18. März 2013
Menschen im Zentrum
Leserbriefe
Der Zirkus kommt viermal im Jahr, immer im April.

Schweizerische Nationalbank (SNB)

Am Freitag habe ich mit der SNB telefoniert, bezüglich der Frage, was die SNB mit den 485 Mia. Fremdwährungen macht. Sie legen die fremden Währungen in Staatsanleihen und anderen Anleihen an und diese Anleihen bringen Gewinn (und Währungsrisiko). 4.5 Mia. mehr Gewinn als Währungsverluste.

Die 485 Mia. werden zu 78% in AAA-, zu 17% in AA-Anlagen investiert und kaum in A-Anlagen (2%), 3% oder 14.5 Milliarden in ausländische Firmen, in welche ist geheim.

Allerdings hat die SNB bestätigt, dass Gewinner der Währungsverluste Banken sind, die Kompensation des Währungsverlustes aber von A-Staaten (Deutschland, Dänemark, Finnland, etc.) getragen werden. Also es fliesst Geld (10.6 Mia.) von der SNB zu Geschäftsbanken und 15.1 Mia. von fremden Staaten zur SNB. Für die SNB resultiert daraus ein Gewinn von 4.5 Mia. Franken, für die Geschäftsbanken ein Gewinn von 10.6 Mia. Franken und für die fremden A-Staaten ein Mittelabfluss in die Schweiz von 15.1 Mia. Franken.

Dies ist vereinfacht aufgezeichnet. Die fremden Staaten verschulden sich bei fremden Banken und diese Staatsanleihen werden an der Börse gehandelt und dort von der SNB gekauft. Das heisst, die Staaten bezahlen auch den fremden Banken und der Börse noch Gewinn, nicht nur der SNB.

Griechenland ist in der Kategorie C, Italien, Spanien und Portugal im B, weit weg von irgendwelchen Anleihen.

Das Pumpen der Geschäftsbanken ermöglicht der SNB Geld "in unbegrenzter Höhe" zu schöpfen und beide machen damit Gewinn. Ist eigentlich eine tolle Sache ... oder?

15.1 Mia. Franken würden wir aufgeben, wenn wir in die EU zögen - anderseits wären EU, USA, England, Japan und Kanada um 15.1 Mia. Franken im Jahr entlastet, wenn wir integriert wären - oder würden die Milliarden anderen schenken. Sie scheinen einfach gerne Geld zu verschenken, weiss der Geier warum.

Zypern wird ausgeraubt

5.8 Milliarden

Es reut die EU dann aber doch und irgendwer in der Union muss den Kopf hinhalten. Zur Zeit sind das die Zypern. Alt und Jung, zahlen eine Zwangsabgabe von 6.75 Prozent auf Kontoguthaben und Spareinlagen unter 100'000 Euro und eine Zwangsabgabe von 9.9 Prozent auf höheren Kontoguthaben und Spareinlagen. Damit sollen 5.8 Milliarden eingenommen werden.

Hohe Staatsverschuldung

Begründet wird der Raub mit der hohen Staatsverschuldung im Verhältnis des BIP von Zypern. Zypern erhält erst dann weitere Geldmittel (Kredite), wenn es 5.8 Milliarden Zwangsgelder abführt, die Steuern erhöht und den Bankensektor verkleinert. Mit den neuen Krediten werden die Staatsschulden aber noch höher und mit der gleichen Begründung könnten nun noch und noch Zwangsgelder abgeführt und Kredite zwangserhöht werden.

BIP

Das "Bruttoinlandprodukt" eines privaten Haushaltes, der sich mit Wohneigentum verschuldet hat, ist weit schlechter. Dem Lohn von beispielsweise 100'000 Franken im Jahr, stehen Schulden von vielleicht 400'000 Franken gegenüber. Das einspricht einer "Staatsverschuldung" oder Familienverschuldung von 400 Prozent!

Zypern hat 13.57 Mia Schulden und eine Staatsverschuldung gemessen am BIP von 71,6%. Deutschland, Frankreich sind mit über 80% verschuldet, Irland und Portugal mit über 100%. Italien 120% und Griechenland 165% sind die Rekordhalter in der Union. Zypern soll nun 10 Mia "Rettungs-" Kredit erhalten, insgesamt also 23.57 Mia Schulden haben und damit auch in die Sphäre der Rekordhalter rücken.

400 Prozent sind normal

Warum sind im einen Fall 400 Prozent ganz normal, im andern 165% jenseits? Weil der Schweizer Eigentumsbesitzer zwei Prozent Zinsen auf seinen Schulden bezahlt, Griechenland und Zypern und alle anderen, die nicht als AAA-Gemeinschaften eingestuft sind, bezahlen sehr viele höhere Zinsen.

Jetzt schliessen wir den Kreis

Schweizer Banken pumpen Geld in die Schweiz, die Schweizer Nationalbank schöpft Geld (Franken) in beliebiger Höhe und gibt die dafür eingenommenen Fremdwährungen als Darlehen A-Gemeinschaften, diese bedienen B-Gemeinschaften und B- dann C-Gemeinschaften. Bei C-Gemeinschaften sind Verschuldungen im Verhältnis zum Jahreseinkommen von über 100% bereits problematisch.

Und sehen zwei Probleme

a) Irgendwer (Schweizer Banken) hat durch das Pümpeln Franken in beliebiger Höhe in den Händen, wie der Teufel die Seele. Irgendwann will er etwas dafür, und dann sehen wir heute noch lustigen Schweizer ganz alt aus: Denn es nützt uns nichts, wenn die Schweiz das reichste Land ist, wenn sich der Reichtum bei wenigen ansammelt und der Rest von Armut bedroht ist.

b) Die Zinsen ruinieren C-Gemeinschaften, in der Folge B-Gemeinschaften und letztlich die A-Gemeinschaften.

Solange Gemeinschaften Zins in allen Formen (Hypotheken, Mietzinsen, etc.) nicht rigoros bekämpfen, kommen wir immer tiefer und tiefer in die Hände des Teufels. Und letztlich müssen wir den Mut haben, dem Teufel zu sagen, dass das, was er in den Händen hat, nicht unsere Seele sondern PAPIER ist. Völlig wertloses Papier. Wir leben aus Liebe von Luft, Wasser, Nahrung, brauchen Schuhe, Kleider, Bürsten und Wohnungen und Werkzeuge. Papier auch - zum Schreiben und Zeichnen.

Wilhelm Reich

Womit wir mit dem letzten Satz 'Wir leben aus Liebe ...' aus obigem Artikel bei Wilhelm Reich sind, den wir in der letzten montagsZeitung und am 25. Februar im Artikel 'So lange wir uns lieben' genannt haben.

Vielleicht ist es dir auch schon so ergangen: Beim Lesen eines spannenden Krimis findet sich in einer für die Geschichte unbedeutenden Randszene ein Juwel, eine Weisheit. Und ich empfinde es dann so, als ob der Autor den ganzen Krimi um diese Weisheit gelegt hat. Besonders bei Dick Francis ist mir das aufgefallen und ich freue mich, wenn ich das Geschenk gefunden habe.

Vielleicht ist es etwas verwegen, dann nur das Geschenk zu zeigen. Zu Wilhelm Reich gehört die ganze Psychologie, Soziologie, Biologie und Energetik dazu. Doch zentral war ihm die Liebe, die gesunde, natürliche, physische Liebe. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch intensivere Sexualität (ständige Bereitschaft): Der Mensch ist "tierischer" als das Tier und die sexualärztliche Erfahrung lehrt, dass Sexualunterdrückung krank, pervers oder lüstern macht. Wilhelm Reich, 1949, Die sexuelle Revolution. Die Bücher 'Die Entdeckung des Orgons - die Funktion des Orgasmus', 'Die Entdeckung des Orgons - der Krebs', 'Charakteranalyse' führen weiter in die Krankheitsbilder und Behandlungen.

Das Ziel

Mit dem Artikel 'Sehnsucht' haben wir den gesunden Menschen, die natürliche Sexualität ins Zentrum gesetzt - das Ziel. Viele gelangen ans Ziel, wenn sie wissen, wo es ist - ohne mehr als den Artikel 'Sehnsucht' zu kennen. Und wenige, wenige sind bereits dort. Vielleicht die Frau, 55, die mir im Taxi erzählte, dass sie nie verheiratet war, denn nach vier, fünf Jahren sei die Liebe weg gewesen. Dann war sie traurig und nach der Trauer fand sie die neue Liebe.

Man wirft der Sexualökonomie vor, dass sie die Familie zerstören will. Die Kritiker schwätzen vom "sexuellen Chaos", das die Befreiung der Liebe mit sich brächte. Es kommt darauf an, was man meint. Die wirtschaftliche Unterjochung von Frauen und Kindern soll vernichtet werden. Die autoritäre Unterjochung ebenso. Erst wenn dies verwirklicht ist, wird der Mann seine Frau, die Frau ihren Mann, werden die Kinder die Eltern, und die Eltern die Kinder lieben. Sie werden keinen Grund mehr haben, einander zu HASSEN. Was wir also zerstören wollen, ist der Hass, den die Familie erzeugt, und die "liebevolle" Vergewaltigung. Wenn die familiäre Liebe das grosse menschliche Gut ist, dann muss sie sich beweisen. Wenn ein festgebundener Hund nicht davonläuft, wird ihn niemand allein deshalb für einen treuen Gefährten halten. Kein Vernünftiger wird von Liebe sprechen, wenn ein Mann eine an Armen und Beinen gefesselte, wehrlose Frau beschläft. Keiner, der nicht ein schmieriger Kerl ist, wird stolz auf die Liebe einer Frau sein, die er mit Ernährung oder Machteinfluss erkauft. Kein reinlicher Mensch wird Liebe nehmen, die nicht freiwillig gegeben wird. Die Zwangsmoral der ehelichen Pflicht und der familiären Autorität ist eine Moral von lebensängstlichen Feiglingen und Impotenten, die nicht fähig sind, durch natürliche Liebeskraft zu erleben, was sie sich mit Hilfe der Polizei und des Eherechts vergebens zu verschaffen versuchen. Die Moralisten wollen das ganze Menschengeschlecht in ihre Zwangsjacke stecken, weil sie unfähig sind, die natürliche Sexualität mitanzusehen. Es ärgert sie und macht sie grün, weil sie selber so leben möchten und nicht können. Wir wollen ja niemand zwingen, die familiäre Gemeinschaft aufzugeben, aber wir wollen auch niemand gestatten, den zu zwingen, der sie nicht will. Wer sein Leben lang monogam leben kann und will, der mag es tun; wer es aber nicht kann, wer daran kaputtzugehen droht, soll die Möglichkeit haben, es sich anders einzurichten. Wilhelm Reich, 1949, Die sexuelle Revolution.

Wie schnell doch die Woche, überhaupt die Zeit vergeht

Natürlich kommt der Zirkus nur einmal im Jahr, aber das Jahr geht so schnell, dass man meinen könnte, er komme viermal, alpot ist er da, der Zirkus Knie.

Wir haben die Frage geklärt, was die SNB mit den Fremdwährungen macht. Ungeklärt ist, was die Geschäftsbanken mit den dafür erhaltenen nigelnagelneuen, zins- und schuldfreien Franken machen, die sie mit Währungsgeschäften "verdient" haben. Irgendwann wollen sie von uns Waren und Arbeit dafür haben - mit Zinseszinsen. Für 10.6 Milliarden Franken arbeiten wir lange und für die Zinseszinsen noch viel länger. Das macht schon nachdenklich - finden wir eine Lösung, getrauen wir uns?

Zypern hat 885'000 Einwohnern und lebt vom Tourismus und viel Eigenleistung. Bezeichnend ist, dass die BewohnerInnen kaum Schulden bei  Banken haben und darum könne kein "Cut" bei den zypriotischen Banken, die dem Staat Geld geliehen haben, gemacht werden - die zypriotischen Banken gingen sofort Konkurs, weil sie die vielen Guthaben der BewohnerInnen nicht mehr bezahlen könnten. Darum ist es "vernünftig", gleich die Sparer zu enteignen. Den Banken ist diese Lösung eh viel lieber als ein "griechischer Cut" an ihren Forderungen.

Obwohl die zypriotischen Banken wie die Schweizer Banken Spargelder bis 100'000 garantieren, wird diese Garantie kurzerhand ausser Kraft gesetzt, Geld abgebucht, und dann gilt sie wieder, diese "Garantie"! Unvernünftig ist, wer Geld auf einer Geschäftsbank oder bei der Post hat.

Zypern wäre sofort frei und liquid, wenn die Zyprioten ihrem Staat das Dreifache von dem, was ihnen nun geraubt wird, für 5 Jahre zinsfrei leihen würden.

Auch das könnte man per Dekret zwangsweise verordnen ... aber wer will schon ein fites Zypern und was, wenn diese Lösung Schule machte? Griechenland, Italien, Portugal, Irland, Deutschland, Frankreich, die Schweiz könnten morgen schon frei sein - müssten Banken keine Zinsen mehr bezahlen. Allein der Bund würde 3 Milliarden Franken sparen, könnte also jedes Jahr 22 Gripen kaufen und fortwerfen :)

20.03.2013

Der Staat Zypern ist NICHT bankrott

Die Bank of Cyprus, die Cyprus Popular Bank und die Hellenic Bank sind bankrott. Der Staat ist NICHT bankrott. Der Staat Zypern und die BewohnerInnen können nicht mehr über ihr Geld verfügen - sie alle sind zahlungsunfähig geworden. Jetzt sollen KontoinhaberInnen (darunter auch der Staat) 9.9% ihres Geldes streichen, zusätzlich der Staat sich verschulden, das Geld den drei Banken leihen, damit diese wieder Geld auszahlen.

Der Staat verliert enorm: 9.9% seiner Giroguthaben (Steuergelder, sonstige Einnahmen) plus Rückzahlung mit Zinsen von 10 Milliarden neuen Euros. Und was kann er dafür, dass diese drei Banken bankrott sind? Nichts!

Die neue Variante wird sein, dass der Staat sich mit 16 Milliarden bei der EZB oder Russland verschuldet und dieses Geld den drei Banken leiht. Damit wird die geringe bisherige Staatsschuld (vergleichbar mit der Schweiz) auf 150% hochschnellen.

Wie viel Zins der Staat der EZB oder Russland bezahlt und wie viel er von den drei Banken erhält und wie die Rückzahlungsmodalitäten geregelt und welche Sicherheiten hinterlegt sind, das ist alles offen. Und warum leiht die EZB den drei Banken nicht direkt Geld - eben!

Wegweisend wäre, wenn der Staat den Konkurs über die drei Banken eröffnet und die betroffene Bevölkerung mit Notgeld versorgt.

20.03.2013

Zypern sei Dank !!!

Wir können mit der zypriotischen Erfindung nicht nur Banken ihre Verluste finanzieren sondern auch alles kaufen und sanieren, was wir möchten!

Zu wenig Geld in der IV-Kasse? Kein Problem. Gratis Bahnfahren? Kein Problem. Autobahnen? So viele ihr wollt! Steuern senken? Ja, ja - auf Null!

Der Bundesrat kann täglich die Quote festlegen, um die die Geldkonten gekürzt werden - schwups schon haben wir genügend Geld. Dass uns das nicht früher in den Sinn gekommen ist !!!

20.03.2013

Rekordjahr 2013

2013 dürfte für das Schweizer Bankensystem ein Rekordjahr werden. "Wohin mit dem Ersparten?" fragen sich alle in der EU. In die Schweiz, in die Schweiz, in die Schweiz!

Und wir Schweizer freuen uns, dass es UNS so gut geht, bis wir merken, dass UNS die UBS nichts gibt und wir wie die Zyprioten zu Sklaven des Bankensystems geworden sind.

20.03.2013

Zypern - Schweiz

Wenn dem einen Bankensystem 15.8 Milliarden Euro fehlen und das andere 15.1 Milliarden Franken gewonnen hat, besteht gewiss ein Zusammenhang.

Das Geschwätz von Oligarchen, Russen (-Mafia), das in der Schweizer Presse dauernd ertönt, vernebelt die Spur.zu den wirklichn Zockern.

18.03.2013

Zypern - alles unklar

Erstmals entnehme ich Ihrem Artikel, dass der Staat Zypern gesünder ist als Deutschland und Frankreich. Noch. Denn irgendwie will man den Staat Zypern zwingen, für Verluste einer oder mehrerer privater Banken aufzukommen.

Ab hier wird alles unklar, ich finde nirgends sachliche Informationen, wer mit wem was und warum vereinbaren will.

Das Problem der Zinsen sehe ich genauso. Eine Entschuldung über zinslose Anleihen ist gut.

18.03.2013

Die praktische Anleitung zu einem guten Tag

Geehrte Montagszeitung

Sorry, dass ich bei der Diskussion über die Nationalbank nicht mithalte.

Für mich ist es eine fremde Welt, mit Menschen, welche ich nie kennengelernt habe und nie kennen lernen werde. Es ist eine fremde Welt, in welcher Macht von Generation zu Generation weitergereicht wird, unglaublicher Reichtum, Immunität und Einfluss.

Seit Georg W. Bush Junior zu Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde erstaunt mich nichts mehr.

Zum zweiten Thema:
Bereits in den 60's hatten wir eine Revolution der Flower Power Generation. Seither ist alles gut, was zwei Menschen glücklich macht, solange beide daran Spass haben und es sich innerhalb des rechtlichen Rahmens bewegt.

Und nun zur Anleitung zu einem guten Tag:

Das Naheliegende, wie zum Beispiel in meinem Fall eine Pflanze, welche ich neu gekauft habe oder die drei Blondinen, welche sich in einem freien Zugabteil einfach so zu mir gesetzt haben (war ich verwundert!) das ist toll.

Auch das Wetter, welches bald sonnig ist. Manchmal ein guter Kinofilm oder ein Ausflug ans Meer (wenn man sich es leisten kann.)

Summa summarum die kleinen Dinge des Lebens. An manchen Tagen ist es einfach, an manchen schwerer :).

Gut ist es auch im kleinem Rahmen kleine Konzepte zu machen um zum Beispiel seinen Garten zu pflegen (wen man einen hat) um etwas Schönes zu pflanzen, einen Zitronenbaum als Beispiel.

Der ist auch gut:
[link]

Es grüsst
Ex-Ständeratskanditat
(von Felix Gutzwiler's strahlendem Lächeln verdrängt.)
Phantomas

18.03.2013

Vorschriften und Zwänge

Ich frage mich schon, weshalb wir Menschen uns in Zwangsjacken stecken lassen, uns ständig wachsenden Begrenzungen beugen, nur damit die Moralvorstellungen einer Minderheit befriedigt sind. Diese Menschen sind für mich exzellente Schauspieler. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen, zeigt sich das wahre Ausmass der sexuellen Enthaltung. Da möchte ich gerne auf unsere römisch kath. Kirche hinweisen, die uns vorschreiben will, wie wir unser Leben zu gestalten haben. Monogam, als ständig reuige Sünder, denen sowieso nie vergeben wird, auch wenn sie im wöchentlichen Rhythmus zur Beichte gehen und danach im Gebet bereuen. Nun stellte sich heraus, dass auch das Priestergewand und die Weihe nicht halt vor sexuellen Bedürfnissen macht. Dennoch wird den Gläubigen weiterhin das gleiche, frömmige Getue untergejubelt. Ja, sind wir den blind, hören wir nicht hin, oder wollen wir es einfach nicht wahr haben. Der Mensch ist von Gott als lustvolles Wesen mit den Sexualhormonen ausgestattet worden. Jedwede Unterdrückung macht krank und führt über kurz oder lang zur Not und danach...,
das kennen wir aus zahlreichen Berichten in den Medien. Dennoch standen letzte Woche abertausende Christen auf dem heiligen Platz im Vatikan und noch mehr Menschen verfolgten die Wahl des obersten "Bosses" der katholischen Kirche geradezu gebannt vor dem Fernseher. Ein Medienspektakel sondergleichen. Es bleibt zu hoffen, dass der neue "Papa" sich Zeit nimmt, die Vatileaks-Affaire gründlich zu studieren und einen Frühlingsputz vornimmt. Es ist jetzt wirklich, wirklich Zeit, die Lügengebilde einstürzen zu lassen und Reformen vorzunehmen.

 

montagsZeitung der Vorwoche >