8. Juli 2013
Menschen im Zentrum
Leserbriefe

Der Verein „Waldkinder St.Gallen“ wurde 1998 von Eltern und Fachpersonen gegründet. Seither können jährlich bis zu 90 Kinder von diesem einzigartigen Angebot in St.Gallen profitieren. Der Verein ist finanziell, politisch und religiös unabhängig und arbeitet nutzen- und nicht gewinnorientiert.

Lehrerinnen und Lehrer wollen 20% mehr Lohn

Was sagt dir das, wenn einer, der überdurchschnittlich gut verdient und 12 Wochen freie Zeit im Jahr hat, zu dir kommt und sagt: "Ich will einen Fünftel mehr Lohn." Also plus/minus 24'000 Franken mehr im Jahr.

Er ist unzufrieden.

Warum ist er unzufrieden? Und kann man das mit viel mehr Geld heilen? Ist Zufriedenheit an viel mehr Geld gebunden und bleibt man dann zufrieden, wenn man viel mehr hat?

Oder ist das viele Geld nur ein Pflaster über etwas, das immer wieder aufbricht?

Warum sind die Lehrerinnen und Lehrer unzufrieden? Weil
- sie nicht hinter dem stehen, was sie tun;
- ihnen die Kinder leid tun;
- sie sehen, was Kinder bräuchten;
- sie erkennen, dass Pestalozzi und viele andere anders mit Kindern arbeiten: Mit Hand, Kopf und Herz. Und sie nur den Kopf ansprechen?

Es ist Zeit, dass wir über die Schule sprechen. Die obligatorische Staatsschule ist tot. Es hätte sie nie geben dürfen: Pestalozzi war selbständiger Lehrer und mehrmals insolvent. Summerhill ist eine Privatschule, wie die Rudolf-Steiner-Schulen, die Monesori-Schulen, die Primaria-Schulen, die Waldschulen. Und die Kinder im Zirkus Knie mit ihrem Schulwagen beneide ich sehr.

Der Lehrer, die Lehrerin oder die Schule werden direkt von den Eltern bezahlt und die Kinder sind frei, das zu lernen, was ihnen entspricht.

Sprachen zum Beispiel im Sprachgebiet. Malen im Malatelier, Musik im Ensemble einer Musikschule, Theater an einem Theater, Reiten im Ponyhof.

Lesen und Schreiben und Rechnen lernen sie einfach so, wie die Muttersprache, von sich aus, en passant ohne es zu merken, beim Spielen, spielen ist das wichtigste überhaupt!

Kein Kind wird täglich und über Jahre mehrere Stunden im Schulbank verbringen, keines wird gedrillt.

Und ich sage euch, mit 16 Jahren sind Kinder feine Menschen, voll und individuell entfaltet, sie sprühen vor Lebenslust, Ideen und Kraft - nicht zu vergleichen mit uns verschulten Staatskindern, die sich samstags wegsaufen und nach 11 Jahren Schule ... eine Lehre machen.

Trojanisches Pferd - bedingungsloses Grundeinkommen

Art. 110a (neu) bedingungsloses Grundeinkommen

1 Der Bund sorgt für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

2 Das Grundeinkommen soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen.

3 Das Gesetz regelt insbesondere die Finanzierung und die Höhe des Grundeinkommens.

 

Das ist der Wortlaut der Initiative "Bedingungsloses Grundeinkommen". Wie der Wunsch finanziert und realisiert werden soll, soll in einem Gesetz von National- und Ständerat realisiert werden.

Bei der heutigen Zusammensetzung der beiden Parlamente und deren Verbundenheit mit den Reichen werden die Mittel dafür aus dem Mittel-Stand (wahrlich ein bezeichnendes Wort!) genommen.

Der National- und Ständerat ist völlig frei und muss gar nichts machen, weil die heutige finanzielle Sozialhilfe das bereits garantiert. Lediglich die Arbeitsbemühungen der Sozialhilfeempfänger würden wegfallen und im Gegenzug die Finanzierung der Sozialhilfe statt über die Gemeindesteuern über die MwSt erfolgen, was die hohen Einkommen entlastet.

Aber was dem Parlament an der Initiative gefallen könnte: Wenn die Sozialwerke des Bundes (AHV und IV) gestrichen werden könnten: Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer wären dann von den Sozialleistungen entlastet. Hihihi so geil! Wir hätten dann im Alter entweder Pensionskasse und allenfalls zusätzliches, eigenes Vermögen - oder Sozialhilfe, die dann nicht mehr Sozialhilfe sondern "bedingungsloses Grundeinkommen" heisst.

Christoph Blocher irrt

Einknicken und Kopfnicken

Christoph Blocher übt schwere Kritik am Gesetzesvorschlag des Bundesrates zur Ausschaffungsinitiative. Er sieht darin ein weiteres Indiz dafür, dass die Regierung nicht mehr zum Land steht.

"Blocher irrt", schreibt Roger Köppel in der aktuellen Weltwoche

Christoph Blocher ist der Meinung, dass das Volk das Sagen hat, egal ob es dem Bundesrat passt oder nicht.

Als Jurist weiss er, dass das nicht stimmt. Das Volk hat im Inland das Sagen - gegenüber dem Ausland hat das Ausland als gleichberechtigter Partner eben auch einverstanden zu sein.

Es ist wie in der Familie

Intern können die Familienmitglieder abmachen was sie wollen. Mit dem "Ausland", zum Beispiel dem Vermieter, hat die Familie ein Abkommen, einen Mietvertrag gemacht. Und nun können sie zu Hause abstimmen so viel sie wollen, auf den Mietzins hat das keinen Einfluss, der ist so zu bezahlen, wie es vereinbart wurde.

"Fremde Richter" werden entscheiden - und nicht die Eltern - wenn sich die Familie oder der Vermieter nicht an das Abgemachte halten.

Die Schweiz ist eine Familie: Im Haus frei, zu tun und zu lassen was beliebt (im Rahmen, gell!), aber natürlich nicht Herr über die Nachbarn. Dass das ein Jurist und ehemaliger Bundesrat und Justizminister (!) nicht wissen will und auf Kosten Gutgläubiger damit schlechte Politik macht, ist unverzeihlich.

Radio und Fernsehen - ohne Billag. Herrlich!

Schon bald knacken wir die 5'000er Marke. 5'000 Starterinnen und Starter und es werden immer mehr. Das wird ein Fest!

Billag weg, SRG neu.

Eine erste Ferienwoche

Die erste Ferienwoche hat bereits begonnen. Zeit für Dich. Wir wünschen Dir gute Erholung, die schönsten Sonnenuntergänge und frisches Jogurtglace und hohe Wellen!

10.07.2013

Humor 2

Und hier Senior Rudis Next Generation:

-> [link]

Obwohl ich kein Blick Leser bin, sind die Kommentare umso interessanter.

In Zürich sollte SRF eigentlich stark sein, in unserer kleinen Mini Weltmetropole (:) sonst sind die Preise für SRF Immobilien im Oberland sicher besser, oder man könnte das Leutschenbach nach Tschiertschen verlegen.

Gruess us Züri

10.07.2013

Humor

SRF = Senior Rudis Friends

Gruss und Kopf hoch
us Züri

08.07.2013

Korrupt, völlig korrupt

Öffentliche und private Betriebe, die nicht ihren ganzen Gewinn vollumfänglich dem Staat abgeben, dürfen nicht von der Steuerpflicht befreit werden!

Im Steuerwesen ist eine Verluderung mit Steuerbefreiung und Steuergeschenken festzustellen, die den Mittel-Stand (ein gutes Wort!) äusserst schwer trifft.

Mit Finger zeigen hysterische Parteien und Boulevardmedien auf den, der wenige Franken zu viel Sozialhilfegelder erhalten haben könnte. Mit Fäusten muss man auf die zeigen, die den grossen Schaden anrichten, die Regierungen!

08.07.2013

SRG ist steuerbefreit

Wussten Sie, dass die SRG keinen Rappen Steuern zahlt? Im Gegensatz zu den kleineren Radio- und Fernsehsendern.

Übrigens ist auch die REGA steuerbefreit, die anderen Rettungsflugwachten, zum Beispiel die Alpine Air Ambulance ( AAA) in Basel, jedoch nicht.

Bei den Ambulanzfahrzeugen der Kantone das gleiche, sie können ihre Leistungen ohne Steuerabgaben anbieten, während private Ambulanzen Steuern abgeben.

Und wie geht es euch in St. Gallen, wisst ihr jetzt, welche 86 Unternehmen praktisch auch steuerbefreit sind?

08.07.2013

Mittel-Stand

Beim Wort Mittel-Stand musste ich lachen! Aber es stimmt schon: Woher stammen die Staats-Mittel? Aus dem Mittel-Stand.

Und wer gehört zum Mittel-Stand? Alle, die mehr Steuern bezahlen als Staatsmittel erhalten.

Beamte, Lehrer und Polizisten und Landwirte gehören nicht zum Mittel-Stand, auch wenn sie etwas von den erhaltenen Staatsmitteln (Lohn) wieder zurück legen (Steuern).

08.07.2013

Mehrwertsteuer abschaffen

zu Trojanisches Pferd - bedingungsloses Grundeinkommen

Die AHV-IV ist keine heilige Kuh und wenn wir eine gescheitere Lösung finden als die Finanzierung über die Arbeitsplätze, die proportional zu den RentnerInnen weniger werden - ausser wir kompensieren die Überalterung mit Zuwanderern - sollten wir eine neue Lösung anstreben.

Meine Mutter erhält 2'400 Franken AHV und 2'000 Franken Pensionskasse. Bei einem Mindesteinkommen von 3'000 Franken und der Hälftigen Anrechnung des eigenen Einkommens würde sie 3000 - 1000 = 2'000 Franken aus dem Mindesteinkommen und 2'000 Franken aus der Pensionskasse erhalten. Sie hätte also eine Einbusse von 400 Franken.

Wenn die Finanzierung NICHT über die MwSt erfolgt - ja, die MwSt soll abgeschafft werden - würde sie unter dem Strich gleich oder besser fahren.

Gefährlich am Trojanischen Pferd ist die unterschwellig vorgeschlagene Finanzierung über die MwSt. Sonst wäre ich sehr für ein Mindesteinkommen.

08.07.2013

Verantwortungslos

zu Christoph Blocher irrt

Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz ihre Beziehungen zur Europäischen Union auf eine gesündere und vor allem realistischere Basis stellt. Man muss endlich aufhören, sie als unseren schlimmsten Feind zu betrachten, nur weil sie ihre Interessen vertritt. [link]

 

montagsZeitung der Vorwoche >