Ist dir eigentlich bewusst, dass du nichts in den Himmel mitnehmen kannst? Wir kommen mit nichts zur Welt und gehen mit nichts aus ihr. Dazwischen streiten wir um Eigentum: Mein Spielzeug, mein Freund etc. Ein Verhalten, das uns nicht angeboren, sondern anerzogen ist. Von Geburt an kennen wir die Empathie (das Mitfühlen) und unterdrücken sie nach und nach schnell.
Es gibt kein Eigentum im Himmel, und wenn wir den Himmel auf Erden möchten, dann gibt es auch kein Eigentum auf Erden, weder staatliches noch unternehmerisches noch privates Eigentum.
Nun gut, der Liebegott hatte Erbarmen mit den westlichen Menschen und erlaubte es ihnen, Geld in den Himmel mitzunehmen. Wie waren die Westengel glücklich! Endlich konnten sie sich für himmlische Dienstleistungen und Manna bedanken! Das Leben auf Erden, das Sparen und Wuchern, machte plötzlich Sinn! Endlich erhielten sie für ihr irdisches Tun himmlische Vorteile!
Die Vatikanbank und, das sei leider geklagt, auch die Islambank haben Verbindungen zu himmlischen Konten und auf ewige Zeiten fliessen Mittel von der Erde an den Himmel, damit es den Westengeln an nichts mangelt.
Schon haben die Mächtigen unter den Engeln purpurene Schleifen und sind etwas irritiert, dass auch andere, die nicht zu ihrer Schicht zählen, purpurene Schleifen haben. Sie kaufen sich dicke, bequeme Wolken, doch auch andere haben dicke, bequeme Wolken. Nur auf den besten Harfen spielen sie, doch andere haben auch beste Harfen. Manna kaufen sie, viel mehr als alle anderen - endlich mehr -, doch auch alle anderen haben so viel, wie sie wollen.
Erbost gehen sie zum Liebgott und rufen, was das solle! Ihr Geld habe ja gar keinen Wert, wenn andere alles auch bekommen!
"Ja", sagt der Liebegott.
"Hört doch auf mit dem Rechnen, das bringt doch nichts", sagt unsere Kleinste (15) und die Mittlere (18) pflichtet ihr bei und sagt: "Wenn jeder das nur nimmt, was er braucht, bräuchten wir kein Geld." Wenn wir dem noch beifügen, dass das Geben seeliger ist als das Nehmen, ist das neue System perfekt.
Und so traurig die Umstände sind: Genau das machen Menschen, wenn ihr Land von Krieg zerstört ist und keine Staatsgewalt funktioniert: Sie geben und nehmen, sie sorgen füreinander, sie bauen gemeinsam das Zerstörte wieder auf ...
... und dann bestellen sie wieder Richter, die nicht da waren im Krieg beim grossen Morden, beginnen wieder von Werten zu faseln, von mein und dein, erarbeiten Unterschiede, die in den Ruinen nichts zählten, als es ums Leben ging. Plötzlich kommt einer mit alten Verträgen und behauptet, das und das sei seins - und statt ihn als letzten hinterbliebenen Kriegstreiber zu sehen, stehen andere auf, kramen auch nach Papieren, Zeugen und reklamieren dies und jenes für sich und sagen zu mir, ich sei ein Fremder in ihrem Land.
Die USA, begründet von uns Europäern, bestückt mit Sklaven - Menschen aus Afrika -, gegründet auf der modernsten Form der westlichen Werte - dem Eigentum -, besteht seit 239 Jahren und führt seit 222 Jahren Krieg, Intrigen, Mord.
Wollen wir noch weitere 100 Jahre Krieg führen, Schulden auferlegen und eintreiben, wollen wir alles vernichten, auch uns, nur weil wir unfähig sind, menschliche Werte zu haben - Mensch zu sein?!
Und aus den Trümmern erheben sich Menschen, um wieder Unmenschen zu werden fort und fort - die Hölle auf Erden. Es gibt keine Hölle im Universum, es gibt sie nur hier auf Erden. Die Hölle ist ein Produkt des Menschen: Fegefeuer, lebenslängliche Qualen, sie sind nur hier auf Erden.
"Gebt mehr als ihr nehmt", bedeutet Wohltand. Wohlstand, der weltweit von Jahr zu Jahr wächst, bis das natürliche Bedürfnis aller Menschen befriedigt ist und wir uns mehr und mehr dem Sein, der Lebensfreude widmen.
Der Unmensch aber rechnet und nimmt mehr als er gibt, viel mehr. Wenn einer stirbt, der nichts hinterlässt, ist ein Mensch gestorben und wir sollten alle hingehen zu seiner Beerdigung. Stirbt aber ein Reicher, sollten wir froh sein. Ich glaube, wir machen das heute anders: Dem Reichen setzen wir die Fahnen auf Halbmast, den Armen verscharren wir.
Immer und immer wieder versuchen wir in der montagsZeitung, eine Brücke zu bauen vom Dasein als Unmensch zum Mensch. Wir suchen Verrechnungsmodelle, die ein Übergleiten in eine verrechnungsfreie, lebensfreudige Gemeinschaft ermöglichen. Wir tun dies unter Zeitdruck, den die Bomben wummern rund um uns, zerfetzen täglich Menschen, die nichts hinterlassen und treffen keinen der Unmenschen, die dazu anstiften.
"Halt! Haltet doch!" möchte ich den Bombern zurufen. "Kriechen wir aus den Gebäuden, bevor sie Ruinen sind. Erheben wir uns jetzt zu Menschen und nicht nachdem viele getötet wurden. Arbeiten wir zusammen, sorgen wir füreinander! Richten wir nicht! Rechnen wir nicht! Lebt! Lebensfreude!"
Ich rufe: "Lebt! Lebensfreude!" und ihr hört mich. Stumm. Denn es graut uns, wenn wir zum Beispiel an die Zürcher Bahnhofstrasse denken: Wie soll das funktionieren? Was soll ich geben, was soll ich nehmen? Was mache ich ohne Geld?
Wir erleben - als Vision: Das Kriegsende bevor ein Krieg stattgefunden hat! Mit dem grossen Vorteil, dass alle Gebäude stehen, alle Waren verfügbar sind, alles funktioniert, die Nationalbank auf Jahrhunderte hinaus fremde Währungen hat! Nur das Recht ist ausser Kraft, keine Richter sind da. Arrangez-vous! Seid Mensch!
Überhört jeden, der sagt, das oder das sei sein, und den anderen, der sagt, er sei der Richter. Überhört aber nur diese beiden Einen und nicht die Menschen, Soldaten und Gefangene, die in seiner Gewalt sind! Die befreit, integriert sie, und auch den Einen.
Ich gebe zu, die Vorstellung der verlockenden Angebote der Bahnhofstrasse betören uns wie die wunderschönen Stimmen der Sirenen. Doch lieber wir räumen die Gestelle und Lager, als dass wir sie zerbomben! Und nach der Räumung, dem kurzen Exploit (Ausnutzen einer Schwachstelle), bauen wir auf, stellen das Zuviel wieder zurück und beginnen zu leben. Jeder macht seine Arbeit wie zuvor und findet er eine sinnvollere, macht er diese.
Wenn jetzt einer denkt: "Scheisse, was mach ich dann noch im Büro? Ist ja völlig sinnlos!" dann soll er den PC abstellen, an die Bürotüre "frei" schreiben und Menschen in den Läden, den Werkstätten, den Fabriken, den Spitälern, den Heimen, auf dem Bau, in den Speditionen, den Feldern, den Gärten, in den Schulen, im Stall, im Wald helfen! Dann ist deren Arbeit rasch getan und alle haben freie Zeit!
Echte Kultur entfaltet sich in der freien Zeit! Auch Goethe hat vor und nach seiner Arbeit als Beamter in der freien Zeit geschrieben, Erfindungen wurden in der freien Zeit gemacht, Sport wird in der freien Zeit betrieben, Kunst in der freien Zeit komponiert, geübt und aufgeführt. Wir dürfen uns auf ein vielfältiges Kulturleben freuen, das der Arbeit entspringt, sobald wir die Arbeit gemeinsam erledigt haben - vielleicht brauchen wir nur 8 Stunden die Woche jeder zu arbeiten, das ist grossartig und den Maschinen sei Dank! Doch eine Kultur ist fremd und künstlich, wenn die einen auf der Welt nur arbeiten und die anderen nur schaffen, ein erbärmliches Kulturschaffen.
Ich möchte Kritik nicht um der Kritik willen üben, sondern um neue Wege zu finden - letztlich die Eigentumsfrage, den Krieg, zu lösen, um frei und gleich und glücklich zu sein.
Euch allen wünsche ich eine gesegnete Zeit: Der Heiland ist geboren, freu dich,
o Christenheit.
Von Nelli Bürge-Kubli
Es isch am Abed vom 24. Dezämber gsi. Dussä hät's gschniit was hät abä mögä, dä Biswind isch um all Eggä pfiffe und d'Lüüt sind ganz gmüetli i dä Stubä gsässä, händ sich gfreut, ass me hüt chäm Wienacht firä, ass me cha Päggli uspaggä und ass es ä feins Znacht gäbi.
Nu eine isch i dem Hudelwätter verussä gsi, hät keis Huus ka und keis Dihei und nüd gwüsst wo anä - das isch dä Zwölfischlegel gsi. Ä altä Ma und Bättler - er isch s'ganz Jahr ächlei umätschörgelet und hät bättlet - und wänn's gar nüd anderscht gange isch, villicht ämal ächlei gschaffet - aber chum händ em es paar Rappe im Hosesagg gchlefälet, isch er weidli i d'nächscht Wirtschaft und hät's vertrunggä. Zwölfischlegel hät mä ihm gseit, will er immer erscht Schlag Zwölfi zur Wirtschaft usänisch.
Dä isch also älei und ganz verlorä umägschtandä, dä Wind isch bi dä Löcher vom Tschooppä inä und bi dä Löcher vo dä Hosä wider usä, er hät zittäred vor Chelti und a Füäss und Händ dä Chlummeri ka - ämäl ich hetnä nüd wellä gsii sii.
Er hät dänggt, ja etz gunich ämal zum Bärä überä, villicht gänzmer det öppis Warms z'ässä und dä chani i ds Heu gu schlafä. Aber dä Bärä isch schtoggdunggel gsii, d'Wirtslüüt händ ämal Fiirabed wellä, aber näbäzuächä im Huus hät's Liecht ka. Söll i ächt chlopfe? Diä wärdämmer ä Freud ha, wänn ich mal chumä.
Da isch d'Tür ufgangä und dä Chnächt isch usächuu. "Jä luäged ämal da, dä Zwölfischlegel. Wä mä härdöpflet und ärbslet und heuet, kei Zwölfischlegel wiit und breit, aber wänn's dänn a ds Fiirä gat, dä chunt mä dä! Ja, ja, das sind diä Rächtä!" Seit's und gaht am Stall zuächä. Das hät em Zwölfischlegel nuch dä letscht Wind us dä Sägel gnu und er isch nuch ächlei umätiirälet und hät nüd gwaget z'chlopfä.
Dinnä isch d'Muäter mit em Meieli, em Ruedi und em Setteli i dä Schtubä und hät diä letschtä Gschänggli iipaggt. "Muäter, bisch nuch nüd bald fertig", händ d'Chindä gseit, "etz chämmer aso nümmä länger wartä." D'Muäter lachet: "Numä nüd gschprängt, es isch dä nuch albed ämal Wienacht wordä, Du Meieli, holsch mer nuch schnäll s'Nähtrüggli us dä Wirtschaft überä." S'Meieli isch gange, isch mit em Trüggli wider chu und hät gseit, dä Zwölfischlegel schtönd vor em Huus. "Was, etz chunnt dä au nuch, dä hät mär etz grad nuch gfählt. Aber mä chanä ja nüd dussä laa i dener Chelti, holenä inä und säged em Meitli, äs soll em ä Täller warmi Suppä gii i dä Chuchi."
All drü Chindä sind grännt und nachemä Wiili sind s wider chu und händ gseit: "Du Muäter, dä Zwölfischlegel hät gseit, er heb nuch gar niä än Chrischbaum gse, i sim ganzä Läbä nüd. Gäll, er törf üserä chu gschauä." "Ja, also nei, nei, etz han ich d'Schtubä so schü putzet und dä mit sinä träggetä Schuä, aso nänei." "Ä weisch Muäter, mir schteled em dä Schtuäl ufnä Ziitig, gäll er törf." "Aso fraged nuch dä Vater und was dä seit, wird dä gmacht." Dä sind s zum Vater grännt und händ em gflattiert und gchüderlet, bis er gseit hät: "Guät, i Gotts Namä."
Dä Zwölfischlegel hät sich zerscht eländ gwert und hät gar nüd wellä i d'Schtubä. Aber wo s Wienachtsglöggeli glüütet hät, händ nä diä drüü Chindä eifach i d'Schtubä inäzogä und nä uf dä Schtuäl ghöggt mit dä Ziitig drunder. "Ass di nüd verrotsch, gäll Zwölfischlegel, suscht wird dä d'Muäter chiibig!" Das hetted s gar nüd mösä sägä. Bolzägrad und ganz schtill isch er da gsässä, hät dä wunderbar Baum mit denä Cherzä und Chuglä agschtunet - ä so öppis schüüs hät er i sim ganzä Läbä nuch niä gsii. Wo dä gar nuch alli händ afu diä schüünä altä Wienachtslieder z'singä, hätt's nä tunggt, schüüner chäm's au im Himmel nüd sii.
Zmal hät's a dä Tür gchlopfed, si isch ufgangä und ä grossä, schüünä Wienachtsängel isch inä chu. Diä anderä händ gwüsst, ass er kei rächte Ängel isch, er isch all Jahr chu und hätnä Gschänggli bracht, aber em Zwölfischlegel isch es wiänä Schtich durs Härz, äs hät nä tunggt, dä Liäbgott schtönd sälber det und lueg em tüüf i ds Härz und er hät tänggt: "Was bin ich für nä schlächtä Mänsch gsii, immer nu bättlet, ä niämerem öppis z'liäb ta und niämer uf dä ganzä Wält hät mi gärä."
Dä Ängel isch vu eim zum anderä und hät jedem sini Gschänggli gii. Zletscht isch er vor em Zwölfischlegel gschtandä und hät em ä grosses schüüs, bruu-glänzigs Läbchuechehärz anäghebet. Dä hät erschroggä d'Händ uf ä Ruggä tuä und hät gseit: "Nei, nei, ich ha nüt verdienet." "Ä dä Wienacht törf keinä läär usgu." Da hät dä Zwölfischlegel dä Läbchueche gnu und nä ganz fescht a sis Härz anätruggt. "Ich tanggä", hät er nu chännä sägä und diä luuterä Tränä sind em Baggä abägrugelet.
D'Chind händ mit rotä Baggä ihri Gschänggli uspackt und s Meieli isch chu und hät em Zwölfischlegel ä paar Chrämli i Sagg inä gschoppet. Dä Ruedi hät em es Mandarindli i d'Hand truggt und s chlii Setteli hät nä gfraget: "Witt au ämal a mim Schläggschtängel süügelä?" D'Muäter und dä Vater händ änand nu agluäget und dä tänggt, sie welled nüd ä dä Chind hindänachäschtuu, sind weidli usägange und d'Muäter isch mit zwei Paar feine, warme Soggä und erä grosse Wurscht wider chu und dä Vater hät em es Zwänzgernötli zuegschteggt: "Aber nüd, ass dä gad alls vertringgsch, gäll?"
Alli wo i dä Schtube gsi sind, händ s Gfüel gha, äso nä schüüni Wienacht hebeds nuch gar niä ka und händ gar nüd gwüsst, warum. "So Chindä, 's wär Ziit für ids Guschi!! Hät's ech ä schüüni Wienacht tunggt?" "Ja, eländ schüü." "Und Dich, Zwölfischlegel?" "Ich tanggenüch vu Härzä", hät er gseit, hät all sini Sachä gnu und dä Chnächt isch em mit dä Laternä i Schtall go zündä. Det hät's vil Heu und ä warmi Wullteggi.
Wo alles rueig gsi isch im Huus, alli Brittli zuä und d'Liechter glöscht, isch dä Vater gu dä Rundgang machä, zum luägä, eb alls i dä Ornig sig. Woner bim Schtall verbi lauft, ghört er öppis gschpässigs. Er schtat schtill und losed. Etz weiss er, was es isch. Dä Zwölfischlegel singt mit siner altä, zitrigä Schtimm, es bitzeli falsch, aber vu ganzem Härz: Oh du fröhliche, oh du seelige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Die nächste montagsZeitung erscheint in drei Wochen, am 11. Januar 2016. Also bis dann, mached's guet und händ änand lieb!
30.12.2015
215 Doris Leuthard, CVP
173 Ueli Maurer, SVP
217 Didier Burkhalter, FDP
182 Simonetta Sommaruga, SP
191 Johann Schneider-Ammann, FDP
210 Alain Berset, SP
138 Guy Parmelin, SVP
Political correctness bedeutet, Fakten oder Wahrheiten zu unterdrücken. Am meisten Stimmen hat Didier Burkhalter erhalten, offenbar ein Meister seines Faches. Mir sind die Aufrichtigen lieber - doch erhalten sie am wenigsten Stimmen.
30.12.2015
"Mit welchem Recht kann der Oppositionsführer Demirtas angesichts der einheitlichen Struktur der Türkei von der Bildung eines Staates im Südosten und im Osten sprechen?", fragte Erdogan am Istanbuler Flughafen vor seinem Abflug nach Saudi-Arabien rhetorisch. Weder "der nationale Wille" noch "die Sicherheitskräfte" würden dies zulassen.
Er sei überzeugt, dass "dem verräterischen Netzwerk", welches der Einheit des Landes einen Schlag versetzen wolle, vom Volk und vom Gesetz "eine Lektion erteilt" werde.
Die Militäroffensive in den Kurdengebieten werde "entschlossen" fortgesetzt. Bei Kämpfen zwischen Armee und kurdischen Rebellen kamen in den vergangenen zwei Wochen mehr als 200 Menschen ums Leben.
Offenbar darf in der Türkei nur einer über Verfassungsänderungen sprechen: Erdogan. Alle anderen landen im Gefängnis.
Hallo EU-Kommission, die ihr so entsetzt seid über Polen, das dem polnischen Verfassungsgericht für Entscheide eine qualifizierte Mehrheit (Zweidrittelmehrheit) vorschreibt: Wie undemokratisch das sei!
Doch den lieben «muslimischen Demokrat», wie ihn seine Freunde im Westen nennen, den kritisieren wir natürlich nicht, von dem fordern wir nichts. Ist alles gut, Erdogan, und grüss uns die Saudis, sind ja auch so prächtige Demokraten! Vielleicht sollte die Schweiz diesen beiden ihre guten Dienste anbieten - bis 2018 besteht das Bankgeheimnis noch.
Vielleicht aber traut sich unser Aussenminister Didier Burkhalter wenigstens einmal, die Wahrheit zu sagen:
"Erdogan, du darfst deine kurdische Bevölkerung nicht kriminalisieren, nur weil sie anderer Ansicht ist wie du." und das Gleiche kann er auch der Ukraine sagen: "Poroschenko, du darfst deine russische Bevölkerung nicht kriminalisieren, nur weil sie anderer Ansicht ist wie du."
Er würde sich damit für das "Übersehen" des Maidan-Putsches als OSZE-Präsident im Februar 2014 etwas rehabilitieren. Diese Unaufrichtigkeit hat sehr viele Todesopfer gefordert und fordert sie noch immer.
30.12.2015
Seit dem 13. Dezember 2015 sind die Städte Sur, Silopi, Mardin erneut unter Beschuss des Militärs und der „Sicherheitskräfte“. Es werden ununterbrochen Militäreinheiten und Waffen in die Region entsendet - Häuser werden in Brand gesetzt und bombardiert – die Bevölkerung versucht mit einfachen Möglichkeiten sich zu schützen und zu verteidigen. Auffällig und nochmals als Beweis weiterer Verbrechen von Seiten der Türkei, der Aufruf der türkischen Regierung an türkische Beamte und Lehrer die aufgezählten Städte zu verlassen.
Die kurdische Bevölkerung steht vor der Gefahr erneuter Massaker und Kriegsverbrechen. Die EU-Staaten und die Schweiz stehen in grosser Verantwortung und Verpflichtung - sie dürfen nicht wegsehen!
Union der Demokratischen Kräfte (Schweiz)
22.12.2015
Nennen wir doch auch Schweizer Familien. Die 300 Reichsten Familien der Schweiz waren noch nie so reich wie heute: Zusammen besitzen sie unfassbare 595 Milliarden Franken. So in etwa das Brutto Inland Produkt (BIP) der Schweiz. bilanz.ch [link]
Doch was passiert, wenn eine dieser Familien eine humane Familienpolitik betreibt? Sie wird pro Kopf ärmer und immer unbedeutender, so dass andere anderen Reichen zuwandern. "Fremden schenken ist eine ganz blöde Idee", sagen sich die Reichen unter dem Tannenbaum.
22.12.2015
Es sind ja letztlich immer Familienunternehmen, die uns anderen Familien grosse Sorgen machen. Nennen wir einige: Rothschild, Goldmann Sachs, Bill Gates, Poroschenko, Chodorkowski, Vekselberg. Sie bauen am Genfersee französische Schlösser nach, kaufen Goldminen, Bohrinseln und schaffen Milliardenkonzerne. tagesanzeiger.ch [link]
Irgendwie müssen wir schon das Eigentum einschränken, damit alle Luft haben. Erschreckend ist, dass auch bei 99% Zustimmung das eine Prozent Söldner schickt und vom Paten beim Schmutzigen Krieg unterstützt wird.
22.12.2015
Wie recht ihr habt!
Und wie einsam.
Mir scheint es unmöglich, mit einem ganzen Land, auch wenn es ein kleines ist, eine solche Veränderung zu machen, die Bahnhofstrasse zu öffnen! Selbst wenn 90% dafür sind, sind 10% vehement dagegen und rufen ihren Paten. Aus dem Exploit wird ein blutiges Chaos bis "die Ordnung" wieder hergestellt ist.
Eine solche Veränderung (Evolution) geht nur mit 100%-Überzeugten. Die Basis ist die Familie, das Familien-Unternehmen. Hier finden sich alle Staatsfragen, die human zu lösen wären: Zuwanderung, Abwanderung, Import, Export, Infrastruktur, Arbeitsteilung, Bildung, Freie Zeit, Reisen, Kranken- und Altenpflege, Beziehung zum "Ausland", Vereinigung, Sezession und was zu tun ist, wenn einer aus der Reihe tanzt, womöglich das ganze Unternehmen gefährdet, ändert, reformiert: Strafen? Stehen "Werte" über dem Einzelnen, war es nicht immer ein Einzelner (Pubertät!) - und nie die Mehrheit -, der Neues, neue Einsichten, neue Werte brachte?
22.12.2015
Die Menschenrechte müssen ergänzt werden
durch einschränkende Bestimmungen über das Eigentum;
sonst sind sie nur für die Reichen da,
für die Schieber und Börsenwucherer.
Jean-Jacques Rousseau
22.12.2015
„Diese Wirtschaft tötet“ (Papst Franziskus)
Die Wirtschaft begeht Verbrechen,
die in keine Zeitung kommen:
jede Minute tötet sie 12 Kinder
durch Verhungern.
Ein sehr schöner Artikel "Der Liebegott und das Geld"! Wie wahr, der Wert dieses Finanzsystems ist, über andere zu herrschen. Wir müssen von einer tödlichen Waffe in den Händen weniger sprechen, die Staaten und Familien (Hypotheken) in Schulden führt, denen sie nicht mehr entkommen. Und woraus besteht ein Staat? Aus vielen Familien - sie sind doppelt gefangen.
"Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." "Sicher nicht!" kreischt der Alte.
Ich bin enttäuscht von den christlichen Religionsführern, dass sie keine gute Wirtschaft entwickeln! Was studieren sie den ganzen lieben langen Tag? "Diese Wirtschaft tötet", das wissen wir seit 222 Jahren! Papst Franziskus kommt aus Argentinien und weiss, was "diese Wirtschaft" einem Land und den Familien antut. Er kritisiert, aber er sei „kein Vertreter einer Strömung, die tiefgreifende Veränderungen der sozialen Strukturen vorantreiben möchte.“ Ja, Herrgott! wozu ist er Papst?
Wir publizieren Leserbeiträge in der aktuellen und auch in der nächsten Ausgabe, damit sie alle Leserinnen und Leser erreichen.
14.12.2015
Seit der Gründung der USA im Jahr 1776 sind 239 Jahre vergangen. Davon befanden sie sich 222 Jahre (93 Prozent der Zeit) im Krieg. [link]
Das Zusammengehen mit den USA ist nicht im Interesse der Schweiz - es sei denn: aus Angst!
14.12.2015
Man könne nicht einfach losziehen, ein paar Bomben werfen und glauben, man habe das Problem gelöst. Die Mörder von Paris seien nunmal in Europa geboren und aufgewachsen, sagt Italiens Ministerpräsident Renzi.
14.12.2015
Die ZDF Sendung Die Anstalt vom 8. Dezember 2015 [link] entspricht sehr dem, was ihr hier in der Montagszeitung auch schreibt. Es tut einfach gut, wenn viele sich einbringen für eine gerechte Welt, für Frieden! Vielen Dank euch allen!
14.12.2015
... hat sich sehr darüber aufgeregt, dass er für Altmetall neu Entsorgungsgebühren bezahlen muss. Er hat alles Metall in einen Koffer gepackt, einen alten Wecker noch dazu und das tickende Ding ans Bahngeleise gestellt - ist sofort alles gesprengt und entsorgt worden. Gratis. Die Züge fuhren einen Tag nicht, aber das stört Joschi nicht. "Si non e vero e ben trovato", singt er vergnügt.
13.12.2015
Da ich dünn bin und meistens einen Gurt trage und meine Freundin eher mollig ist und wir beide Auto fahren oder den öV benutzen und auch über Koffer, Rucksack und Taschen verfügen - also das perfekte Terroristenbild sind -, haben wir uns entschlossen, Polizisten zu werden - sicherheitshalber! Zudem benötigt die Genfer Polizei Hilfe: «Bis Weihnachten können wir die erhöhte Alarmbereitschaft aufrechterhalten, danach [über Weihnachten] müssen andere», klagt sie dem Sonntagsblick.
Doch nun unsere Frage: Wie nähern wir uns der Polizei? Unauffällig ist wohl sehr auffällig - oder?
13.12.2015
BLICK lacht über den Studenten, der im Genfer Flughafen seinen Koffer stehen lässt, um einzuchecken, und als er bemerkt, dass die Genfer Polizei den Koffer sprengen will, seinen Rucksack abstellt, zurückeilt, um den Koffer zu retten, derweil die Genfer Polizei seinen Rucksack sprengt.
Die Lachnummer ist wohl eher die Polizei in ihrer Bomben-Hysterie: Will sie zukünftig alle Koffer und Rucksäcke sprengen, die irgendwo herumliegen, wird sie viele Schulen, Turnhallen, Garderoben, Schliessfächer, Bibliotheken, Spitäler, Verwaltungen, Badeanstalten, Sportplätze und Parks und viele Züge, Trams und Busse sprengen müssen - und wohl auch alle Menschen mit Gurt, Bauch oder festen Oberschenkeln, aber auch alle dünnen Menschen ohne Gurt mit Rucksack, Koffer oder Taschen, und alle Autofahrer. Sicherheitshalber!
Genau genommen müsste die Polizei alles sprengen, denn überall könnte eine Bombe sein - nur die Sprengstofffabrik bitte nicht, denn diesen Stoff braucht sie ja, um zu sprengen.
12.12.2015
Gestern hat das Komitee NoBillag die Volksinitiative 'Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren' mit 104'053 Unterschriften eingereicht. Die Bundeskanzlei prüft nun, ob mindestens 100'000 Unterschriften gültig sind und die Initiative damit zustande gekommen ist - und dann dürfen wir abstimmen!
12.12.2015
Die Schulgemeinde hat einer Schülerin das Tragen von Kopftüchern verboten. Das Kantonsgericht St. Gallen hat das Verbot aufgehoben, dagegen haben die Schulgemeinde und das Bildungsdepartement Einsprache beim Bundesgericht erhoben. Das Bundesgericht betont, dass es nicht der Schweizer Tradition entspreche, alles Religiöse in den privaten Bereich zu verdrängen mit der Absicht, mögliche Konflikte von vornherein zu vermeiden. Statt Verbote gegenüber dem Tragen religiöser Symbole zu erlassen, solle die Schule vielmehr Toleranz lehren, hiess es.
Ich hoffe, die Schulen, das Bildungsdepartement und die Mainstream-Medien haben den Auftrag, der aus unseren Gesetzen hervorgeht, verstanden und hören auf, mit Mehrheitsdiktatur Minderheiten zu unterdrücken.
09.12.2015
09.12.2015 - UKRAINE
"Der Internationale Währungsfonds (IWF) beabsichtigt, seine Kredit-Regeln zu ändern, um Länder weiter finanziell unterstützen zu können, die gegenüber anderen Staaten in Zahlungsrückstand geraten, sagte ein Sprecher des Fonds in Washington. Details dazu würden in den kommenden Tagen bekanntgegeben.
Der IWF akzeptiert bislang Zahlungsrückstände bei privaten Gläubigern, aber nicht bei Staaten. Würde die Ukraine die Anleihe Russlands über 3 Milliarden Dollar nicht bedienen, wäre somit das IWF-Hilfsprogramm über 17.5 Milliarden Dollar für das hoch verschuldete und wirtschaftlich angeschlagene Land in Gefahr."
Vielleicht haben Island, Portugal, Spanien und Griechenland doch etwas zu früh ihre Schulden gegenüber EU-Staaten bedient ... oder das Ganze richtet sich gegen Nicht-Transatlantische-Staaten, dann ist aus dem IWF ein TWF geworden.
Zu beachten ist, dass die fünf Währungen des IWF' Dollar, Euro, Pfund, Yen und Renminbi nicht zu Rohstoff exportierenden Währungsgebieten gehören, für andere Länder also keinen Primärwert haben.
Sobald die erdölexportierenden Länder im Nahen Osten, Asien, Afrika, Südamerika, Russland gemeinsam eine Organisation bilden und eine eigene Rohstoff-Export-Währung gründen, wird der IWF zu einer Regionalbank. Die USA fördern mit ihrer Sanktions- und Kriegspolitik genau diese Entwicklung.
09.12.2015
09.12.2015 - SYRIEN
Terroristen verlassen Homs. Angehörige friedlicher Gruppen, die die Waffenruhe mit ausgehandelt haben, bleiben in Homs.
09.12.2015 - SAUDI ARABIEN
Bei dem von Saudi-Arabien organisierten Treffen in Riad wollen seit heute Morgen mehr als 100 Vertreter verschiedener Gruppen eine gemeinsame Position für Friedensgespräche mit der Syrischen Regierung finden und sich auf eine Verhandlungsdelegation einigen.
08.12.2015
"Barack, wir haben kein Gas, wir frieren, haben kein Heisswasser und können nichts kochen." weint Michelle.
"Krieg ist auch eine Lösung", sagt Barack, wild entschlossen, Gas zu beschaffen, um Michelle zu helfen.
"Barack, wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück", sagt Michelle.
Es ist wahnsinnig schön, wie die montagsZeitung das maskuline Problem schildert. Hätte sich Michelle einer Freundin anvertraut, hätten sie festgestellt, dass Gas im Land vorhanden ist - es müsste nur an alle verteilt werden; oder sie kämen zur Ansicht, dass sie die Nachbarn in Syrien oder in Russland, die Gas haben, fragen sollen; sie hätten auf Strom umstellen können; sie hätten Pullover stricken, gemeinsam kochen können ... usw. usf. Sie hätten das Problem gelöst, ohne ein neues zu schaffen.
08.12.2015
Finnlands Pläne für ein Grundeinkommen, über die die montagsZeitung in der Ausgabe 154 berichtet hat, werden konkreter: 800 Euro Grundeinkommen – für jeden Erwachsenen.
Die finnische Regierung beabsichtigt mit dem Grundeinkommen, die derzeit auf einem 15-Jahres-Hoch liegende Arbeitslosigkeit von 9,5 Prozent zu verringern. Ihr Kalkül geht so: Mit einem Grundeinkommen würden Menschen eher bereit sein, eine schlechter bezahlte Arbeit anzunehmen.
Der Finanzdienst Bloomberg rechnet in einer Überschlags-Kalkulation vor, dass jedes Jahr rund 47 Milliarden Euro benötigt würden, wenn jedem der beinahe 5 Millionen erwachsenen Finnen im Monat 800 Euro aus der Staatskasse gezahlt würden.
Nicht klar ist, was unter dem Strich herauskommt, wenn dafür, wie von der Regierung beabsichtigt, die bestehenden Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, Invaliden- und Altersrenten, finanzielle Sozialhilfen, Stipendien etc.) eingedampft werden sollen und einzig Ergänzungsleistungen an Invalide und Alte bezahlt werden.
Mit den Ergänzungsleistungen ergibt sich für die Schweiz ein weiterer Zankapfel zwischen denen, die während der Erwerbszeit eine zweite Säule angespart haben und deswegen keine EL erhalten, und den Anderen, die nichts/wenig ansparen konnten und gleichwohl eine 2. Säule (EL) erhalten, und den Dritten, die ihre angesparte 2. Säule als Kapital beziehen und vorzeitig verzehren und danach EL erhalten.
08.12.2015
07.12.2015 - SYRIEN
Die syrische Armee hat am Samstag mit Unterstützung der russischen Luftwaffe Kizildag, ein strategisch wichtiges Gebiet, von den Rebellen in Nordwest-Syrien erobert. Kizildag verbindet die Provinz Latakia an der syrischen Küste mit der Stadt Idlib. Idlib wiederum gilt als „Tür“ nach Aleppo. Damit könnte die Schlacht um den Nordwesten Syriens so gut wie entschieden sein. Die USA haben dagegen die syrische Armee bombardiert. Syrien fordert den UN-Sicherheitsrat auf, solche Attacken zu unterbinden.
07.12.2015 - IRAK
Der Irak droht der Türkei, militärische Unterstützung von Russland gegen die türkischen Truppen in Mossul (Irak) anzufordern. Ankara verletze die territoriale Integrität des Irak. Am Wochenende war die türkische Armee mit einem Regiment im Irak einmarschiert.
08.12.2015
"Mit Russland kommt die Hoffnung der Welt. Nicht in Bezug auf das, was manchmal als Kommunismus oder Bolschewismus bezeichnet wird - nein! Aber die Freiheit - die Freiheit! Dass jeder Mensch für seinen Mitmenschen leben wird. Das Prinzip ist dort geboren. Es wird Jahre dauern, bis sich das heraus kristallisiert, doch aus Russland kommt die Hoffnung der Welt wieder.“ Edgar Cayce (1877-1945, USA)