Wie ich aus den Nachrichten vernommen habe, beschäftigt sich das Parlament momentan mit dem Verwaltungsablauf und den Unterschriftenkontrollen bei Initiativen und Referenden.
Ich habe mich ebenfalls damit auseinandergesetzt und möchte einen einfachen Vorschlag unterbreiten, der unsere Demokratie gleichzeitig massiv lebendiger gestalten würde:
Initiativ- und Referendumskomitees können für ihr Begehren von der Bundeskanzlei einen Unterschriftszettel für eine Unterschrift erstellen und einmalig einer Ausgabe von Wahl- und Abstimmungsunterlagen beilegen lassen. Wird der Unterschriftszettel vom Stimmberechtigten vollständig und zusammen mit den Wahl- und Abstimmungszetteln eingereicht, wird er von der Gemeinde dem Komitee als gültige Unterschrift zugestellt.
Dank diesem Vorgehen entfällt die Überprüfung der Unterschriften – und die Demokratie wird wieder belebt.
Der Motion von Dominique de Buman, Nationalrat CVP hat der Nationalrat und der Ständerat zugestimmt: Wegwerf-Säckli sollen verboten werden. Wohin soll die 'Demokratur' noch führen: Minarette verboten, Rauchen verboten, Schulzwang, Fernsehzwang, Helmpflicht, Militärpflicht, Anschnallzwang, Alkoholverbot im Stadion, Glühlampenverbot, Blumenpflückverbot. Bald folgen: Bierverbot, Weinverbot, Schoggiverbot, Zuckerverbot, Weissmehlverbot, Fleischverbot, Barfuss-, Tattoo- und Piercingverbot, Impfzwang, Kleidervorschriften Winterzeit und Sommerzeit, Sonntagsfahrverbot, Früchte-, Gemüse- und Salatpflicht, Fitnesspflicht, Drei-mal-täglich-Zahnputzpflicht, Staatskultur-Besuchspflicht, Staatszeitung- und Empfohlenebücher-Lesepflicht, Stimm- und Singzwang, Maltherapie-, Psychoanalyse-, Vorsorgeuntersuchungs-, Mützen- und Sonnenschutzfaktor-30-pflicht - Tausende von Paragraphen mit Abgaben, Gebühren, Verboten und Bussen. Schleichend wird eine Diktatur der wechselnden Mehrheiten errichtet – die Freiheit wird immer beschränkter. Wäre es nicht vernünftiger nur einen einzigen Artikel in der Bundesverfassung zu verankern:
BV Art. 1 Dör i das?
1. IN DER SCHWEIZ DÜRFEN SIE NICHTS!
2. Ausnahmen regelt der Staat. Ausnahmen sind gebührenpflichtig.
Im Nationalrat haben einzig die FDP geschlossen und eine Mehrheit innerhalb der SVP und der BDP gegen das Wegwerf-Säckli-Verbot gestimmt. Wer im Ständerat dafür war, ist noch immer geheim.
Ich will in einem freien Land leben, mit einem schlanken Staat, der sich für Gleichheit und Wohlfahrt einsetzt und sonst nichts tut. „Übe das Nichttun und es wird Ordnung einkehren.“ Laotse.

Weihnachtsmarkt, Werner Bösch, 1952 in Bregenz geboren, verheiratet 3 Kinder, wohnhaft in Hard am Bodensee.
DER VIERZIGJÄHRIGE befährt seit zwölf Jahren die Autobuslinie. Als er jetzt nach Hause geht, denkt er, dass die Schuld an seinem Unglück ein anderer trägt. Nicht er. Wenn er auch nicht mit Sicherheit weiss, wer ihn in die zwölfjährige Tortur hineingetrieben hat, so stösst er doch ein Schimpfwort gegen den Betreffenden aus. Er biegt um die Ecke, wo der Holunderbusch die Blätter abwirft. Natürlich sieht er das gar nicht. Er hat eine abgewetzte Aktentasche unter den Arm geklemmt, in welcher er die zwölf Jahre täglich, ausser Sonntag, die Urlaube abgerechnet, seine Jause verwahrt hat. Meistens isst er sie gar nicht. Sie wird von den Kindern gegessen, wenn er nach Hause kommt. An der Stelle, wo der Weg den Blick auf das Haus öffnet, in dem er mit seiner Familie wohnt, blickt er zum erstenmal auf. Er stellt sich vor, dass seine Frau das Essen auf den Tisch stellt und dass sie die Kinder zu Bett bringt. Er sieht plötzlich, wie seine Frau die Bluse auszieht und sie über die Sessellehne legt. Sie nimmt vom Herd eine Schale Kaffee, bröckelt Weissbrot hinein und löffelt sie aus. Jetzt friert ihn und er macht kehrt und geht den Weg, den er gerade gekommen ist, zurück. Er geht durch den Wald und legt sich mit seiner Geliebten, die ein einstöckiges Haus mit einem Gemüsegarten besitzt, ins Bett. Seine Frau sagt zu diesem Zeitpunkt zu den Kindern: still sein, sonst bringt das Christkind keine Geschenke.
Von Thomas Bernhard (* 9. Februar 1931 in Heerlen, Niederlande; † 12. Februar 1989 in Gmunden, Österreich) war ein österreichischer Schriftsteller. Er zählt international zu den bedeutendsten österreichischen Autoren.
Auf der Seite zur Initiative 'Empfangsgebühren freiwillig' soldiarische.ch/billag wird ein freiwilliger Empfangsbeitrag für Radio/Fernsehen von 375 Franken vorgeschlagen, statt einen Zwangsgebühr von 462 Franken. 375 Franken kostet zum Beispiel ein Jahresabonnement für das Tagblatt. Das Tagblatt ist regional verwurzelt und bietet seine Nachrichten ebenfalls im Internet oder sogar als e-Paper an.
Wir werden erleben, dass das Medienangebot immer näher zusammenrückt. Vielleicht werden die Printausgaben bald nur noch wöchentlich als Wochenmagazin in die Haushalte verteilt und die täglichen Meldungen als Newsticker auf dem Bildschirm, Smartphones und E-Books erscheinen. Bereits heute kann jedermann bei der Bundesverwaltung sich zusammenstellen, von welcher Verwaltung er öffentliche Mitteilungen per Mail erhalten will und ob er diese Mitteilungen sofort oder am Abend gesammelt lesen will.
So erhalten wir täglich um 21 Uhr ein Mail mit dem Titel und dem Link aller öffentlichen Mitteilungen. Eine solche individuelle Dienstleistung könnte das Tagblatt für die Sparten Ausland, Inland, Region, Stadt, Wetter, Sport, Veranstaltungen leicht erstellen und jede/r könnte 'sein' Tagblatt zusammenstellen. In einem Wochenmagazin würden Hintergrundberichte publiziert, die tiefer gehen als die schnellen Tagesmeldungen. Vom Wochenmagazin zum Buch ist's ein kleiner Schritt und diese Grundlagen würden sehr zu einer offenen Meinungsbildung beitragen.
Siehe auch Artikel: 'Rosinen-Kuchen im Backofen - Physik-Nobelpreis 2011' in der montagsZeitung der Vorwoche
1) Nach Einstein wird die Zeit immer langsamer je schneller die Bewegung, und Lichtgeschwindigkeit c ist die schnellst-mögliche physikalische Bewegung. Bewegt sich etwas mit Lichtgeschwindigkeit c gibt es für dieses etwas keine Zeit mehr.
2) Alles unterhalb von c ist vierdimensional, 3 räumlich plus Zeit
3) Und alles auf-in c ist fünfdimensional (die fünfte Dimension - wiederum Zeit - ist nur noch relativ zu c, c selbst ist ohne Zeit)
Daraus folgt: c (zeitlos/unendlich) und der vierdimensionale Mensch (vergänglich/endlich) sind zwei verschiedene Dinge. Auch wenn es uns das Denken zerreisst: Einen Urknall kann es nie gegeben haben!
CERN können wir uns sparen, es kostet gleich viel im Jahr wie SRG. Wer will darf natürlich beide freiwillig unterstützen. Ist es bezeichnend, dass ausschliesslich erfolglose Projekte vom Volk bezahlt werden? Sind wir dumm?
Wenn aber die Planeten um die Sonne nichts Einmaliges sind, sind wir Planetenbewohner vielleicht auch nichts Einmaliges? Vielleicht ist unsere Milchstrassensystem erfüllt von Planeten, bewohnt von Lebewesen, die auf einer ähnlichen, einer früheren oder einer späteren Entwicklungsstufe stehen. Sind wir alleine in der Galaxis, oder gibt es ausser uns Lebewesen, mit denen wir in Verbindung treten können?
Nehmen wir an, es gäbe dort wirklich Lebewesen mit einer technischen Entwicklung wie der unsrigen. Würden wir dann deren Sender überhaupt wahrnehmen können? Drei Monate lang wurden die Sterne Tau Ceti und Epsilon Eridani mit einem Radioteleskop abgehorcht, aber es liessen sich keine Signale vernehmen. Das war das Ende des Projektes OZMA – nach dem Fabelland Oz benannt.
Senden wir systematisch Botschaften zu anderen Sternen? Wenn man von einer kurzen gezielten Sendung am 16. November 1974 absieht, ist noch nicht viel geschehen. Damals schickte man von Puerto Rico eine Drei-Minuten-Nachricht hinaus. Man schickte die Nachricht zu einem Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules. Dort, wo die Sterne recht eng beieinanderstehen, kann man mit einer einzigen Sendung die Planeten von 300'000 Sonnen versorgen. In 24'000 Jahren wird die Nachricht ankommen. Wenn dann ein Lebewesen mit einem hinreichend grossen Radioteleskop gerade während der richtigen drei Minuten in unsere Richtung horcht, wird es unsere 3-Minuten-Botschaft erhalten; das ist beliebig unwahrscheinlich.
Nach Rudolf Kippenhahn, 1980
17.12.2012
Allmorgendlich der Gang zum Briefkasten, das TAGBLATT holen, Kaffee ist fertig und die neuste Ausgabe lesen.
Wie viel Informationen erhalte ich hier für 375 Franken im Jahr. Informationen, die mir etwas nützen, vor allem im Regionalteil. Dazu Stellenbörse, Wohnungsmarkt, Veranstaltungen, Angebote, Neuerscheinungen, etc.
Dann gibt es noch 20min. Diese Zeitung ist gratis und ist tatsächlich in 20 Minuten gelesen. Aber auch sie hat noch weit mehr Informationen als ich dem Fernseher entnehmen und behalten kann.
Ich schlafe regelmässig vor dem Fernseher ein. 462 Franken im Jahr ist das nicht wert. Dass der Fernseher läuft ist eine Angewohnheit, eine Marotte von uns.
17.12.2012
ZUM WUNDERBAREN VORSCHLAG - Unterschriftensammlung via Abstimmungsprozess !!!