3. Juni 2013
Menschen im Zentrum
Leserbriefe
Audrey Hepburn

Hunde

Du hast einen Hund und der hat gebissen. Du sperrst ihn zur Strafe jahrelang in einen Zwinger. Wie wird er sein, dein Hund, wenn du ihn frei lässt? Ein Freund und Kamerad?

Du hast einen Hund und der läuft nicht "bei Fuss". Du entziehst ihm zur Strafe Futter, immer wieder. Wie wird er sein, dein Hund? Ein Freund und Kamerad?

Aus diesen zwei oder ganz anderen Intuitionen hat Jesus sein Gebot der Liebe, der bedingungslosen Liebe entwickelt: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Er hat jedem von uns damit ein mächtiges Werkzeug gegeben, über das wir jederzeit verfügen. Strafen sind völlig sinnlos und verderben unseren Charakter/Seele.

Grenzen setzen, wenigstens Grenzen setzen!

"Grenze setzen" ist ein Schönwort für Strafen, denn beim Überschreiten der Grenze muss ja etwas folgen: eine Strafe. Oder sagst du deinem Kind: Bis hierher und nicht weiter, sonst ... liebe ich dich - ich liebe dich, weil du diese Grenze überschritten hast und mir damit lernst, dass wir diese Grenze nicht brauchen, Grenzen überhaupt eine unerwünschte Anziehung haben.

Gehen wir weiter zum Kräftigeren, das unser Leben bedroht. Es geht um Leben gegen Leben: "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will." Und ich habe zu wenig Kraft, nur die Liebe, um mich zu wehren. Ist es dann nicht besser, in Liebe zu sterben? Ja, aber vorher schreie ich, dass ich leben will! "Lass mich los, Stopp! Ich will leben, leben und ich liebe dich, ich liebe euch!"

Wie Jesus sich verteidigt hat! Und vielleicht stirbt das Kind trotzdem unter dem Kissen der kräftigen Frau. Und jetzt schliessen wir den Kreis und sperren die Frau in den Zwinger. Nein! Nein! Das tun wir nicht - wir hätten uns in doppelter Hinsicht schuldig gemacht: Zum einen vergehen wir uns an der Frau und zum andern an uns, weil wir mit dem Strafen schuldig geworden sind, aber uns unsere Schuld nicht eingestehen, uns im Recht wähnen - ein Recht erfinden, das niemand hat. "Wer unter euch ohne Schuld, der werfe den ersten Stein." ... und mit diesem Stein ist auch er nicht mehr ohne Schuld. Wir werden die Frau aufnehmen und um das Kind trauern. Wir werden den Mann aus dem Waadtland aufnehmen und um die junge Frau trauern.

Seit 2013 Jahren kreisen wir Planeten gleich um den jüngsten Tag

Anarchie entspricht der Verheissung im Christentum vom jüngsten Tag. Ein völlig rechtloses System, weil es kein Recht braucht. Recht schafft das Unrecht und umgekehrt, wobei das herrschende System Recht-Unrecht in und ausser Kraft setzt. Zum Bespiel das Töten von Kindern. Wie grauenhaft, wenn eines getötet wird. Wie gleichgültig, wenn Tausende getötet werden durch unser Rechtsytem, das Hungernde und Verhungernde Recht findet, das Bomben wirft und Waffen liefert.

Seit wir Recht haben, haben wir unseelig viel Unrecht geschaffen. Unser Rechtsystem geht auf die Römerzeit zurück und ist gepflastert von verzweifelten Schreien. Wir sollten das Rechthaben aufgeben. Das Recht abbauen statt laufend ausbauen. Und uns langsam dem Zentrum nähern, von dem Jesus uns erzählt. Der jüngste Tag wird nicht einfach zu einem bestimmten Datum kommen, wie Weihnachten, sondern muss erarbeitet werden, damit er kommt.

Wenig und viel

Am Sonntag predigte in der katholischen Kirche St. Maria Neudorf, St. Gallen der Pfarrer über die Speisung der 5'000. Aus dem Wenigen wurde so viel, dass aus den fünf Broten und zwei Fischen am Schluss, als alle satt waren, zwölf Körbe voller Brot übrig blieben. Das war kein Zauber sondern ein Nehmen und Geben. Wir alle sind eingeladen zu nehmen und zu geben, bis alle satt sind. In den Fürbitten haben wir gebetet, dass die Menschen und auch die Kirchen nehmen und geben, damit alle satt werden.

Wir sind eingeladen und ich hoffe, die Menschen erzählen sich die einfachen Zeichen Jesus weiter, so dass sich jeder eingeladen fühlt - egal ob und an was er glaubt.

Viele Montage

Seit Jesus zur Welt kam sind 104'647 Montage vergangen. Wie schnell doch die Zeit vergeht! Eine gesegnete Woche euch allen und vergesst nicht, die Stimmzettel bis am Mittwoch der Gemeinde zurück zu senden.

04.06.2013

Niemals SVP

aus 1000en Gründen.

Hier ein Film dazu: [link]

Der einzige Punkt sind die SRF Gebühren.

Gruss

04.06.2013

Hoffnung SVP

Staaten existieren untereinander in einer Anarchie, denn es gibt keine Herrschaftsform über mehrere Staaten oder gar die ganze Welt - doch die EU in Europa und die USA global streben nach dieser neuen Herrschaftsform. In der Schweiz ist es die SVP, die sich vehement dagegen wehrt. Allerdings setzt sie im Inland auf sehr autoritäres Recht und eine Zweiklassengesellschaft. Es ist diese Zerrissenheit, die sie unglaubwürdig macht.

04.06.2013

Hoffnung

In einer Initiative wird sich das Ziel Friede und Anarchie wohl nicht erreichen lassen. Schön ist, dass immer mehr Familien nicht nur "antiautoritär erziehen" - was in sich ein Widerspruch ist - sondern eine dialogorientierte Anarchie leben.

Politisch werden mehrere Initiativen nötigen sein, die Initiative "Radio/TV - ohne Billag" ist auf diesem Weg. Eine zweite sollte das Zinswesen angehen und die weiteren dann eine um die andere Verwaltungsaktivität auflösen oder effizienter gestalten - an wie vielen Orten werden Steuern, Sozialabgaben, Gebühren und Bussen erhoben - statt an einem!

03.06.2013

Du hast recht

Zwei, die sich nicht einigen können, beschliessen den Rabbiner zu bitten, ihren Streit zu schlichten. Nachdem er den Ersten gehört hat, sagt er zu ihm: "Du hast recht." Dann hört er den Zweiten an und sagt zu ihm ebenfalls: "Du hast recht." "Aber es können doch nicht beide Recht haben!" mischt sich ein Dritter ein. Und der Rabbiner sagt zu ihm: "Du hast recht."

Und wenn alle vier recht haben, haben wir Frieden und Anarchie - und sonst Krieg und Recht. Wir können auch weitere 2013 Jahre Krieg führen ... wir sind da ganz frei.

03.06.2013

Und die Nicht-Christen?

Was ist mit den Buddhisten? Ich respektiere Religionen aber beim äusserst harten Christentum fehlt mir der Geruch von Räucherstäbchen, Dalai Lama und die fröhlich orangen Gewänder.
Religion ist auch Symbolik für etwas, was niemand interpretieren kann. Theoretisch könnten Sie eine neue Religion gründen, ein Kozept habe ich dafür bereits (eigentlich ist es ganz einfach).

Irgendwann landet sie auf den Nennern aller bekannten Religionen: Liebe, Frieden, Menschlichkeit.

Ihre Interpretation von Recht lehne ich ab / Selbstverstänlich kann auch Liebe, Frieden, Menschlichkeit dazu verwendet werden um Kriege oder Kreuzzüge zu führen, dass heisst aber nicht, dass diese Werte falsch sind. Genauso verhält es sich mit dem Recht.

Audrey Hepburn ist sicher zeitlos, da gebe ich Ihnen Recht, wobei nur darum weil wir sie dazu gemacht haben.
Viel mehr gefällt mir Jeanne d'Arc -> [link]

Übrigens, Herr Gilli von TeleZüri, hat heute im SonnTalk erwähnt, dass einige die Fernsehgebühren ganz abschaffen wollen -> rufen Sie mal an, sagen Sie ihm, dass es Ihre Partei ist.

Schönen Montag
aus Zürich

 

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