1. April 2013
Menschen im Zentrum
Leserbriefe
SIMS

SIMS

SIMS ist ein Computerspiel. Das Spiel mit "echten" Spielfiguren, genannt Sims, und deren Leben ist das meistverkaufte PC-Spiel überhaupt. Das Spiel besteht hauptsächlich daraus Häuser zu bauen, einzurichten, Freundschaften zu schliessen und Geld zu verdienen. Man kann zuerst eigene Familien erschaffen oder vorgefertigte aus dem „Familienkoffer“ wählen und ins eigene Haus ziehen lassen. Freundschaften kann man schliessen, indem man mit Leuten spricht, Spiele spielt, sich mit ihnen trifft etc.

Eine Familie kann aus bis zu acht verschiedenen Personen bestehen; das können entweder Erwachsene oder Kinder sein, deren Körper und Eigenschaften ausgewählt werden. Und sie benötigen Möbel, Kleider und Essen - vorausgesetzt, das Geld reicht.

Mindestens einer der Sims muss also Geld verdienen. Geld wird verdient, indem man sich einen Job sucht. Einer der Hauptreize des Spieles ist sicherlich die Interaktion zwischen zwei oder mehreren Sims. Dabei bilden sich Freundschaften, was schliesslich zur Hochzeit führen kann. Hält die traute Zweisamkeit weiter an, können Partner dann auch ein Baby zusammen haben, das sie grossziehen.

Echt hammer, dieses Spiel Meine Kinder spielen es sehr oft, seit sie vielleicht sieben, acht Jahre alt waren und heute sind sie schon erwachsen.

motherlode*

Im SIMS Computerspiel reicht oft das Geld nicht aus, um sich all die Sachen zu kaufen, die man gerne sofort hätte. Wie im echten Leben muss gespart werden, vielleicht auch ein zweiter arbeiten gehen.

Nun gibt es aber einen Trick, man kann das Wort "motherlode" und eine Zahl eingeben und schon hat man diese Zahl als Erspartes zur Verfügung! Das nimmt dem Spiel etwas von seinem Reiz - anderseits lassen sich so Wünsche sofort erfüllen, neue Häuser sofort bauen. Irgendwie auch wie im echten Leben:

Aus der letzten montagsZeitung gelernt

Wie wir aus der letzten montagsZeitung aus den Leserbriefen gelernt haben, kennen einige das Wort, um ohne Arbeit Geld für sich zu generieren. Für mich war diese Erkenntnis ein Schock: Dass Notenbank und Geschäftsbank durch einfache Transaktionen neues Geld herstellen, dass dann ohne weitere Verpflichtung voll der Geschäftsbank gehört.

Bisher war es so, dass die Bank sich bei der Notenbank Geld lieh, Zinsen bezahlte und das Darlehen wieder zurückzahlte. Neu also haben Banken und Notenbank einen Weg gefunden, wie Banken direkt Geld erhalten und als eigenes Geld behalten.

11 Milliarden motherlode

174 Milliarden echtes Geld hat die Schweizerische Nationalbank letztes Jahr "gedruckt" und ausgegeben. Geld das vorher nicht da war und jetzt bei Banken und Finanzinstituten ist, ohne dass sie das Geld, wie bei einem Darlehen, wieder zurückgeben. Gewiss, dafür hat die Nationalbank auch fremdes Geld erhalten - das von anderen Notenbanken ebenfalls frisch "gedruckt" wurde. Ein Nullsummenspiel, wenn es von der einen Notenbank direkt zur anderen ginge, aber dazwischen sind zwei Geschäftsbanken, die einige Prozente erhalten. 11 Milliarden erhielten die Schweizer Banken und Nicht-Banken von der Nationalbank, wie viel die anderen Banken von den anderen Notenbanken erhielten?

Diese Art von Wärungsgsgeschäften sind relativ neu, erst seit der Bankenkrise 2008 so richtig in Schwung gekommen. Daher sind die Bilanzen der Notenbanken unschön aufgebläht und sollten beschönigt werden, indem die Notenbanken einander die Devisen ausgleichen - am besten auch wieder über die Geschäftsbanken, die dann wieder etwas motherlode erhalten. Zuvor aber müssen die 2 x 11 Milliarden noch "verdient" werden, mit Zinsen auf Staatsanleihen, das heisst mit Steuergeldern aus fremden Staaten.

* motherlode bedeutet: Grosse Menge von irgendwas; Jackpot

Am Arsch vorbei

Vielen geht die Politik am Arsch vorbei. Bei der Abzockerinitiative haben 1.6 Mio. Ja, 0.8 Mio. Nein und 2.8 Mio. - also die absolute Mehrheit - überhaupt nicht gestimmt.

Gehen wir davon aus, dass sich von 5.2 Mio. Stimmberechtigten höchstens 2.4 Mio. mit politischen Fragen beschäftigen und sich die Meinungen erstaunlich oft in halb-halb aufteilen, wird ersichtlich, dass 100'000 Unterschriften für ein Volksanliegen heute sehr schwer zu erreichen sind, denn potentiell stehen nur ungefähr eine Million SchweizerInnen Veränderungen positiv gegenüber und von diesen grundsätzlich Veränderungsbereiten müssen mindestens 10 Prozent ein grosses Verlangen danach haben und aktiv werden.

Ein Komitee steht vor der schwierigen Aufgabe, aus 8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz die 2'400'00 Stimmberechtigten zu finden, die überhaupt ihr Recht wahrnehmen und aus diesen wiederum die 1'200'000 zu finden, die Neuem gegenüber aufgeschlossen sind und von diesen noch 10 Prozent veranlassen, aktiv zu werden: Sich das Anliegen anzuschauen, einen Unterschriftenbogen herunterzuladen, auszufüllen und einzusenden.

In einer Klasse der Kantonsschule, die kurz vor dem Abschluss, der Matura steht und viele junge Erwachsene mit Stimmrecht zählt, hat der Wirtschaftslehrer gefragt: "Wer von euch hat schon einmal abgestimmt?" Niemand! Es geht ihnen am Arsch vorbei, was die "Da-oben" machen.

Unsere bestausgebildeten jungen Erwachsenen wissen nach 14 Schuljahren nichts besseres als nichts zu machen - begreifen sich nicht als die Vorgesetzten von denen "Da-oben".

Nach 14 Schuljahren äussern sie keine Wünsche, keine Bedürfnisse für sich und andere, ihr Selbstwertgefühl ist auf Null.

Sie möchten einen Freund, sie möchten eine Stelle, sie möchte eine Wohnung, sie möchten frei sein, sie möchten gleiche Chancen haben, sie möchten Freude und Zuneigung erhalten und geben, sie möchten Erfahrungen sammeln, reisen, sich entfalten, einen Laden eröffnen - aber sie wagen es nicht, das zu fordern. Sie schicken sich in das Joch von denen "Da-oben", akzeptieren, dass sie keine Wohnung haben, stellenlos sind, abhängig von Eltern, ungleiche Chancen haben je nach Herkunft und Vermögen, keine Selbständigkeit erreichen, Freundschaften so schwierig geschlossen und wieder gelöst werden, ganz zu schweigen von einer Schwangerschaft. Sie kommen stumm und autoritätsfürchtig ins Leben.

Bravo Schule, bravo Eltern - genau das was wir "Da-oben" brauchen.

Am Arsch vorbei bedeutet aber, dass es gärt im Innern, das da etwas plötzlich und unaufhaltsam ausbricht - sich an Minderheiten, an Schwächeren entlädt. Und die "Da-oben" reiten geschickt den Furz wie Münchhausen die Kanonenkugel und peitschen die rasende Masse in Krieg und Verderben. So war's 1938 - oder hat Hitler ein gesundes Volk verführt? Nein, er hat den wilden Furz der Unterjochten geritten, gegärt hat er schon lange und eruptiv kommt er immer wieder. Bravo Schule, bravo Eltern - ihr, ihr geht mir am Arsch vorbei und nun, nachdem das geklärt ist, machen wir Politik:

Als erstes stellen wir euer Sprachrohr Radio und Fernsehen ab, als zweites sind alle in der Schweiz ab 9 Jahren stimmberechtigt - also alle Kinder und alle Ausländer. Drittens erhalten Kinder ein ausreichendes Kindergeld* und sind frei, bei wem sie wohnen. Viertens werden eure Schulen geschlossen. Fünftens werden Ehen ohne Kündigungsbestimmungen verboten. Sechstens schaffen wir viele Zwangsgesetze und Sonderrechte ab, insbesondere akzeptieren wir eure Geld-, Währungs- und Wirtschaftspolitik nicht. Siebtens fahren wir einfach Auto. Achtens lösen wir die Verkehrs- und Ordnungspolizei auf. Und so weiter.

Wir werden Fehler machen und daraus lernen, aber wir werden leben, frei leben und ihr auch - mit uns, inmitten von Leben!

* Früher mussten die Alten bei den Eltern wohnen, bis sie es nicht mehr aushielten und die AHV geschaffen wurde - uns geht es genau so: Kinder sind keine Sorgepflicht ihrer Eltern und zu 11 Jahren Schule Verurteilte.

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Kahlil Gibran

Hilfe links, wo ist Links?

Wie ich schon einmal in einer montagsZeitung berichtet habe, kann ich Links und Rechts nicht unterscheiden. Und als Taxifahrer ist das etwas blöd.

Als ich wieder einmal mit einem Fahrgast so spätnachts zickzack durch die Stadt irrte, gestand ich, dass ich grösste Mühe habe Links und Rechts zu unterscheiden. "Sie auch? Stimmt das wirklich?" fragte die Frau plötzlich sehr lebhaft und interessiert. "Ja, das stimmt." "Ich auch, aber jetzt kann ich's" und energisch beugt sie sich von der Rückbank nach vorn. "Strecken Sie beide Hände nach vorn, so! Und spreizen sie beide Daumen zur Seite! Jetzt sehen sie bei der einen Hand ein L und dort ist Links."

"So einfach?" fragte ich verdutzt?" "Ja!" lachte sie und wir hatten grösste Freude an der Heimfahrt und fuhren links und rechts wie Synchronschwimmer. Auf der Rückfahrt betrachtete ich immer wieder meine beiden Hände und das L. Danke lieber Fahrgast, hab vielen Dank!

Eine Woche von der Schokoladenseite ...

... wünschen wir allen, die das Osternest gefunden haben. Die einen sagen, man finde es leichter im Schnee als vor Jahren im Gras ...

Es lohnt sich, über dies und das in unserer Gesellschaft nachzudenken, auch wenn viele sagen: "Da kannst du nichts ändern."

Ich nicht, aber du, ich und ein paar andere natürlich schon. Also macht's gut.

Zu guter Letzt

Der hoffentlich letzte Fernseh-General der Schweiz, Roger de Weck hat überraschend in die Kasse der SRG gegriffen und mehr als 150 Millionen Franken in die Pensionskasse übertragen. Vielleicht will er etwas früher in den Ruhestand ...

Diktatorisch hat er den Happen bereits geschluckt und lässt nachher erst darüber abstimmen ob ja oder nein. [SonntagsZeitung.ch]

Vielleicht schwant ihm böses, weil bald 4'000 bereit sind, die Initiative "Radio/TV - ohne Billag" zu unterstützen.

Das Komitee wartet noch auf die Freigabe der Unterschriftensammlung, dann geht's los. Und Ende 2017 läuft die SRG-Konzession sowieso ab.

"Also am besten mache ich jetzt Schluss", sinniert der General des staatlichen Meinungsmonopols.

02.04.2013

General de Weck hat Angst

hat in die SRG Kasse gegriffen und 150 Millionen rückwirkend per 2012 und ohne Abstimmung der vergoldeten Pensionskasse zugeschanzt, weil der 2. Run gegen die Billag in den nächsten Wochen anläuft.

Er ist nicht blöd, ganz und gar nicht - auch kein Vorbild.

01.04.2013

Sei froh das Du Töchter hast

Hättest Du Jungs müsstest Du Dich mit Patriots rumschlagen. [link]
Gruss

 

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