Das „Scherbengericht“ war in der griechischen Antike, vor allem in Athen, ein Verfahren, zu mächtige Bürger aus der Stadt zu entfernen. Bruchstücke von Tongefässen wurden als „Stimmzettel“ verwendet wurden. Die Teilnehmer ritzten in die Scherben Namen von zu mächtigen Personen ein; nach der Wahl wurde die meistgenannte Person für zehn Jahre verbannt. Der Verbannte durfte seinen Besitz behalten.
Ähnliche Verfahren gab es auch in anderen griechischen Städten; in Syrakus benutzte man statt der Scherben Olivenbaumblätter.
Ginge es uns nicht besser, wenn wir diejenige für eine Zeit ausschliessen, die zu mächtig geworden sind? Welche zu mächtigen Personen verbannen wir für Jahre aus dem Land?
Die Glencore International AG ist die weltweit grösste im Rohstoffhandel tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Baar und umsatzmässig nach Vitol (in Genf) das zweitgrösste Unternehmen der Schweiz. Der Konzern befand sich bis Mai 2011 vollständig im Privatbesitz. In Zug haben die Aktionäre des Konzernriesen Glencore und die Aktionäre des Bergbaukonzerns Xstrata (in Zug) einer Fusion zugestimmt und damit einen der grössten Rohstoff- und Minenkonzerne der Welt geschaffen.
Vitol, Glencore, Syngenta (ex Novartis) noch nie von ihnen gehört? Sie arbeiten im Hintergrund, wenn Ölinteressen im Spiel sind, wenn Kriege geführt werden, Minenarbeiter stöhnen, Landwirte aufgeben, Menschen hungern. Wem gehört Vitol, Glencore, Syngenta und Nestlé? Wem? Wer ist es? Ich schreibe diesen Namen auf meine Scherbe.
1789 war die Französische Revolution. 50 Jahre später, unter Napoleon III., wurde Liberté, Egalité, Fraternité nachträglich zur Parole der Französischen Revolution erklärt. Louis Napoléon III, sein Vater war der Bruder von Napoléon I, hat einen Grossteil seiner Jugend abwechselnd in der Schweiz auf Schloss Arenenberg in Salenstein am Untersee im Kanton Thurgau, auf dem Anwesen Seeheim bei Konstanz am Bodensee und in Augsburg verbracht. Er war von 1848 bis 1852 französischer Staatspräsident und von 1852 bis 1870 als Napoleon III. Kaiser der Franzosen.
Fraternité - Brüderlichkeit würde man heute treffender mit Geborgenheit übersetzen. Und die Parole Freiheit, Gleichheit, Geborgenheit ist heute so aktuell wie vor 223 Jahren. Wir wollen frei sein, alle sollen gleich lange Spiesse haben, und es soll uns wohl sein in der Gemeinschaft. Zwangsgebühren und überbordende Vorschriften; Vorteilsrechte für Konzerne (Banken, Versicherungen, Patente, Urheberrechte) und unsoziale Steuern (MwSt); Arme und von Armut Betroffene - darf es nicht geben.
Die reichsten 300 SchweizerInnen verfügen über ein Vermögen von 512 000 000 000 Franken. Wir müssen den Mut haben, diese einzubremsen - einen Teil des gigantischen Vermögens einzufordern und denen bedingungslos ausgeben, die weniger als das Existenzminimum haben. 8 Millionen Menschen in der Schweiz sind begeistert: 300 sehr sehr Reiche, die Reichsten des Landes geben 10% ihres Vermögens jährlich den Ärmsten. Wir verlangen das, auch wenn diese 300 mit Auswanderung drohen: Die griechischen Städte der Antike hatten ihre wohlüberlegten Gründe, ein Scherbengericht einzuführen - es dient der Gleichheit und der Geborgenheit und garantiert damit die Freiheit.
SOS diskutiert dieses Thema online unter Projekten in Arbeit 'Garantiertes Grundeinkommen'. [Link]
"S'ging dene besser..." Mani Matter ist am 24. November 1972 im Alter von 36 Jahren gestorben. Er war verheiratet und hatte drei Kinder.
Der Film "Afrika - Der ausgeraubte Kontinent" deckt die undurchsichtigen und inhumanen Geschäftspraktiken von Ivan Glasenberg und seinen Geschäftspartnern auf, beleuchtet die Hintergründe und Zusammenhänge, die dazu führten, dass der Grosskonzern "Glencore" diese wirtschaftliche Macht erringen konnte. Diese Dokumentation von Christoffer Guldbrandsen zeigt, wie ein Staat erpresst wird und die Bevölkerung von Sambia hungern muss, damit die Menschen im reichen Rüschlikon weiterhin in einem Finanzparadies leben können.
Rüschlikon ist ein idyllisches Dorf in der Schweiz, im Kanton Zürich. Die Bewohner führen dort ein geruhsames Leben ohne Stress und Hektik. Hier ist die Welt noch in Ordnung, Hunger und Armut sind nahezu unbekannt. Und Arbeitslosigkeit und soziale Probleme eher eine Seltenheit. Der Wohlstand der Gemeinde wurde durch den Zuzug von Ivan Glasenberg enorm vermehrt. Denn Ivan Glasenberg ist nicht irgendjemand. Er ist Geschäftsführer des Rohstoffgiganten "Glencore". Sein Konzern machte 2011 einen Nettoumsatz von 9,6 Milliarden Dollar. Das immense Steueraufkommen von Neubürger Glasenberg spülte Millionen von Dollar in die Kassen der Finanzbehörden in Rüschlikon, so dass sich der Bürgermeister gezwungen sah, den Steuersatz im Dorf drastisch zu senken. "Man hätte ja viel zu viel Geld, man könne das ja gar nicht alles ausgeben", stellte Bernard Elsener fest.
Aber woher kommt der immense Reichtum von Herrn Glasenberg? Ein Blick nach Sambia bringt Licht in das finanzielle Dickicht der vielschichtigen Steuermanipulationen. Sambia ist reich an Bodenschätzen und hat das weltweit drittgrösste Kupfervorkommen. Aber die Bürger in Sambia bekommen von den hohen Erträgen aus ihren in internationalem Besitz befindlichen Kupferminen nichts zu sehen. Sie leben in grösster Armut: 60 Prozent der Bevölkerung stehen weniger als ein Dollar pro Tag zur Verfügung und etwa 80 Prozent haben keine Arbeit. Wie ist so etwas möglich?
Ein Blick zurück in das Jahr 2000 gibt Aufschluss: Als die Kupferpreise auf dem Weltmarkt am Boden lagen, und die Rettungsaktion durch die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds scheiterten, drohte Sambia der Untergang. Der fast bankrotte Staat musste in die unmoralischen Kredit-Bedingungen einwilligen, die den Verkauf der Kupferminen verlangten, um nicht total unterzugehen. Diese Bedingungen fügten Sambia herbe Verluste zu.
"2006 lag der gesamte Wert der sambischen Exporte bei drei Milliarden Dollar", erklärt die ehemalige Untersuchungsrichterin und Europapolitikerin Eva Joly. "Die Steuereinnahmen, die Sambia davon zurückbekommen hat, betrugen jedoch nur 50 Millionen Dollar." Als die Kupferpreise auf dem Weltmarkt dann wieder anstiegen, konnte Sambia, von dem sensationellen Preisanstieg von über 350 Prozent nicht mehr profitieren.
Fraglich bleibt letztendlich, wer die moralische Verantwortung für solches Geschäftsgebaren trägt. ORF / Arte-Bericht "Afrika - der ausgeraubte Kontinent" [Link]
Die Leute sind entsetzlich überflutet!
Auf den offenen SOS Diskussionsseiten diskutiert eine Handvoll :) SOS befürchtete, es seien viele und es gibt ein Riesendurcheinander. Nein, es geht ganz gemächlich, man könnte die Diskussion auch als Briefkorrespondenz führen ...
Wir haben ein weites Feld vor uns und es ist schön, in dieses unberührte Weiss Spuren zu ziehen. Die Vorschläge, die Spuren sind sehr überlegt.
Über hundert Neue tragen sich täglich als Starterinnen und Starter zum 2. Run mit der Initiative 'Empfangsgebühren freiwillig' ein. Manchmal schnurrt der Zähler wie die Zahlen an der Benzinzapfsäule! Das gibt einen Hit! Bitte unbedingt weiter sagen oder Freundinnen und Kollegen gleich eintragen. Sie erhalten dann ebenfalls eine E-Mail, damit sie den Start der Initiaitve nicht verpassen!
Es wäre toll, wenn wir beim Start im Februar 2013 bereits 100'000 Start-Adressen hätten! [Link]
PS: Im Inserat des Komitees wird die Anzahl der StarterInnen live angezeigt!
03.12.2012
10 Prozent davon sind 51 200 000 000 verteilt auf 1 000 000 von Armut Betroffene ergäbe für jeden Haushalt 51'200 Franken im Jahr oder 4'200 Franken im Monat zusätzlich.
Es gäbe keine Armut mehr in der Schweiz, wenn die reichsten 300 Reichen eine Scherbensteuer von 10% p.a abgeben. Ja, es bliebe noch Geld in der Scherbenkasse übrig.
Wenn die 300 reichsten Reichen nur 10% ihres immensen Vermögens abgeben, bis sie nicht mehr zu den 300 reichsten Reichen zählen, wären 1000000 Haushalte ohne Sorgen. Allen wäre es wohl - auch den 300!
Ein sehr schöner Gedanke, dem wir nachgehen müssen.