26. November 2012
Menschen im Zentrum
Leserbriefe

Klassizismus (1770 - 1840)

Ab den 1790er Jahren galt der Klassizismus als der „Stil der Revolution“, vor allem in der Architektur, wo wuchtige Formen bevorzugt werden. Mit der Vereinnahmung der Revolution durch Napoleon Bonaparte kommt es dann zum dekorativeren Empirestil, der sich mit der Herrschaft des Kaisers über ganz Westeuropa ausbreitet. Auch Jacques-Louis David, der Begründer des Klassizismus in der Malerei, wird zum Anhänger der Revolution und dann Hofmaler Napoleons.

In Grossbritannien fasst man diese Zeit als Regency zusammen (nach der Herrschaft des Prinzregenten und künftigen Königs Georg IV.). Hofmaler des Königs und wichtiger Repräsentant dieser Epoche war Sir Joshua Reynolds, von dem obiges Bild stammt.

Sonnenkollektoren - Remishueb St. Gallen

In unserer Überbauung haben die GenossenschafterInnen beschlossen, die Dächer mit Photovoltaik-Anlagen zu versehen. Das wird eine Supersache und amortisiert sich innerhalb von 10 Jahren. Trotz intensiver Prüfung könnten wir keinen Haken erkennen, selbst die Entsorgung nach über 25, 30 Jahren wurde geprüft. Alles einwandfrei. Der Einspeisungspreis wird von den Stadtwerken St. Gallen während 13 Jahren mit 30 Rappen / Kilowatt garantiert.

Unsere Dächer sind nach Osten und Westen ausgerichtet. Optimal wäre natürlich eine südliche Ausrichtung mit einem 45°-Dach. Doch ist das wirklich so optimal, denn wenn alle das täten, hätten wir um Mittag ein Maximum an Strom aber schon bald nichts mehr, weil die Sonne weiter wandert. Und dann kommt sie optimal auf unsere Dächer, die bis weit in den Abend hinein Strom liefern. Also auch optimal und die hintere Seite, die nach Osten, könnte bereits am frühen Morgen Strom liefern.

Die Photovoltaik-Anlage kommt aber vorerst auf die Westseite, die Ostseite ergäbe 10% weniger Strom. Trotzdem werden wir die Leitungen und Zwischenstationen bereits jetzt so dimensionieren und absichern, dass wir auch die Ostdächer erschliessen könnten, ohne die Installation neu erstellen zu müssen.

Das Projekt wird von allen GenossenschafterInnen unterstützt und von einigen sehr engagiert begleitet, ihnen können wir nur danken und das möchten wir ganz herzlich hier tun!

Start nicht verpassen - Empfangsgebühren freiwillig

Ich erhalte viele Mails, die cc noch an andere gehen. An diese cc, mit denen ich über Ecken irgendwie doch verbunden bin, habe ich das Bestätigungsmail, dass ich als 53. Start-Empfänger meine E-Mail-Adresse hinterlegt habe, weitergeleitet.

Daraus hat sich bei einigen ein lustiges Hin (wer bist Du?) und Her (... und Du?) ergeben. Es macht richtig Spass, die bisher unbekannten Bekannten eines Bekannten kennen zu lernen. Viele sind begeistert von der Initiative, von der sie noch gar nie etwas gehört haben. Einer von Hundert hat sich furchtbar aufgeregt  - er arbeite nämlich bei diesem Service public. Eieiei, da habe ich den Falschen erwischt, kann passieren ;)

Links und rechts

Ich habe ein Handicap, seit Geburt. Ich kann links und rechts nicht auseinanderhalten. Es ist völlig sinnlos, mir zuzurufen: "Achtung links!" Ich habe keine Ahnung von wo Gefahr droht, springe aber sofort auf die Seite, meistens auf die falsche. Ich war auch einmal Taxifahrer und wenn ich das gewünschte Ziel nicht kannte, dirigierte mich der Fahrgast durch die Strassen. Irgendwann kamen wir auch an! Am besten ging es, wenn der Fahrgast wie ein Velofahrer mit den Armen Zeichen gab. Oder wenn er das gleiche Handicap hat. Einer sagte munter links, rechts und rechts und ich fuhr rechts, rechts und links oder so - et voilà schon waren wir am Ziel. Wir waren beide etwas erstaunt und gestanden lachend, dass wir wahrscheinlich die falsche Richtung angegeben, nein doch, gefahren sind.

Hopper - Elektro-Scooter-Taxi

Der Artikel "Wir sind erwachsen" in der letzten montagsZeitung hat mich animiert, für mehr Lebensfreude zu werben, auch wenn es mal eine Beule mehr gibt!

Für nur 2,50 Euro Pauschalgebühr pro Fahrt können in Amsterdam seit Anfang Oktober elektrische Scooter mit Fahrer gebucht werden. Hopper heisst die Firma, die seit Anfang Oktober in Amsterdam den Betrieb aufgenommen hat – und so heissen auch die Roller.

100 von den knallgrünen E-Scootern sind in Amsterdam Center und South unterwegs und können einfach per Telefon oder online gerufen werden. Sieht man von Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr einen freien Hopper, kann der auch einfach per Handzeichen gestoppt werden. 25 km/h fahren die elektrischen Scooter bei einer Reichweite von 130 Km mit einer Akkuladung – emissionslos, leise und schneller als Autos und Taxis in Amsterdam.

Alle E-Scooter sind mit einem speziellen TomTom Navi ausgestattet, das auf einem Samsung SmartPhone installiert einfach in das Cockpit des Scooters eingeklickt wird. Eine App soll auch bald erhältlich sein und dann kann jeder rasch auf seinem SmartPhone nachschauen, wo der nächsten Hopper ist, und den Fahrer direkt kontaktieren.

Alleine mit 2.50 Euro für eine Fahrt wäre der Betrieb kaum rentabel. Am Heck der Scooter sind Tablet-Screens verbaut, die für mobile Werbung genutzt werden, und die City Amsterdam beteiligt sich ebenfalls an den Kosten. Hopper will im nächsten Jahr in den vier grössten Städten des Landes Filialen eröffnen und in zwei Jahren in den 32 grössten Städten Hollands präsent zu sein.

In der Schweiz können wir das wohl nicht anbieten. HELM-ZWANG. Wir freie SchweizerInnen machen uns selber das Leben schwer - und gebt nicht den Politikern Schuld - wir können nämlich alles ändern, was Politiker uns einbrocken.

Empfangsgebühren freiwillig - Homepage verbessert

Auf der Homepage der Initiative "Empfangsgebühren freiwillig" haben wir auf der ersten Seite ein Eingabefeld eingebaut: 2. Run im Februar 2013 - Start nicht verpassen! Hier kann die E-Mail-Adresse hinterlegt werden um gleich beim Start des zweiten Sammel-Laufs dabei zu sein. Am Mittwoch haben sich gleich 62 StarterInnen eingetragen!

Aber die Initiative hat nur eine Chance, wenn ihr davon erzählt. Stell dich neben den Nachbarn, wipp auf den Zehen, Bauch nach vorne und sag:

"Fernsehluege isch freiwillig."
"Ja sicher!"
"Dänn zahl ich au kei Empfangsgebühre."

Genève fragt, ob wir Hilfe brauchen können

Wir haben eine Anfrage aus Genf erhalten, ob wir Hilfe benötigen können. Ja sicher!!! Jetzt klären wir ab, ob wir eine französische Version der Homepage machen, die dann von der Groupe Genève betreut wird!

Nous lancerons une deuxième ruée avec le même désir "Empfangsgebühren freiwillig (Redevance de réception volontaire)". La deuxième ruée de récolte de signatures commencera en février 2013.

Projektseiten für alle offen

Auf Vorschlag von Werner haben wir die Projektseiten geöffnet, so dass auch Nichtmitglieder Vorschläge machen können. Werner hat recht, wir müssen eine offene Organisation sein: Wer SOS finanziell unterstützen will kann das, das Geld ist aber nicht Bedingung, um einen Vorschlag einzubringen. Der Vorstand hat diesen Vorschlag sehr begrüsst und auf dem Webserver sind die Einschränkungen bereits entfernt.

Im Projekt "Geld- und Währungspolitik" hat die Projektgruppe intensiv gearbeitet und ein sehr schönes Ergebnis erzielt, das nun von externen Experten geprüft wird.

Zwingli

Wir haben eine Mail erhalten: "Ich werde die Montagszeitung, trotz einigen Artikeln die ich interessant fand, wohl auch zukünftig nicht lesen. Ich finde es nämlich schräg, dass ich als Untertitel zwar 'Menschen stehen im Zentrum' lese, die Menschen, die für die Seite und die Texte verantwortlich sind, aber nicht auffindbar sind. (Gibt es kein Impressum?)"

Genau, wir nennen keine Autoren, wir schützen sie! Schreibt X über die Landwirtschaft, wird sofort X angegriffen, ohne über die Sache nachzudenken. Noch Jahre später wird ihm der Artikel vorgeworfen. Es reicht, wenn der Redakteur hin und wieder den Kopf hinhalten muss. Wir haben aber in der montagsZeitung neu ein Impressum angelegt, damit die Zeitungsverantwortlichen angesprochen werden können. Vielen Dank für die wertvolle Kritik.

Nach den letzten drei Ausgaben ohne Fotos fragten uns Leser, ob wir einen neuen zwinglianischen Zeitungsstil haben - Bilder raus, Farben raus, Orgel raus: Es zählt das Wort. Aber auch in der reformiertesten Zeit sei immerhin einer im schwarzen Talar vorne hin und her gegangen. Und ohne diesen, alleine mit dem Wort, wären die anderen mit der Zeit wohl auch nicht mehr erschienen. Da mussten wir lachen! Nein, auf keinen Fall ohne Bilder und ohne Leser!

30.11.2012

Hopper - Elektro-Scooter-Taxi

Heute, bei so viel Schnee, haben die Scooter-Taxi-FahrerInnen sicher frei :)

26.11.2012

Ein wunderbares Bild

Untying kann mit aufschnüren, lösen übersetzt werden. Ich bin ganz hin, wie mich die Venus anschaut. Wenn sie in meinem Taxi wäre, hätte ich auch keine Ahnung mehr, was oben und unten ist.

26.11.2012

Klassiker

Wunderbar, dass die MontagsZeitung wieder ein Titelbild hat! Das Werk von Reynolds heisst übrigens: "Cupid Untying the Zone of Venus" und zeigt die Göttin Venus und den Engel Amor (Cupido).

Ich musste lachen, ob der links-rechts-Geschichte. Ist dies wirklich eine anerkannte "Behinderung"? Es gibt einige Leute, die tatsächlich damit grosse Mühe haben, auch in meinem Bekanntenkreis. Ich pflege als Beifahrer im Auto dann jeweils entsetzt zu rufen: "Nicht dieses, sondern das andere Links!"

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