billag-Gebühren-Monster-Initiative "200 Franken sind genug!" von Natalie Rickli hat er kein Geld, Initiative gestorben.
Wenn 100'000 etwas unabhängig erreichen möchten, dann müssen sie zusammenlegen. Jeder gibt 2 Franken und wir sind und bleiben unabhängig.
Crowdinformation
Crowd und Information bedeutet Schwarm-Information und ist ganz einfach: Jeder spricht mit jedem. Das Internet ist dazu grossartig geeignet und wir nutzen E-Mail und Webseite, um einen offenen und direkten Dialog zu fördern.
Wir wollen keine Medien! Neutrale Medien gibt es nicht. Jeder Journalist ist ein Mensch wie du und ich und hat eigene Vorstellungen auch, aber er arbeitet in einem Betrieb, dem er sich fügen muss. Also schreibt er schon einmal nicht alles, was er denkt, sondern das, was dem Betrieb gefällt. Und die Redaktion korrigiert und kürzt und verwirft. Heraus kommt ein 'neutraler' Beitrag, der genau dem entspricht, was dem Eigentümer - und hier treffen wir wieder auf Vermögende wie Werner Götz und Christoph Blocher - in den Kram passt.
Wenn 100'000 etwas unabhängig erreichen möchten, dann müssen sie miteinander reden. Jeder redet mit seinem Nächsten und wir sind und bleiben unabhängig.
Wenn viele miteinander reden, dann könnte es anders sein. Dann ist Goliath besiegt!
"He Crowd, was hältst du von der Initiative Radio/Fernsehen ohne Billag?" "He Crowd, ich bin nicht verärgert, wenn du anderer Meinung bist - aber ich bin traurig, wenn du nicht mit mir sprichst. Mit mir, deiner Frau - nicht mit dem Fernseher oder der Zeitung. Die hören dir nicht zuu, sie haben keine Oohren."
Als sie ihn am lauen Abend fanden, hatte er seine Brille noch auf. Am späten Morgen ist er knietief in den See gewatet und hat sich auf den Bauch gelegt. Atmete aus und unter Wasser ein, war tot. "Sofort," sagte der Gerichtsmediziner.
Mir gefällt der Herbst, der Herbstanfang besonders. Bilder steigen hoch: von Vada am Strand, von Stuttgart am Neckar. Und bald schon kann man durch den Wald laufen und die Blätter vor sich her schieben!
Mir ist das Leben nicht verleidet. Trotzdem finde ich obigen Beitrag schön und weiss, dass eine Verkäuferin sehr traurig ist. Ihr wünsche ich Trost und euch allen eine wunderfarbige Woche!
02.10.2013
Hat mit dem Thema (vielleicht) nichts zu tun. Aber eben ist ein grosses, wunderschönes Pferd an mir vorbei gegangen. Mit einer Frau vorne am Seil.
01.10.2013
Noch besser als die montagsZeitung finde ich die Organisation für Direkte Demokratie Solidarische Schweiz (SOS), die das Crowden umsetzt.
Ich hoffe, das gelingt ihr, ohne dass sich ein König oder eine Königin an der Spitze der SOS oder in einem Komitee bildet. Ihr macht mir Mut, dass ich und alle mit 2 Franken etwas ändern können. Ihr umschwärmt mich und ich euch. Seid herzlich gegrüsst.
01.10.2013
Die Idee, dass viele Kleine Grosses schaffen, ist gut und alt. Ich weiss nicht, ob Ameisen oder Heuschrecken oder andere schwarmbildende Lebewesen das Crowden erfunden haben - auf jeden Fall scheinen mir Menschen diesbezüglich recht unterentwickelt zu sein ...
... obwohl jeder gerne umschwärmt werden will, will keiner gerne umschwärmen. Ansätze sieht man zuweilen bei Fans (Musik, Sport).
Die Kunst des Schwärmens/Crowden besteht aber darin, dass nicht Fans eine Königin umschwärmen (sorry Bienen) sondern ALLE ALLE.
Ein Mädchen sagte einmal: "Warum gehen wir im Winter nicht nach Afrika und im Sommer alle nach Europa?" Wo liegt das Problem? Ich danke der montagsZeitung, dass sie so grundlegende Gedanken aufgreift und überhaupt zur Sprache bringt.
30.09.2013
Bitte das Bild mit der Statue mit der Statue einer Frau ersetzen. Da ist zwar unglaublich egoistisch aber, obwohl das David ist, tut es den Augen weh !
Ausserdem ist das keine Frauen Zeitschrift mit Softerotik, sondern eine welche ich sonst Montags Morgen zu einem Kaffee lese.
Nicht Montag Abends wie Herr Blocher.
Grüsse aus Zürich nach St.Gallen
Ghost